Mündlicher Vertrag und das Wort Eigentlich?

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3 Antworten

Nun, da hat er sich halt ein wenig weit aus dem Fenster gelehnt. Jetzt gibt er vernünftigerweise die Sache einem Fachmann (Steuerberater) und hofft genauso wie du, dass es klappt.

Aber sollte es nicht klappen: Außer dass er die falsche Hoffnungen gemacht hat, liegt der Schwarze Peter nicht bei ihm. DU hattest keine Meldeadresse, und gesetzliche Vorschriften zwangen ihn, mit Steuerklasse 6 abzurechnen.

Die zuviel gezahlte Lohnsteuer bekommst du nach Abgabe deiner Einkommenssteuererklärung wieder zurück.

Wie hättest du dich verhalten, wenn der Chef nach bestem Gewissen gesagt hätte, dass eine Rückabrechnung nicht möglich sei? Hättest du den Job dann sausen lassen? Stündest du dann jetzt besser da?

Warte doch erst mal ab, was der Steuerberater macht.

Und ich empfehle dir, wegen dieser Sache bei deinem neuen Job kein Fass aufzumachen. Das Geld ist ja nicht verloren.

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So ein Quatsch... und so ein Gesetz gibt es auch nicht. Das Wort "eigentlich" hat hier keine rechtliche Bedeutung.

Der Chef muss dir das Bruttogehalt monatlich abrechnen und den Nettobetrag ausbezahlen. Wenn er dich wegen Zweitjob oder aus anderen Gründen auf Klasse 6 anmelden muss, spart er sich damit keinen Cent, da er dann eben mehr Lohnsteuer ans Finanzamt abführen muss. Wenn alle Voraussetzungen für Klasse 1 vorliegen, wirst du eben ab sofort (aber nicht rückwirkend!) nach 1 abgerechnet und das Finanzamt kriegt weniger - und du mehr. In Summe kostest du den Chef aber keinen Cent mehr.

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Kommentar von Sherodan
17.08.2016, 18:10

Hat das Wort "Eigentlich" generell keine rechtliche Bedeutung? Oder gibt es Fälle, wo das Wort wirklich eine rechtliche Bedeutung hat?

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Nein, das gibt es nicht.

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