Motivation kein Fleisch zu essen?

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Denke ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so darüber nach. Es wurde ja bald immer mehr selbstverständlich und ich hatte eigentlich auch nie wirklich ernsthafte Sehnsucht nach einem Stück Steak oder nach einer Bratwurst von Schweinemett oder so. Stattdessen gab´s häufiger Haferflocken oder Hirserisotto wenn ich hunger hatte. Und nachdem ich gegessen hatte, war ich satt. So ist es bis heute.

Wir benötigen neun essentielle Aminosäurebausteine und bei einer normalen Ernährung, findet automatisch ein Ausgleich eines eventuell produktbedingten Aminogramms statt. Die biologische Wertigkeit von Lebensmitteln wird also danach bestimmt, wie ähnlich die darin enthaltenen Proteine den menschlichen Proteinen sind. Man sagt, je ähnlicher sie den körpereigenen Proteinen sind, desto leichter kann der Organismus daraus körpereigenes Material herstellen. Tierische Eiweiße kommen dem menschlichen Eiweißen ähnlich und darum erkennt sie auch der Körper als komplett an, weil sie alle neun essentiellen Aminosäurebausteine enthalten. Darum speichert der menschliche Körper das tierische Eiweiß. Mehr noch, er speichert es sogar fortlaufend immer weiter. Je mehr tierisches Eiweiß ein Mensch zu sich nimmt, desto mehr speichert er. "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft!" – Glaubt man dem Werbeslogan der Fleischindustrie, so weckt Fleisch neue Lebensgeister und ist für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Das stimmt so jedoch nicht, denn nicht nur Fleisch, sondern jedes Lebensmittel, das ausreichend Nährstoffe und Energie liefert, bringt auch neue Kraft. Manche sind sogar der Ansicht, die Vegetarier kämen auch irgendwie blass und kraftlos daher. Aber gerade dieser Eindruck könnte ursächlich auch der eigenen subjektiven oder selektiven Wahrnehmung geschuldet sein, wenn man etwa rote Wangen, als besonders gesund definiert. Die Wirklichkeit sieht aber oft ganz anders aus. Und Kraft ist auch nicht alles im Leben! Der Mythos vom Lebensenergie spendenden Fleisch entstand in einer Zeit, als Fleisch noch eine Besonderheit war und eher selten auf den Tisch kam. Tierische Lebensmittel waren zu bestimmten Zeiten evolutionär für uns Menschen oftmals leichter verfügbar, weil sie dem menschlichen Organismus schneller mit sehr viel kompletten Eiweiß versorgen konnten. Besonders in der Not, schien es da den Vorfahren schlichtweg egal gewesen zu sein, woher die Proteine kommen, welches sie da verspeisen, weil gerade vorhanden als die benötigte Energiezufuhr. Dabei ging es wohl auch weniger um die eigene Langlebigkeit oder um die Vermeidung von Krankheiten, die sich meist erst in späteren Lebensjahren auswirkten, als viel mehr um die Weitergabe der eigenen Gene, während der ersten 30 Lebensjahre, in denen Zivilisationskrankheiten einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft, noch keine Bedeutung hatten. Deshalb gab es z.B. während des Zweiten Weltkriegs in Dänemark kaum Herzinfarkte, weil die deutschen Besatzer alle Nutztiere für sich beansprucht hatten. Nach Kriegsende ist die Zahl dann wieder gestiegen. Allein durch das Weglassen tierischer Kost würden sich bei manchen Patienten die Herzkranzgefäße nach einem Anfall sogar wieder öffnen. Vor allem tierische Proteine erhöhen das Risiko für Herzkrankheiten. Es ist wie ein Hilferuf des zentralen Blutmuskels, auf die es rechtzeitig zu hören gelte. Und Gerade die Ernährung ist der Grund für viele Leiden aus medizinischer Sicht. Wenn wir uns also die präventive Wirkung von Proteinen anschauen, dann sehen wir plötzlich, dass tierisches Protein mit einem beträchtlich erhöhten Risiko für Zivilisationskrankheiten einhergeht. Das haben auch Bodybuilder wie Arnold Schwarzenegger irgendwann später erkannt, nachdem Arni Jahre lang reichlich tierisches Protein gefuttert hatte. Heute propagiert Arni auch schon längst viel mehr für die vegetarische Lebensweise. Denn wir müssen sehen, dass auch in den Pflanzen alle neun essentiellen Aminosäuren enthalten sind, nur eben in unterschiedlichen Konzentrationen. Deshalb macht es Sinn, die verschiedenen Lebensmittel miteinander zu kombinieren.

