Motivationslosigkeit - Depression?

6 Antworten

Hallo Maria,

ob Deine Motivationslosigkeit in einer Depression begründet ist, vermag ich nicht zu sagen. Eine Diagnose sollte immer von einem Arzt gestellt werden. Sollte dieser eindeutig feststellen, dass bei Dir eine Depression vorliegt, wird er mit Dir über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sprechen.

Dazu gehört auf jeden Fall auch eine Psychotherapie. Du könntest Dir dann bei Deinem Hausarzt eine Überweisung in eine psychotherapeutische Praxis geben lassen. Die Behandlung wird normalerweise von der Krankenkasse übernommen. Allerdings muss man in der Regel mit einer mehrmonatigen Wartezeit rechnen.

Außerdem kann das das Gespräch mit einer verständnisvollen und mitfühlenden Person äußerst hilfreich sein! Wenn man es erst einmal geschafft hat, all das, was einen so sehr belastet, mit jemandem zu teilen, kann allein das schon große Erleichterung bringen! Was aber, wenn Du niemanden hast, dem Du Dich anvertrauen kannst oder möchtest? Es gibt Stellen, an die Du Dich wenden kannst und wo man Dir weiterhilft.

Eine sehr häufig genutzte Krisen-Hotline ist die Telefon-Seelsorge. Hier sprichst Du nicht mit einem "Seelsorger", sondern mit fachlich geschulten Leuten, die Menschen in verschiedensten Krisen Rede und Antwort stehen können. Hier sind drei Nummern, die Du anwählen kannst:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Wenn Du dort nicht sogleich durchkommst, so versuche es zu verschiedenen Zeiten! Es kann sein, dass diese Nummern zu den Stoßzeiten überlastet sind.

Ebenso anonym und kostenlos (vom Handy und vom Festnetz) ist die Nummer gegen Nummer: 116 111. Die Telefon-Sprechzeiten sind von Montag bis Samstag von 14.00-20.00 Uhr. Und hier gibt es eine Übersicht über Krisen-Notdienste: http://www.internet-notruf.de/

Wie Du siehst, Du wirst mit Deinen Problemen nicht allein gelassen! Du magst es anfangs für schwer bis unmöglich halten, mit jemandem über Deine Probleme zu sprechen. Doch wenn Du merkst, dass Dich Dein Gesprächspartner versteht, mag es Dir leichter fallen, Dich zu öffnen. Und ist das Eis erst einmal gebrochen, magst Du es als sehr erleichternd empfinden, Dich jemandem mitgeteilt zu haben!

Ich weiß ja nicht, wie Du dazu stehst, doch falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott sieht genau, womit Du zu kämpfen hast, und Du bist ihm nicht gleichültig! Du denkst vielleicht: Wie kann man da sicher sein? In der Bibel steht: "Du hast mein Elend gesehen. Du kennst meinen großen Kummer" (Psalm 31:7, NW 2013).

Aber sieht denn Gott nur zu, wenn wir leiden und tut nichts? Ganz bestimmt nicht. Er sichert denen, die sich im Glauben an ihn wenden, folgendes zu: "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen. Ich werde dich wirklich festhalten mit meiner rechten Hand der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10, NW 2013). Ist das nicht ein ergreifender Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du bald einen Weg aus der Krise findest und Du wieder fröhlich sein kannst! Und denke bitte daran, dass Menschen da sind, die Dir helfen können und wollen! Du stehst also nicht allein da! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

Sind sie Jevohas Zeuge? :)

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@Philipp59

Nein!! Im gegenteil, meine Oma ist ebenfalls Jehovas Zeugin und ich gehe am Samstag mit meiner Mama zu der Versammlung

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Ich kenne das von früher. Das Lähmende. Jetzt bringe ich mich durch milden Kraftsport in einem Studio morgens in Schwung.

Was deinen Schlafrhythmus betrifft, so könntest du mit rezeptfreien Mitteln, eventuell halbierten Tabletten, Hoggar Night oä., wieder in einen besseren Lauf kommen.

Denn mit diesen Schlafzeiten und nächtlichem Wachen bist du selbstverständlich total kraftlos.

Singen hilft auch gegen Depri, wegen des Atmens. Musik ist überhaupt gut. Und ein paar Atemtechniken und Entspannungsübungen könntest du dir aneignen.

Und Termine sausen lassen, das finde ich übel. Andere wären froh, sie hätten welche

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

hallo Maria,

es sind verschiedene Gründe denkbar, warum Du tust was Du tust und warum Du etwas unterlässt zu tun.

Spontan fallen mir dazu folgende mögliche Gründe ein:

  • im Endeffekt traust Du Dir nicht zu, das zu tun, was Du tun solltest oder was Du tun möchtest
  • Du hast Angst vor jeder neuen Situation, Du magst keine Veränderungen. Lieber sich in einer schlechten Situation befinden, als sich zu verändern.
  • Ein negatives Werte-Empfinden für sich selbst: "Ich bin es nicht wert, dass es mir besser geht."
  • Du bist Dir selbst gleichgültig

Welcher Grund es auch sein mag, jeder Grund hat einen Hintergrund. Du bist heute das Ergebnis Deiner Entwicklung von Gestern. Es gibt also einen Zusammenhang zwischen Deinem Denken von Gestern und Deinem Denken und Handeln von heute.

Das einzige, was wir heute wissen, ist: Da stimmt etwas nicht. So sollte es nicht sein.

Und daher rate ich Dir, Dich zu einem Psychologen oder Therapeuten zu begeben.

Danke dir!

Ich muss gestehen, dass du bei einigen Punkten recht hast!

Ich habe, wenn ich so in mich hineingehe, tatsächlich mehrere Ängste. Ich rede mir selbst immer ein, eine bestimmte Sache niemals schaffen zu können...

naja...ich werde baldmöglichst einen Termin bei einem Psychologen vereinbaren müssen, denn so kann und will ich nicht mehr weiterleben. Ich bin noch jung und möchte gerne so vieles noch erreichen.. :(

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Bewerbung zurückziehen bei ALG II

A hat sich eigeninitiativ bei einer Zeitarbeitsfirma beworben, die eine Stelle in der Nähe anbietet, aber die ZAF selbst ist ca. 100 km weit weg. Die ZAF möchte A daraufhin zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Nun hat sich A dazu entschieden, das Vorstellungsgespräch abzusagen und die Bewerbung zurückzuziehen, da die ausgeschriebene Stelle doch nichts ist. A erhält ALG II und schreibt mtl. 10-20 Bewerbungen (Auflage beträgt 5 pro Monat), je nach Lage. Kann das Jobcenter nun Sanktionen oder sonstiges auferlegen, sobald z.B. die Bewerbungsliste eingereicht wird, obwohl A sonst nie "negativ auffiel"? Wie soll das Zurückziehen gekennzeichnet sein auf der Liste? Einfach durchstreichen oder mit "Bewerbung zurückgezogen" markiert werden?

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