Motorrad fahren : Gefährlich und idiotisch oder super toll?

22 Antworten

Das Leben an sich ist ohnehin gefährlich. Das sollte also keinen schrecken.

Natürlich ist Motorradfahren gefährlich. Du hast keine Knautschzone und wirst auch gerne mal übersehen von anderen Verkehrsteilnehmern. Aber wie gefährlich es ist, liegt auch zum Teil am Fahrstil und Fahrverhalten des Fahrers selber.

Nicht Motorradfahrer bezeichnen es natürlich als idiotisch, sich auf einen Bock zu setze und durch die Gegend zu fahren. Aber die haben ja keine Ahnung, was es bedeutet auf eben diesem Bock zu sitzen und können daher auch nicht wirklich ein Urteil abgeben.

Und es ist supertoll auf einer Maschine durch den Odenwald, Spessart oder auf sonstwelchen schönen Straßen zu fahren, durch die Kurven zu schwingen und jeden Urlaub an der Gartenpforte zu beginnen. Denn der Weg ist das Ziel. Man lernt Land und Leute viel besser kennen und hat eigentlich in jedem Hotel immer den besten Kontakt zum Küchenpersonal. Das ging uns so in Frankreich, Italien, Kroatien etc. und auch in Deutschland.

Fazit: Motorradfahren ist zwar gefährlich, aber super toll.

...es ist weder das Eine noch das Andere ------> ich finde es toll, wenn jemand an seinem Hobby Freude entwickelt & da ich selbst ein leidenschaftlicher Fan alter Mercedes bin, so einen auch im Alltag fahre, weiß ich wie schön so etwas doch ist :)

Alles steht und fällt aber mit der Fahrweise & dem Sicherheitsbewusstsein des Fahrzeugführers: Wer sich als Zweiradfahrer total obercool fühlt & der Ansicht ist, es allen zeigen zu müssen & jeder müsse gefälligst aus der Sonne gehen sobald man kommt, dadurch ggf. sich selbst überschätzt und andere Leute gefährdet, der ist verantwortungslos & würde wohl selbst einen Tretroller mit Karacho an die nächste Hauswand befördern.

Wer hingegen ein Gespür hat & nicht nur blind am Gashebel zieht, der kann mit dem Motorrad viel Freude haben und gefährdet niemanden. Trotzdem muss man immer auch auf andere achten, fast noch mehr als auf sich selbst.

Nach fast vierhunderttausend Kilometern auf dem Motorrad mit drei Unfällen und fünf eher harmlosen Stürzen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es immer noch eines der schönsten Hobbys ist und diese Art der Fortbewegung mir Land, Leute und die Natur in eine Perspektive nahegebracht hat, wie ich das in einem Auto nie erleben konnte.

Dass sich meine Abgänge in den ersten 20 Jahren meines Motorradlebens abgespielt haben, dürfte wohl ein Beweis dafür sein, dass mmit zunehmendem Alter erstens die Erfahrung zunimmt und zweitens die Risikobereitschaft entsprechend abnimmt.

Nur zum Vergleich: Ich bin im Leben keine 50 Stunden auf Skiern gestanden und habe dabei zwei böse Stürze gehabt, so dass ich das ziemlich schnell aufgegeben habe. Und auch beim Radfahren, meinem zweiten Hobby, haut es mich immer wieder mal hin, meistens bei Glatteis. Ich werde es trotzdem nicht aufhören.

Risiko gehört zum Leben. Man kann dem durch Besonnenheit entgegenwirken und vor allem durch Nüchternheit. Aber trotz allem: No risk, no fun.

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