Motorschaden bei Autokauf (privatkauf)

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12 Antworten

Hallo,

hier ein interessanter Beitrag, wonach eine Rückabwiclung des Kaufvertrages nicht unmöglich ist :

"Die Rechtslage ist einfach: Wenn der Käufer nachweisen(!) kann, dass der Verkäufer vondem Schaden wusste, kann er den VK wegen arglistiger Täuschung vor Gericht zerren, bzw. den Kauf rückabwickeln.

Der Nachweis ist schwer, jedoch nicht "unmöglich".

Beim Gebrauchtwagenkauf sollte darauf geachtet werden, dass zahlreiche Werkstattrechnungen mitgegeben werden. Der eine Grund ist, dass man weiß, was gemacht wurde - der viel wichtigere Grund ist jedoch, dass man weiß "wer" es gemacht hat.

Wenn der Ölverbrauch vorher schon hoch war, liegt es nahe, dass der Verkäufer bereits Reparaturversuche unternommen hat und wo, wenn nicht in seiner "Stammwerkstatt"?

Also heißt es nun, die alten Werkstattrechnungen zu durchwühlen und die Werkstätten anrufen ob der Wagen dort vor dem Kauf war und ob es Rechnungskopien oder Werkstattaufträge oder mündliche Beratungen gibt.

Wenn die Reparaturhistorie unbekannt ist, dann hilft eine Glücks-Suche. Dazu die Werkstätten anrufen, die in der Nähe des Wohnortes sind und zu Unterlagen zum alten Kennzeichen fragen.

Gruß, Frank "

Text ist aus:

http://www.bmw-syndikat.de/bmwsyndikatforum/topic249284_Rechtslage_nach_Autokauf_von_Privat___Motorschaden_Geplaudere.html

Dein Freund könnte sich von einem Anwalt beraten lassen, eine erste Beratung kostet nicht die Welt !

Emmy

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Wenn euch die Werkstatt bescheinigen kann, dass der Schaden schon beim Kauf vorgelegen haben MUSS und der Vorbesitzer etwas hätte merken müssen, dann ja. Ansonsten lohnt sich das nicht weil es ein Privatkauf war. Hat der Verkäufer jedoch nicht ausdrücklich im Kaufvertrag hingewiesen, dass es sich um einen Privatkauf handelt und das es keine Garantie und keine Rücknahme gibt, dann könnt ihr dagegen angehen.

Ich denke, dass ihr da gute Chancen hättet und somit solltet ihr das eurem Anwalt übergeben, dass der sich das im Vorfeld nochmal anschaut...

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In welchem zeitlichen Korridor bewegt sich das ganze? Habt ihr das Auto zwischen Kauf und Motorschaden schon genutzt? Wurde ein Gewährleistungsausschluss vereinbart?

Wenn der Motorschaden schon bei Übergabe vorhanden war, dann ist der Verkäufer nachbesserungspflichtig im Rahmen der Sachmängelhaftung. Wenn er dazu noch von dem Mangel wusste und ihn verschwiegen hat, könnt ihr sogar vom Verkauf zurücktreten. Gleiches gilt auch für grobe Abweichungen des km-Stands

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Kommentar von Melinablome
05.02.2015, 10:10

am 23.12. war der Kauf am 29.12. Ummeldung und ein paar tage später dann die reifen gewechselt und dann ging er nicht mehr an..

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Nach § 444 BGB kann sich der Verkäufer auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, NICHT BERUFEN, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen hat oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.

Ein Mangel liegt vor, wenn der tatsächliche und der im Kaufvertrag aufgenommene Kilometerstand deutlich von einander abweichen.

Arglist setzt allerdings Kenntnis des Mangels voraus, fahrlässige Unkenntnis genügt nicht. Da hier die Rede von einem "geschätzten Kilometerstand" ist, kann es durchaus möglich sein, das der Verkäufer den wirklichen Kilometerstand nicht kannte. Des Weiteren tragen Sie als Käufer die Beweislast dafür, dass Arglist vorlag, d.h. Sie müssen beweisen, dass der Verkäufer den Mangel zum Zeitpunkt der Vereinbarung kannte.

