Mündliche Kündigung und jetzt?

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5 Antworten

Wenn Du nicht mehr krank bist und die AU-Bescheinigung abläuft gehst Du in den Betrieb und bietest Deine Arbeitskraft an.

Solange Du keine schriftliche Kündigung hast, bist Du noch Mitarbeiter des Betriebs und musst selbstverständlich bis zum Ablauf der Kündigungsfrist bezahlt werden.

Eine fristlose Kündigung kann man Dir nicht geben. Sollte das doch passieren, kannst Du dagegen klagen (innerhalb von drei Wochen.). Gibt es keine schriftliche Kündigung und die Chefin gibt Dir aber trotzdem keine Arbeit, befindet sie sich nach § 615 BGB in Annahmeverzug. Sie muss Dich dann bezahlen als hättest Du gearbeitet. Minusstunden können nicht entstehen und man muss auch nicht nacharbeiten.

Wenn Du keine Rechtsschutzversicherung hast und auch kein Gewerkschaftsmitglied bist, kannst Du bei Bedarf auch selbst zum Arbeitsgericht gehen und Klage einreichen. Bei der Klageformulierung wird Dir geholfen und das ist kostenlos.

Solltest Du den Anwalt selbst bezahlen müssen, würde ich mir den Rat von @Citoyen gut überlegen. Die Erstberatung wird Dich i.d.R. über 200 Euro kosten und ein Anwalt ist vorerst gar nicht notwendig oder vorgeschrieben.

Sollte man Dir fristgerecht kündigen und Du bist noch nicht länger als sechs Monate dort oder es handelt sich um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften (Minijob und Teilzeit wird entsprechend aufgerechnet) kannst Du zwar nicht gegen die Kündigung angehen aber die Frist muss gewahrt und Du solange bezahlt werden. Außerdem solltest Du mal schauen ob Du noch Urlaubsanspruch hast. Ich gehe davon aus Deine geplante Arbeitszeit während der Arbeitsunfähigkeit wird bezahlt, auch das steht Dir zu.

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Wie du ja weißt, ist eine mündliche Kündigung unwirksam.

Und kann sie die Kündigung rückdatieren oder funktioniert das nicht?

Nein, das ist unzulässig. Eine schriftliche Kündigung wird erst dann wirksam, wenn sie beim Empfänger eingeht. Wann sie geschrieben wurde oder wann sie abgeschickt wurde, ist absolut irrelevant.

Ich kann nachweisen, das sie es nur mündlich bzw per Whatsapp nochmal bestätigt hat.

Das ist nicht dein Problem. Dein AG muss nachweisen, dass die Kündigung rechtzeitig bei dir war.

Eine fristlose Kündigung ist mit dieser Begründung nicht haltbar.

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Kündigungen bedürfen der Schriftform, also eigenhändige Namensunterschrift unter das Dokument und dieses Dokument im Original an dich. Da dies nicht erfolgte ist die Kündigung unwirksam. Eine fristlose Kündigung kommt hier nicht in Frage, da der Arbeitgeber seine Erreichbarkeit zu garantieren hat. Daher gelten die Kündigungsfristen von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende des Kalendermonats. Mach ihr klar, dass du rechtliche Schritte gegen sie einleiten wirst. Du hast die Möglichkeit zur Kostenübernahme der Erstberatung und der Prozessführung. Daher kann sich ein Anwalt lohnen.

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Kommentar von mohni95
23.06.2016, 01:51

Okay, Dankeschön. Dann werde ich mich natürlich morgen bzw heute umgehend mit ihr in Verbindung setzen. 

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Im BGB wird ausdrücklich im §623 darauf hingewiesen, das die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform bedürfen, und die elektronische Form ausgeschlossen ist.

Du musst aber, um dem Vorwurf einer Arbeitsverweigerung durch den Arbeitgeber aus dem Weg zu gehen, deine Arbeitsbereitschaft unbedingt anbieten.

Weise den Arbeitgeber aber unmissverständlich darauf hin, dass du das Arbeitsverhältnis nicht als beendet ansiehst, bis du eine schriftliche und fristgerechte Kündigung erhalten hast, und die Bezahlung des vereinbarten Entgelts bis zum letzten Tag der fristgerechten Kündigung erwartest, anderenfalls du dir rechtliche Schritte vorbehälst.


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Ich habe den langen Text nicht gelesen und es wird auch sonst niemand tun:

Eine Kündigung muss zwingend schriftlich sein

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Kommentar von mohni95
23.06.2016, 01:50

Ja, das ne Kündigung schriftlich sein muss, weiß ich. Darum gehts nicht. 

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Kommentar von Familiengerd
23.06.2016, 08:17

"und es wird auch sonst niemand tun"

Da bist Du aber völlig im Irrtum! :-)

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Kommentar von PeterSchu
23.06.2016, 11:03

"Ich habe den langen Text nicht gelesen.."

Dann solltest du auch nicht antworten.

"und es wird auch sonst niemand tun."

Da irrst du dich.

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Kommentar von DarthMario72
23.06.2016, 11:12

Ich habe den langen Text nicht gelesen

Dann kennst du auch nicht alle Informationen und hättest nicht antworten sollen.

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