Motive für Regulierung?

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1 Antwort

Die Finanzkrise, die zu staatlichen Unterstützungsmassnahmen für Banken in bis dato unvorstellbarem Ausmass geführt hat, sollte unmittelbar die Notwendigkeit von Bankenregulierung belegen. Ganz konkret und vereinfacht dargestellt: Banken sammeln von einer Vielzahl von Kleinanlegern und Investoren Gelder ein und 'verteilen' diese, z.B. in Form von Krediten, an Unternehmen und Privatpersonen mit Kapitalbedarf. Diese Intermediationsfunktion ist volkswirtschaftlich sehr nützlich. Ein Kleinanleger kann nicht selbst beurteilen, ob die Kreditvergabe einer Bank inkl. deren Konditionengestaltung rentabel ist. Er muss also darauf vertrauen, dass die Bank mit seinen (Spar)geldern risikogerecht umgeht. Die Bank hat also einen Informationsvorteil ggü ihren Kunden. Ein Grund der Bankenregulierung besteht also im Schutz der Einleger, damit Banken einerseits ihre volkswirtschaftlich nützliche Funktion ausüben können,  ohne dabei die Sicherheit der ihnen anvertrauten Vermögenswerte zu gefährden.  (Soweit zumindest die Theorie). Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Gründe. Aber das würde den Rahmen hier sprengen. Ich hoffe, die Antwort hilft dir zur ersten Einordnung mal weiter.

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