Vegane Produkte sind einerseits gut weil es sie gibt, aber andererseits in Form von Fertiggerichten sind sie natürlich viel teurerer, etwa in Relation zur Menge eines Rohstoffs gerechnet, der darin enthalten ist. Dieses Problem kennen wir aber auch von den anderen Fertiggerichten, in denen Zutaten tierischen Ursprungs, Fleisch- und Wurstwaren enthalten sind. Fertiggerichte können zwar einerseits sehr praktisch für Menschen sein, die wenig oder gar keine Zeit haben, selbst zu kochen, wer sich aber andererseits das Geld sparen möchte, der wird ums Selberkochen und ausprobieren nicht herumkommen. Generell empfehle ich den Menschen, die heute auf vegane Ernährung umstellen wollen, vor allem gleich zu Anfang, keinen all zu großen Druck aufzubauen. Lieber etwas nachgiebiger sein als zu streng mit sich und trotzdem konsequent alle tierischen Produkte meiden, das ist dabei der einzige, etwas künstlerisch anmutende Balanceakt. Es ist alles nur eine Übungs- und Gewohnheitssache, die vegane Ernährung für sich ganz individuell und langfristig durch eigene Erfahrungswerte abzustimmen und die Angst dabei spontan verhungern zu müssen, die ist absolut unbegründet. Denn kein Mensch futtert ständig nur an einer einzigen Eiweißquelle herum. So können wir auch mit pflanzlicher Kost eine gute Aminosäurenverteilung erreichen und damit auch die biologische Wertigkeit einer rein pflanzlichen Nahrung erhöhen. Die Sorge, mit pflanzlicher Ernährung zu wenig Eiweiß zuzuführen, ist daher unbegründet. Um unseren Tagesbedarf an Eiweiß zu decken, reicht es schon aus, wenn nur 9 - 11 Prozent der gesamten Energiezufuhr aus Eiweißen besteht. Die Kulturen in aller Welt, haben für ihre Küche ganz intuitiv die Kombinationen gefunden, in denen auch in vegetarischen Gerichten alle neun essentiellen Aminosäuren enthalten sind. Die italienische Küche ist beispielsweise berühmt für ihren vegetarischen Bohneneintopf geworden. 

Aus eigener Erfahrung kann ich nur weiter dazu ermuntern, den Konsum tierischer Nahrungsmittel so gering wie möglich zu halten. Wenn man sich aber Vegetarier nennt und lediglich auf Schweine- und Rindfleisch verzichtet, dafür aber Fisch, Huhn, Milch- und Milchprodukte in rauen Mengen weiter zu sich nimmt, kommt es nur zu einer ersatzweisen Verschiebung, bei der noch kaum ein gesundheitlicher Nutzen erwartet werden darf. Gerade bei solchen ersatzweisen Verschiebungen kommt es bevorzugt zu ungünstigen Eisen-, Magnesium- und Calciummangel. Es wäre durchaus sinnvoll, gerade auch in Anbetracht der Folgen von Massentierhaltung, sich öfters die Frage zu stellen, ob es wirklich nötig ist, Kuhmilch zu verwenden oder ob ich sie nicht doch durch etwas anderes ersetzen kann. Damit ist nicht gemeint, von heute auf morgen gleich komplett auf alle Milch- und Milchprodukte verzichten zu müssen. Die Hälfte des Tellers besteht aus buntem Gemüse und frischem Obst, mindestens die Hälfte des Getreides ist Vollkorn, mehr vegetarische Gerichte, günstige Abwandlungen von eiweißreichen Mahlzeiten wählen und die richtigen Portionsgrößen essen und trinken. Wer das alles befolgt, wird auf lange Sicht keinen Mangel haben an wichtigen Vitaminen und Spurenelementen wie Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium oder Zink.

