MPU und/oder Aufbauseminar in der Probezeit wegen Cannabis?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es hängt von deinem Wert ab den der Bluttest ergibt .

Bis zu 1,0 NG/ml Aktiven THC im Blut passiert dir Strafrechtlich recht wenig . Nämlich nichts . ABER Verwaltungsrechtlich schon ------>>

Ab 1,1 NG/ml Aktiven THC im Blut begehst du eine Ordnungswidrigkeit . dann erst werden beim ersten vergehen 500 € + 28,50 € Gebühren + 2 Punkte +1 Monat Fahrverbot + Kosten der Blutuntersuchung .

ABER auch Verwaltungsrechtlich hat das folgen ------->>

Nach § 14 Abs.1 Nr.2  FEV droht dir hier kein Aufbauseminar sondern der Entzug der Fahrerlaubnis !

Bei einem Aktiven wert bis zu 1,0 belassen die Fahrerlaubnisbehörden es bei einem Fachärztlichen Gutachten mit Urinscreening . Um Festzustellen wie dein Konsumverhalten ist . Ob und inwiefern du Konsum und Fahren trennen kannst .

Schließt du dieses Gutachten Positiv für dich ab , wird dir das Aufbauseminar auferlegt und die Probezeit wird verlängert . Sache erledigt !

Bei einem Wert über 1,0 hast du der Behörde schon Grund genug geliefert , Fahreignungsmängel bei dir zu sehen .

Einige wenige Behörden ordnen hier zwar noch ein FäG an , aber die meisten entziehen dir die Fahrerlaubnis aufgrund von Eignungszweifel.

Um diese auszuräumen wird die MPU angeordnet meistens , auch hier nicht von jeder Behörde , mit 1 Jahr abstinenznachweis .

 Das Bedeutet für dich , abwarten was der Bluttest ergibt , und dann warten was die Behörde von dir will ! Vergiss Spielereien wie Haare abrasieren falls eine Haaranalyse angeordnet wird .

Im Übrigen bist du hier verpflichtet bei der Klärung dieser Zweifel mitzuwirken .

Zur zeit machen verschiedene Kommunen richtig " jagt " auf Cannabiskonsumenten , warum weiß ich "noch" nicht !

Merke dir aber auch , das du schon als Fußgänger mit Cannabis in das Netzt des § 14 FEV geraten kannst .

Gruß

 

Vielen Dank für die ausführliche Auskunft! Ich befürchte das meine Werte über der 1 NG/ml liegen. Ich hab mir den Artikel durchgelesen (P.14 Abs. 1 Nr.2 FEV) dieser besagt doch nur, dass ich den Führerschein abgenommen bekomme wenn ich durch ein ärztliches Gutachten Falle. Heißt es kann nicht passieren das ich einfach ein Brief bekomme der sagt das er weg ist ohne, dass ich was dagegen machen kann? Ich hab natürlich mit jeglichem Konsum aufgehört.

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@drumer06

Nein, gegen die Auflage eine MPU zu machen, geht kein Wiederspruch.

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@drumer06

Bezogen auf das Verwaltungsrecht bekommst du immer erst eine Anhörung dazu .

Die " Anhörung zur Entziehung der Fahrerlaubnis "

Im Verwaltungsverfahren hast du keine Rechtsmittel , das bedeutet du kannst nichts gegen das anordnen einer Maßnahme tun , erst gegen die Maßnahmen selbst stehen dir dann Rechtsmittel zu .

Das bedeutet , erst gegen den Entzug der Fahrerlaubnis , welcher meistens ohne aufschiebende Wirkung erlassen wird , kannst du Widerspruch einlegen und ggf. eine Richterliche Entscheidung erwirken . 

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@Bley1914 nein das wollte ich auch gar nicht es ging mir nur um den sofortigen Entzug. Heißt, dass ich gar nicht erst die Chance bekommen würde eine MPU zu machen.

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@Lkwfahrer1003 Nochmals Vielen Dank!

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Kumpel hat das hinter sich : Verkehrspsychologe,MPU, 1Jahr Abstinenz nachweisen, durch Urintests, heißt 1 Jahr kein Auto fahren. Danach wieder 2 Jahre Probezeit.

Wieso 1 Jahr kein Auto fahren? Setzen die die Sperrzeit so lange an?

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Kann auch nach 6 monaten geschehen, bei ihm hats en jahr gedauert

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