mündliche kündigung durch arbeitgeber

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6 Antworten

Du gehst ganz "normal" zur Arbeit. Die Kündigung ist nicht haltbar, da sie nur mündlich ausgesprochen wurde. Wenn Du jetzt nicht zur Arbeit erscheinst kann (und wird Dein Chef wahrscheinlich auch) das als unentschuldigtes Fehlen ausgelegt werden.

Wenn Du im Betrieb bist und Deine Arbeitskraft anbietest, Dein Chef Dich aber nicht arbeiten läßt, befindet er sich nach § 615 in Annahmeverzug. Das bedeutet, er muss Dich so bezahlen als hättest Du gearbeitet. Dabei können und dürfen keine Minusstunden entstehen und die Zeit muss auch nicht nachgearbeitet werden.

Wenn Dein Chef Dich nicht mehr als AN haben möchte, muss er Dir fristgerecht eine schriftliche Kündigung geben. Da Du schon vier Jahre in der Firma bist kann der AG Dir momentan frühestens zum 31. August fristgerecht kündigen. Die Kündigungsfrist für den AG beträgt nach § 622 Abs. 2 BGB einen Monat zum Ende eines Kalendermonats.

Bis zu diesem Zeitpunkt (vorausgesetzt er kündigt), steht Dir Dein Lohn in voller Höhe zu. Denke aber daran Deine Arbeitskraft nachdrücklich anzubieten (am besten vor Zeugen).

Wenn es kein Kleinbetrieb ist und Du gekündigt wirst hast Du die Möglichkeit der Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht. Die Klage kannst Du bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts kostenlos zu Protokoll geben. Dies muss aber unbedingt innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung geschehen. Wenn Dein AG Dir den Lohn nicht oder nicht vollständig zahlt, kannst Du diesen auf demselben Weg beim Arbeitsgericht einklagen. Du solltest dann aber den AG vorher schriftlich zur Zahlung bis zu einem bestimmten Termin auffordern.

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Die Kündigung eines Arbeitsvertrags muss zwingend schriftlich erfolgen. Und sollte er dir einfach einen Teil deines Lohns einbehalten, würde ich ihn glatt mal auf Zahlung des restlichen Lohns verklagen. Sollte er immer noch nicht zahlen, kannst ja zwangsvollstrecken mit deinem Titel. Macht sich bei Geschäftspartnern immer gut, wenn so ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss von einem Arbeitnehmer des Vertragspartners kommt. :)

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Es ist nicht rechtens! Verträge sowie auch kündigungen müssen immer schrifftlich festgehalten werden! Lg

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Kommentar von nettvondir
14.07.2013, 00:10

Ausserdem gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfrist - und die kann man auch vertraglich nicht ausschliessen.

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Kommentar von elmundoesloco
14.07.2013, 00:11

Nein, Verträge können grundsätzlich formlos geschlossen werden. Ausgenommen sind Verträge die einer Schriftform oder der notariellen Beglaubigung oder notariellen Beurkundung bedürfen (zB. Grundstückskaufverträge). Arbeitsverträge können auch formlos geschlossen werden.

Im übrigen hast du aber Recht..

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Netter versuch. Eine Kündigung hat schriftlich zu erfolgen. Gehe auf jedenfall zur Arbeit und nimm deiene Arbeit auf, das ist arbeitsrechtlich wichtig. Achte darauf, das du dir gut gesinnte Kollegen in der Nähe hast zum bezeugen (auch wenn es nicht viel bringt).

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Unglaublich was da wieder abgeht. Hast du einen schriftlichen Arbeitsvertrag? Dort sollte auch deine individuelle Kündigungszeit stehen, andernfalls gilt die gesetzliche. Lass dich nicht davonekeln und "wart" auf deine "ordentliche" Kündigung. Mit dieser gehst du zu einem Anwalt. Die möglichkeiten jemanden zu kündigen sind sehr begrenzt - ihn wegzumobben allerdings wesentlich größer. Also bleib taff.

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Kommentar von kuechenteufel
14.07.2013, 00:18

ja hab nen schriftlichen steht drin 4 mindestens 4 wochen im vorraus und immer nur zum monatsende vom arbeitgeber wie vom arbeitnehmer

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ok an dieser stelle schonmal danke für die ganzen antworten! ich werd also erstmal brav weitermachen und im notfall den lohn einklagen! danke :)

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