MRT am Bauch etwas erkennen?

3 Antworten

Die Frage ist so theoretisch gestellt, dass ich sie eingehend theoretisch beantworten will:

Bei entsprechendem Naturtalent (Beobachtungsgabe mit hohem Abstraktionsvernögen) wird es sicherlich möglich sein, theoretisch etwas richtig einzuschätzen.

Je nach Anforderungsprofil kommen bei einer MRT unterschiedliche Aufnahmesequenzen zum Einsatz, die im Vergleich untereinander auch unterschiedliche "Schattierungen" auf dem Bild erscheinen lassen, deren Interpretation ein ausreichendes Hintergrundwissen benötigt (vor allem technische und natürlich auch anatomische / physiologische Zusammenhänge).

MRT-Untersuchungen haben Ihre Stärke vor allem in der Weichgewebediagnostik (z.B. innere Organe). Vorher erhobene Befunde können mit Hilfe einer MRT-Untersuchung weiter differenziert werden, bzw. es kann bei ansonsten unauffälligen Befunden im Vorfeld bei entsprechender Indikation ggf. noch etwas signifikantes aufzeigen.

Sollte es sich um einen Normalbefund handeln, muss der Diagnostiker (oder hier der Laie) zumindest wissen, wie ein Normalbefund aussieht. Auch wird der Laie vermutlich den "Wald vor lauter Bäumen" nicht wirklich erkennen. Sowohl das Übersichtsvermögen als auch das gleichzeitige Detailbetrachten sollten geübt sein.

Allerdings kann man davon ausgehen, wenn der Befund auf dem normalen "Dienstweg" ohne Eile übertragen wird, dass es sich um keinen auffälligen Befund handeln wird. (keine Gewähr)

Die Befunde werden im Übrigen (solange es sich nicht um einen akuten Notfall handelt) nach Priorität durch den Arzt zu Papier gebracht. Weniger Dringliches kann am Ende der Schicht oder am Anfang des nächsten Tages befundet werden. MRT-Befunde sind i.d.R. recht ausführlich und entsprechend länger.

Zur Überbrückung der Wartezeit bis zum Lüften des Schleiers durch den behandelnden ambulanten Arzt füge ich noch eine (zumindest überschriftlich) passende Lyrik anbei:

http://www.xrayfusion.de/hypostasis/poemata/AKUTES_ABDOMEN.html

Ein Fachmann kann da ganz sicher was erkennen. Du hast doch sicher auch einen Brief für den Hausarzt mitbekommen, wo was drinsteht?

Aber Vorsicht, selbst, wenn man die Wörter googelt, muss das Ergebnis nicht richtig sein. Wäre es was gefährliches, hätte der Röntgenologe Dich aber sicher gleich weiter überweisen.

Naja, mir wurde leider überhaupt nichts gesagt. Und einen Brief bekam ich nicht, sie meinten sie schicken es an meinen Hausarzt weiter und ich solle sofort am Montag mich bei diesem melden. (Würde ich auch gerne nur haben die leider Montags geschlossen.)

Aber wird wahrscheinlich nichts sein, sonst wäre ich bestimmt da geblieben, denk ich.

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Das kann man als nichtausgebildeter Nichtmediziner glatt vergessen, sorry.

MRT wegen Divertikeln

Hallo, war beim MRT Abdomen wegen rezidivierender Divertikulitis. Mein Gastro hatte mich dorthin überwiesen, da ich einen großen Bammel vor einer Darmspiegelung habe und er meinte, Divertikel können man im MRT-Abdomen gut erkennen. Ich mußte vor der Aufnahme eine Lösung aus Manitol-Johannesbrotkernmehl-Wasser trinken. Danach auf dem Bauch liegend das MRT machen lassen. Folgendes kam dabei heraus: Homogenes kräftiges leicht aufgetriebenes Pankreas. Pankreatitis? Sonst unauffällige Darst. der Oberbauchorgane. Nachweis einer entzündl. Wandverdickung einer proxim. Jejunumschlinge. Im Sigma kein Anhalt für ausgeprägte Divertikelbildung (meine Frage, hatte ich dann überhaupt Divertikulitis???). Sigma zeigt derzeit eine gute Entfaltung ohne Hinweis auf eine akute Entzündung. Haustrierung im Sigma im distalen Colon desc. sind beginnend aufgehoben, dies kann für rezidiv. Entzündungen sprechen (welche Entzündungen, wenn nicht Divertikulitis??) Kein anhalt für einen Illeus od. Stenosierung oder Passagebehinderung. Insg. wäre bei Befall mehrerer Darmabschnitte des Dünn- und Dickdarms auch eine entzündliche Erkrankung im Sinne eines Morbus Crohn zu diskutieren. So, bei Morbus Crohn denke ich an junge Menschen mit Durchfall. Bin ich nicht und hab ich nicht - ich leide an Verstopfung. Bauchschmerzen in dem Sinne hatte ich auch nicht - bei der "angeblichen"Divertikulitis hatte ich Krämpfe im Unterbauch, die nach AB-Gabe nach 2 Tagen nachließen. Auch leichtes Fieber 37,8° hatte ich dabei. Jetzt leide ich immer noch an Verstopfung und habe dauernden Druck im Enddarm und muss ganz oft zur Toilette und mache dann immer nur kleine Kleckse. Am morgen ist die Verdauung ok aufgrund von Flohsamen, ab mittag gehts dann los mit der Rennerei. Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben. Meinen Arzttermin habe ich in 10 Tagen und wäre bis dahin gerne schon ein wenig schlauer. Danke und liebe Grüße Angie

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