Mündlicher Vertrag über kleingartenkauf?

8 Antworten

Was ein Kaufvertrag ist, geht kurz und knapp aus § 433 BGB hervor. Weder dort noch irgendwo anders im Gesetz wird für einen Kaufvertrag eine bestimmte Form festgelegt (z. B. dass er schriftlich vorliegen müsste). Kaufverträge sind also formfrei und können somit mündlich oder schriftlich abgeschlossen werden.

Also sind zwei aufeinanderbezogene Willenserklärungen, die inhaltlich übereinstimmen und als Angebot und Annahme bezeichnet werden können, ein rechtsgültiger Kaufvertrag.

Was ihr vereinbart habt, ist also rechtsgültig.

Schwierig wird es nur, eure Vereinbarung nachzuweisen, wenn du keine Zeugen dafür hast. Hast du Zeugen, dann kannst du auch getrost vor Gericht ziehen und auch dort darauf bestehen, dass der Vertrag eingehalten wird , allerdings unter der Voraussetzung, dass du nicht das Gundstück kaufst, sondern pachtest. Für Immobilienkäufe sind notarielle Beurkundungen notwendig.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaufvertrag_(Deutschland)#Form

Im Zweifelsfall wende dich an einen Anwalt.

Da wird nichts drauß, "was Du schwarz auf weiß besitzt, kannst Du nach Hause tragen".
Nach beschwipster Nacht, fehlt Dir der Zeugenbeweis.

Du hast nichts in der Hand.

Kleingartenvereine verkaufen nichts, die verpachten nur.
Wie auch immer, ohne Vertrag ist da nichts.
"Mal gucken und schon vorbereitend eine U-Bahn bauen lassen" wird sicher nicht gehen.
War ein netter Abend, Du hast bissl Zeche bezahlt, gut ist.

Es gibt auf jeden Fall mündliche Verträge und wenn es da regen Austausch von Informationen gab, kannst du es auch sicherlich beweisen. In den Garten Klagen würde ich mich jedenfalls nicht. Du wirst da nicht glücklich werden. Die machen dir dann das Leben schwer. Du kannst dich in der lokalen Presse in Form eines offene Briefes für die gute Zusammenarbeit bedanken😉.

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