Ähnliches gilt für die defekte Ölpumpe. Auch hier ist die Frage ob das Fahrzeug als fahrbereit verkauft wurde und ob dem Verkäufer bekannt war, dass die Ölpumpe defekt ist.

Hat er den Defekt arglistig verschwiegen, gilt das oben bereits geschriebene.

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Da der Kilometerstand falsch angegeben wurde. lässt der Vertrag auf arglistige Täuschung schließen, denn der Tachostand ist der Hauptnachweis, dass der Motorschaden nicht erst in den Händen des Käufers entstanden ist. Ich würde mir daher einen Anwalt nehmen, der die Sachlage entsprechend darstellt. Von einem Gutachterkrieg würde ich allerdings Abstand nehmen.

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mal abgesehen davon, daß man Autos genau aus diesen Gründen nicht bei privat kauft, ist jetzt guter Rat schwierig. Holt Euch ein Beratungsgespräch beim Anwalt. Je nach Versicherung ist dieses sogar kostenlos.

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Grundsätzlich trifft den Verkäufer eine Gewährleistungspflicht. Das bedeutet, dass er bei einem Mangel, der schon bei der Übergabe vorlag, zur Nachbesserung, unter bestimmten Voraussetzungen auch zur Rückgewähr oder Duldung der Minderung des Kaufpreises oder zum Schadensersatz verpflichtet ist. Jedoch könnten diese Pflichten auch durch den Kaufvertrag abbedungen sein.

Jedoch musst du die Beweislast dafür, dass der Mangel schon bei Übergabe vorlag, tragen. Denn ab der Übergabe trägt der Käufer die Gefahr der zufälligen Verschlechterung.

Die Angabe über den falschen Kilometerstand könnte darüber hinaus eine arglistige Täuschung darstellen. Dafür genügen falsche Angaben, die "ins Blaue hinein" geäußert wurden.

Du solltest einen Fachanwalt für Kaufrecht aufsuchen.

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Ein Gutachter glaube kann dir/ihn das Fahrzeug begutachten und feststellen von wann ungefähr der schaden stammen könnte (Ob er schon älter ist oder doch ihr dafür verursacht habt) ich würd sagen, besorgt euch mal so einen von der versicherung eures vertrauens. meinen Golf MK2 G60 Umbau mit VR6 (nee sorry zerstörter VR6) hab ich erst die tage verkauft (Privat zu Privat) Hab da auch nur einen groben Kilometerstand angegeben da kein Tacho vorhanden war (War ein Bastlerauto was den weg nach Bautzen Tuningtreff finden sollte) R.I.P. mein Großer. Ich bin derzeit im Rechtsstreit mit der Werkstatt die mir den Turbolader eingebaut hat. Dieser war offenbar zu stark eingestellt und irgendwie hab ich nur noch bemerkt wie schön zylinder köpfe fliegen können und wie tatsächlich kaputt mein schöner lang zusammen gesparter VR6 zu nichte ging. Fahrzeug wurde mit totalschaden verkauft. lg

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Von Privat zu Privat gibt es keine Garantie, wenn sie im Vertrag nicht vereinbart ist, da hast du Pech

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Kommentar von franneck1989
05.02.2015, 10:00
Von Privat zu Privat gibt es keine Garantie

Aber Sachmängelhaftung, von daher ist deine Antwort grober Unfug

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Naja, theoretisch ist es möglich, dass er nichts davon wusste. Deswegen sollte man bei einem Privatkauf von Autos auf eine vorherige Untersuchung bestehen/diese durchführen lassen.

Gerichtlich wärt ihr nur dann erfolgreich, wenn der Schaden bereits bekannt war/schon beim Kauf bestanden haben muss, jedoch nicht vom Verkäufer erwähnt wurde.

Im Allgemeinen gibt es (wenn nicht im Vertrag vereinbart) bei Privatkäufen jedoch keinen Anspruch auch Garantieleistungen.

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wenn du dem Verkäufer nachweisen kannst, dass er von einem Mangel wusste, den er dir aber verschwiegen hat, hast du gute Aussichten, den Wagen zurückzugeben.

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Meine Frage nun: lohnt es sich gerichtliche schritte einzuleiten ?

Ohne den genauen Wortlaut des Kaufvertrages kann Dir hier keiner helfen

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