MP3 Player am Steuer

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5 Antworten

Wenn es eine glaubwürdige Zeugenaussage gibt, die dich dementsprechend belastet, wird es schwierig, aus der Angelegenheit herauszukommen.
Wenn du gegen den Vorwurf vorgehen willst, musst du zunächst einmal innerhalb von zwei Wochen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen.Weise darauf hin, dass der Zeuge vermutlich gesehen hat, wie du den MP3-Player bedientest (was ja nicht verboten ist).

Sollte die Bußgeldstelle bei ihrer Ansicht bleiben, wird es zu einem gerichtlichen Verfahren kommen. Dort hat ein Zeuge immer ein wenig "Glaubwürdigkeitsvorsprung" vor dem Betroffenen, weil der Zeuge zur Wahrheit verpflichtet ist, während der Betroffene schweigen oder auch lügen darfst (solange er dadurch keine anderen Straftaten begeht).

Die einzige Chance vor Gericht, dich von dem Vorwurf zu befreien besteht dann darin, dass du die Glaubwürdigkeit des Zeugen erschütterst, sodass der Richter Zweifel daran bekommt, ob der Zeuge tatsächlich ein Handy gesehen hat, oder ob es nicht auch etwas anderes gewesen sein kann, etwa dein MP3-Player. Nur wenn dir das gelingt, wirst du mit einem Freispruch rechnen können, andernfalls kann dich der Richter allein aufgrund der Zeugenaussage verurteilen.

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FuckPayPal 23.08.2012, 12:40

Wenn der Zeuge Polizist ist (wovon ich stark ausgehe) ist die Sache gelaufen. Da Polizisten sich IMMER ganz genau an den Vorfall erinnern können^^ (egal ob es so war oder nicht) Im Zweifelsfall wird auch jedes Gericht der Aussage eines Beamten Glauben schenken, wenn es 2 Polizisten waren (auf Streife) dann sowieso. Eigentlich müsste auf dem Anhörungsbogen unten ja auch stehen wer Zeuge ist. Wenn dann da PHM oder POM "Schmidt" steht war es einer von der Polizei. Sollte da nur ein Name stehen ohne zusätzliche Bezeichnung (Privatperson) stehen die Chancen auf einen Widerspruch besser (Aussage gegen Aussage)

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JotEs 23.08.2012, 13:15
@FuckPayPal

Was soll dieses polemisierende Geschwätz?

Es kommt weder auf die Anzahl noch die Berufe der Zeugen an. Entscheidend ist, wie ich auch bereits geschrieben habe, dass ein Zeuge zur Wahrheit verpflichtet ist und deshalb grundätzlich zunächst eine höhere Glaubwürdigkeit genießt, als ein Betroffener, dem zugestanden wird, schweigen oder gar lügen zu dürfen, um seine Haut zu retten. Das gilt etwa auch dann, wenn der Betroffene Polizist ist und der Zeuge Zivilist. Auch dann genießt der Zeuge zunächst eine höhere Glaubwürdigkeit - bis sie evtl. erschüttert wird.

Im Zweifelsfall wird auch jedes Gericht der Aussage eines Beamten Glauben schenken,

Im Zweifel muss das Gericht den Betroffenen freisprechen! Deshalb ist die einzige vernünftige Verteidigungsstrategie gegen eine Zeugenaussage, die Glaubwürdigkeit der Zeugen zu erschüttern, sodass das Gericht ins Zweifeln gerät. "Aussage gegen Aussage" ist Quatsch (tatsächlich steht Zeugenaussage (Wahrheitspflicht ) gegen Betroffeneneinlassung (darf schweigen und sogar lügen)). Es bringt überhaupt nichts, einfach nur zu behaupten: "Ich war es nicht!"

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Wenn es einen Zeugen gibt (vermutlich ein Polizeibeamter) dann hast Du schlechte Karten. Ausserdem macht es ja wohl kaum einen Unterschied ob Du einen Fussgänger wegen Rumspielen am Handy oder am MP3-Player todfährst... Wenn man Auto fährt hat man gefälligst die Augen auf die Strasse zu richten. Ich bekomme jedesmal einen Anfall wenn Leute vor mir Schlangenlinien fahren weil sie während der Fahrt am Navi ect. rumspielen. Die größten Knaller sind dann Diejenigen, die sich mit dem Beifahrer unterhalten und meinen dem Beifahrer dabei ins Gesicht sehen zu müssen. Sorry aber dafür hab ich absolut kein Verständnis, es sollte Jedem bewusst sein wieviele Meter sich ein Fahrzeug in der Sek. bewegt und was passiert wenn plötzlich ein Fussgänger in die Fahrbahn läuft.

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es gibt keinen beweiss und wenn du nicht telefoniert hast und es dein mp3 war ..

du brauchst nur einen einspruch einsenden fehlende beweislage und alles wird fallen gelassen!

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JotEs 23.08.2012, 12:04

Sooo einfach ist das sicher nicht!
Zumal das hier:

es gibt keinen beweiss

nicht stimmt, denn irgendjemand muss den Betroffenen ja gesehen haben, als der (vermeintlich) mit seinem Handy spielte und ihn angezeigt haben. Und dieser Jemand ist Zeuge, seine Aussage ist ein sogenannter Personalbeweis (im Unterschied zu einem Sachbeweis).

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Hallo DVDa0123,

sofort Einspruch gegen den Bescheid erheben! Dafür gibt es gute Gründe:

  • ausschließlich die Benutzung von Handys ist gem. § 23 Abs. 1a (STVG) verboten.

http://www.gesetze-im-internet.de/stvo/__23.html

  • die Bedienung aller anderen Geräte (Radio, Zigarettenanzünder, MP3 Player, Navigationsgerät, etc. ) obliegt dem § 1 StVO:

Nach § 1 Absatz 2 StVO hat sich jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Bei einem Crash ist eine Allein- oder Mithaftung möglich.

Hast du also niemanden gefährdet, behindert oder geschädigt, hat der Bescheid keine rechtliche Grundlage. Da haben sich die Ordnungshüter offensichtlich geirrt, es sei denn, du hast den MP3 Player des Handys verwendet.

Wird schon schief gehen

EF2

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FuckPayPal 23.08.2012, 12:29

So so...Und was ist mit Strassenverkehrsgefährdung?

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eurofuchs2 23.08.2012, 12:31
@FuckPayPal

§ 1 StVO, habe ich angesprochen! Nur wenn niemand gefährdet wurde, gibt es auch nichts bestrafen, oder?

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FuckPayPal 23.08.2012, 12:42
@eurofuchs2

Eine Gefährdung ist ganz schnell konstruiert. So ist es z.B. Standard bei Alkoholsündern folgendes in den Bericht zu schreiben: " Herr XY fuhr in deutlich erkennbaren Schlangenlinien".

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eurofuchs2 23.08.2012, 12:49
@FuckPayPal

Im Bußgeldbescheid steht doch der Vorwurf. Was soll denn da konstruiert werden.

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Crack 23.08.2012, 22:22
@eurofuchs2

@ FuckPayPal:

Wirf bitte nicht mit Begriffen um Dich die Du offensichtlich nicht verstehst.

"Strassenverkehrsgefährdung" gibt es nicht, Du meinst sicher "Gefährdung des Straßenverkehrs"

Musik hören oder Telefonieren fällt garantiert nicht darunter.

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__315c.html

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ganz einfach Einspruch einlegen. Es entspricht ja nicht der Tatsache.

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