Motorumbau in der Schweiz / Liechtenstein?

2 Antworten

Hallo

das muss man mit der MFK vorher abklären bzw die MFK will bei mehr als 10% Leistungsdifferenz eine Umbaubescheinigung vom Hersteller als Prüfvorlage.

Aber

  • Daimler Benz und AMG sind unterschiedliche Hersteller. Man kann keinen AMG Motor in einen Daimler Benz einbauen und Typsieren bzw das kann nur AMG oder ein "Tuner" mit denn anfallenden Typisierungskosten.
  • Das 6 Gang Handreisser (717.460 oder 716.622) aus dem SL230K "überlebt" einen AMG V6 112.960 Kompressor bei einem Volllastsprint und Grip auf der Hinterachse nur wenige Sekunden. Also muss man auf 716 667 vom 320 Umbauen dass man bei einem Getriebebauer verstärken lässt. AMG hat modifizierte 716 667 im Versuch gehabt und sich dagegen entschieden
  • der AMG V6 hat andere Bremsen, eine andere Vorderachse, eine andere Hinterachse, einen anderen Kardan, ein anderes HA Mittelstück mit Sperre, Zusatzölkühler, Bremsgerät, ABS Hydroagregat
  • es gab diverse Tuner die denn M111 230 K auf Turbo umbauten und auf 275 bis 300PS geblasen haben bzw dem Leistungslimit des verbauten Getriebes. Ich glaube MKB hatte eine aufgebohrte 2,5L Version mit 350PS im Dauerlauf dann kam der M271.

danke für die Info, werde dies meinem Bruder weiterleiten :)

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Salue

In der Schweiz wird dies sehr hart gehandhabt. Der Wechsel des Motors zählt als Tuningmassnahme. Das Fahrzeug behält seine Identät sein Autoleben lang bei. Man kann also nicht damit argumetieren, dass es diesen M112-Motor in diesem Modell gegeben hätte.

Für Tuning gilt: Sollte der Mehrleistung mehr als 20% betragen, muss der "ursprüngliche Fahrzeughersteller" (also das Mercedes-Werk) bestätigen, dass er mit diesem Umbau einverstanden ist. Das Werk trägt ja das Produktehaftpflichtrisiko.

Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Mercedes dies bewilligen würde. Nehmen wir an, sie machen es doch. In diesem Fall muss der Umbauer die Nachweise erbringen, dass die Abgas- und Lärmvorschriften immer noch erfüllt werden. Solche Nachweise werden in Labors gemacht und kosten ein Vermögen. Es besteht bei gebrachten Motor eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass dies auf Anhieb nicht erfüllt werden kann.

Wird der Umbau illegal gemacht, besteht eine Strafandrohung gegen den Fahrer, den Fahrzeughalter und den Umbauer.

Es ist auf jeden Fall viel günstiger, sich gleich ein Modell zu kaufen, welches den Anforderungen genügt.

Die Schweiz hat nicht nur die EU-Vorschriften komplett übernommen, in der Schweiz werden die "gelebt".

Tellensohn

Danke für die Info.
Den M112 Motor gibt es im gleichen Modell - SLK 32 AMG (aus dem gleichen Baujahr)

Der M111 leistet 197ps / der M112 354ps jedenfalls mehr als 20%.

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@Absurd65

Da siehst Du das Problem. Die Auslegung, dass ein Auto seine Originalausrüstung ein Leben lang bewahrt, definiert dies als Tuning. Das macht die Sache schwierig.

Zudem die 20% Mehrleistung sind eine Schweizer Eigenart, in der EU gelten 40%.

So sieht man an Autotreffen manchmal ausländische Fahrzeuge, an denen Änderungen vorgenommen wurden, bei denen der CH-MFK Experte einen Herzinfarkt kriegen würde.

Tellensohn

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