Motorrad aus Niederlande kaufen, worauf achten?

2 Antworten

Es gibt in NL keinen "TÜV" in dem Sinne, wie Du das aus Deutschland kennst, also keine neutrale Begutachtung durch TÜV / DEKRA oder so.

In NL gibt es auch eine periodische Fahrzeugüberwachung "keuring", kurz genannt "APK", die wird in den Werkstätten von berechtigten Personen durchgeführt, ist aber mit der deutschen HU nicht zu vergleichen.

Prüfer und Werkstatt sind in NL ein und die selbe Person, d.h. der Prüfer in NL ist wirtschaftlich vom Ergebnis der Prüfung nicht unabhängig.

Anhänger unter 3,5t und Krafträder unterliegen in NL nicht der periodischen Fahrzeugüberwachung, das ist Eigenverantwortung.

D.h. da wird in NL an Motorrädern geschraubt, was das Zeug hält und was Gott verboten hat.

Dich erwarten bei einem Kauf ggf technische Mängel, als auch Unzulässigkeiten, Auspuff, Anbau- Umbauteile ohne Zulassung, wenn Du Laie bist, fällt das ggf erst bei der HU in Deutschland auf.

Zudem haben die Niederländer viele "Grauimporte" aus USA im Verkehr, wenn Du also auf Verkaufanzeugen schon Tacho in mls siehst, lieber Finger weg, das benötigt eh schonmal eine "Vollabnahme", da fehlen oft die Nachweise.

Vermeintliche Schnäppchen aus NL können schnell teuer werden. Ganz beliebt sind Auspuff ohne Zulassung und Reifen falscher Größe und nicht eingehaltener Reifenbindung sowie Lenkerumbauten.

Auf den technischen Zustand - auf ein Prüfsiegel ist auch in Deutschland nicht immer Verlass. Nimm also einen fachkundigen mit oder lass das Motorrad von jemanden begutachten. Achte zudem darauf, dass Du alle Papiere bekommst und das Fahrzeug in den Niederlanden abgemeldet wird. Für den Import fallen keine Gebühren an (EU !!)

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