Mottenbekämpfungsart

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Motten sind interessante Tierchen. Sie lieben Dunkelecken, man hört sie nicht, und sie können sich - wenn man sie im Flug fangen will - plötzlich "unsichtbar" ;-) machen... Vom Ei zur Raupe zur Motte sind es etwa vier Wochen. Die Eier können aber sehr lange ruhen und überstehen problemlos Hitze und Kälte.

Eine Bekannte eines Freundes hat mit großem Erfolg kleine ungefähliche "Kammerjäger" eingesetzt: Schlupfwespen. Sie sind unauffällig, giftfrei, effektiv, winzig (sozusagen unsichtbar), gesundheitlich völlig unbedenklich, und wenn die Motten verschwunden sind, verschwinden sie auch - einfach klasse! Es gibt Sorten für Getreide- oder Kleider-Motten! Sie legen ihre Eier IN die (sonst total unverwüstlichen) der Motten, und die klitzekleinen Schlupfwespenlarven fressen die Eier dann von innen auf. Googeln! Man kann sie bestellen, werden dann als Larven in kleinen (Doppel-)Kärtchen geliefert, in mehreren Lieferungen, je nach Anbieter 3 oder 4 mal, im Abstand von 2 oder 3 Wochen, um alle Motten-Generationen zu "erwischen". Die Karten stellt man dann in die Schränke usw. - Man sollte darauf achten, wie viele Larven auf einer Karte sind (ca. 2000 oder ca. 3000) und ob sie in verschiedenen Entwicklungsstufen kommen, um wirklich durchgängig ihre Arbeit verrichten zu können. Außerdem ist wichtig zu errechnen, wieviele Karten man braucht, das kommt auf die zu bearbeitende Quadratmeterzahl an, da die Viecher nur krabbeln, nicht fliegen. Eine Karte reicht in der Regel für einen Quadratmeter Regal-/Schrank-/Wand-/Vorrats-/Kleider-Oberfläche (also zB in einem Schrankfach Wände und Decke mitrechnen!). Ersetzt natürlich nicht das Ausräumen, Entsorgen und Putzen. Das bleibt dir (leider...) in keinem Fall erspart!

Die Pheromonfallen (Drogerie) können helfen, aber auch neue Motten anlocken (sie locken mit dem Sexualduftstoff die Männchen auf die Klebefläche). Motten "einsammeln" mit dem Staubsauger(-rohr) hilft, die Mottenmenge einzudämmen, geht aber nicht dem Nachwuchs an den Kragen, erst wenn er ausgeschlüpft ist (ebenso die Fallenmethode). Kleider muss man auch immer wieder lüften/ausschütteln gegen die "Nester". Vorbeugend halte ich auch viel von Lavendel und Zedernholz. Es gibt auch Neem-Spray, riecht super und hält die Flatterviecher fern.

Wenn wirklich gar nichts hilft, hilft nur noch der "große" (menschliche) Kammerjäger, leider mit Gift. (Motten können übrigens auch in/von Holzvertäfelung/-leisten leben!!!)

Mottenpapier aus der Drogerie holen, Vorräte, in denen Die Biester drin sind, ausmisten.

Welche Motten? Kleidermotten oder Getreidemotten?

In beiden Fällen muß man die Schränke leeren und peinlichst saubermachen. Und für jedes gibt es spezielle Gegenmittel, je nachdem ob Du auf Chemie setzen willst, oder nicht.

Pheromonfallen wären die biologische Variante der Bekämpfung der erwachsenen Tiere.

Für Kleidermotten auch Lavendel und Zedernholzöl.

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