Mottorad Batterie aufladen Aber welche einstellungen...

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2 Antworten

Die Batterie besitzt eine Kapazität von 7 Ah. Du kannst sie mit dem beliebten "Zehntelstrom" laden (also ein Zehntel der Akkukapazität in Ampere ohne Beachtung der Zeiteinheit), das wären dann 700 mA. Ich selbst lade auch Bleiakkumulatoren gern mit deutlich höheren Strömen, weil dadurch der Innenwiderstand erfreulich niedrig bleibt. Meiner Beobachtung nach steigt dieser auch bei Bleiakkus, wenn man stets nur nach der Zehntelmethode lädt.

Allerdings macht sich eine Überladung beim Laden mit höheren Strömen richtig negativ bemerkbar, die Batterien fangen regelrecht an zu kochen und verlieren unwiederbringbare Kapazität.

Wenn also mit höheren Strömen geladen wird, sollte entweder eine Ladeüberwachung im Spiel sein oder man entlädt den Akku vor der Ladung vollständig und benutzt beim Laden mit erhöhtem Strom eine Zeitschaltung (in diesem Fall z. B.: 2 Ampere Ladestrom der nach drei Stunden auf Erhaltungsladung umgeschaltet wird).

Bei der Standardaufladung (1/10 der Kapazität in A) ist so ein Akku nach rund 14 Stunden voll, sobald er anfängt zu köcheln sollte man etwas auf ihn achten, erwärmt er sich stark, sofort abklemmen.

Also mit meinen Ladekabel schaffe ich gerade mal 500 mA .... Lädt sich da überhaupt etwas auf oder muss ich tage warten ?

Mfg andre

Ps Danke für deinen info text ;)

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@andre577

Ja, doch, das ist zwar nicht gerade ideal, aber mit 500 mA kannst du den Akku auch aufladen, er müsste dann nach ca. 19 bis 20 Stunden voll aufgeladen sein.

Diese Zeitangaben sind sowieso immer nur "Circaangaben", in der Praxis liegt die tatsächliche Kapazität vieler Akkus deutlich unter der Herstellerangabe und sinkt während des Akkulebens dann auch noch.

Ladegeräte wie:

http://www.conrad.de/ce/de/product/201015/VOLTCRAFT-Blei-Akku-Ladestation-CT-1500Pb-201015-CT-1500Pb-Blei-Ladegeraet-fuer-Blei-Gel-Blei-Saeure-Blei-Vlies/SHOP_AREA_14719&promotionareaSearchDetail=005

bieten die Möglichkeit, die exakte Kapazität zu messen, ich selbst betrachte einen Bleiakku noch als tauglich, wenn er mehr als die Hälfte der angegebenen Kapazität besitzt.

In deinem Fall könnte das also z. B. auch bedeuten, dass der Akku bei einer Aufladung mit 500 mA bereits nach zehn Stunden "voll" ist. Ohne Messmöglichkeit tappt man da aber im Dunkeln.

Deswegen mein Tipp: leichtes Gasen eines Bleiakkus (und ein damit verbundenes leises "Ticken" ist völlig normal, bei starkem Gasen (Köcheln) werde ich aufmerksam und bei auffälliger (!) Hitzeentwicklung trenne ich einen Bleiakku sofort vom Ladegerät.

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Motorradakkus sind relativ empfindlich gegen Tiefentladung und auch Überladung. Aber im Normalbetrieb recht robust. Ein extrem teures Ladegerät ist nicht notwendig, besser ein billiges dass dafür ausgelegt ist und immer dranhängt. Das teuerste was ich nehmen würde ist so etwas: http://www.amazon.de/Cartrend-50132-Mikroprozessor-Batterie-Ladeger%C3%A4t-Batterien/dp/B002B551YC/ref=pd_cp_ce_0

Nicht stark genug dass es den Akku zu schnell lädt aber es könnte mit 3,8A schon in 2 Stunden voll laden, tut es aber nicht. Solche Geräte sind so nebenbei von manchen Batterieherstellern vorgeschrieben wenn man auf die Batterie die 5-Jahresgarantie haben will. Ein Bleiakku ist ohne Belastung und ohne Ladung nach ca 4 Monaten leer und "stirbt" dann.

Selbst beobchten und je nach Gasungszustand abschalten zerstört den Akku auch in kurzer Zeit, vor allem sitzt man ja nicht 24 Stunden vor dem Ding und beobachtet es.

Das von Smatbohn empfohlene Ladegerät ist gut aber für einen Akku etwas zu teuer un d zu hochtechnisch. Hast mehrere Bleiakkus mit verschiedenen Spannungen dann wäre dieses Gerät erste Wahl.

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