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Die Tiere die in unserer Gesellschaft getötet und gegessen werden, sind auf genau die gleiche Weise empfindungsfähig wie wir. Das, was wir ihnen antun, nehmen sie sicher genau so wahr, wie wir es an ihrer Stelle tun würden. Sie mögen nicht unseren Intellekt haben, aber um zu Leiden braucht man keinen Intellekt. Dabei gibt es in den Industrienationen der ersten Welt heute keine Notwendigkeit mehr Tiere zu essen oder als Rohstoffquelle auszubeuten. Kein Tier will ausgebeutet werden, kein Tier will eingesperrt sein, und kein Tier will sterben.

Außerdem ist der generelle Fleischkonsum viel zu hoch. Es wird viel mehr Fleisch gegessen, als ökologisch nachhaltig produziert werden kann. Fleischkonsum gehört zu den wesentlichen Verursachern von Treibhausgasen, die den Klimawandel verschlimmern:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/klimawandel-fleischkonzerne-co-emissionen-1.4058225  

Veganer sparen jährlich im Schnitt zwei Tonnen Treibhausgase:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/veganer-sparen-jaehrlich-zwei-tonnen-treibhausgase-a-1264577.html

Zudem importiert Deutschland auch Tierfutter für Nutztiere aus Ländern wie Brasilien. Dort wird zur Schaffung der Ackerflächen der Regenwald brandgerodet:

https://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/fleisch

https://www.transgen.de/lebensmittel/2622.futter-soja-ohne-gentechnik.html

Hinzu kommt der hohe Ressourcenverbrauch. Ein Nutztier muss im Schnitt erst einmal sieben Kalorien pflanzlicher Nahrung fressen, um selbst eine Kalorie tierischer Nahrung zu produzieren. Verfüttert wird hauptsächlich Kraftfutter aus Mais, Soja, Weizen und Raps. Rund 60 % der Äcker in Deutschland werden für den Anbau von Tierfutter verwendet, schreibt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft.

https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/wie-arbeiten-foerster-und-pflanzenbauer/was-waechst-auf-deutschlands-feldern/

Auf einem Großteil dieser Ackerflächen ließe sich auch Nahrung direkt für den Menschen anbauen. Das ist eine größere Lebensmittelverschwendung als alles was in Supermärkten, Restaurants und Privathaushalten zusammen weggeworfen wird.

https://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/fleisch-und-futtermittel.html

"Auf der Fläche, die man für vier Gramm Rindfleisch benötigt, könnte man 100 Gramm pflanzliche Nahrung mit vergleichbarem Eiweiß- und Kaloriengehalt erzeugen. Die Differenz von 96 Gramm betrachten die Forscher als Verlust durch die Ernährungsweise. Bei Schweinefleisch beträgt dieser Verlust 90 Prozent, bei Milchprodukten 75 Prozent, bei Hühnerfleisch 50 Prozent und bei Eiern 40 Prozent."

https://www.welt.de/wissenschaft/article174932174/Mit-veganer-Ernaehrung-bekaeme-man-viel-mehr-Menschen-satt.html

Für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch müssen ca 15.000 Liter Wasser aufgewendet werden:

https://www.welt.de/wissenschaft/article6012574/Ein-Kilo-Rindfleisch-kostet-15-000-Liter-Wasser.html

Die Nutztierhaltung ist zudem durch die Ammoniak-Ausdünstungen der Fäkalien die größte Quelle für Feinstaub in Deutschland:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100445/Massentierhaltung-Hauptverursacher-fuer-Feinstaub

Die Entsorgung der Fäkalien (als Dünge deklariert) versucht das Grundwasser mit Nitrat:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/nitrat-im-grundwasser-durch-ueberduengung-und-guelle-a-1027279.html

Auch Weidehaltung ist keine Lösung. Hier ist die Klimabilanz sogar noch schlechter als bei Intensivtierhaltung, weil Weiderinder pro kg Fleisch deutlich mehr Methan produzieren. 

https://www.blick.ch/news/schweiz/umwelt-fleisch-vom-weiderind-ist-umweltschaedlicher-als-aus-grossviehmast-id5185811.html  

https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/fleisch-vom-weiderind-ist-umweltschaedlicher-als-aus-grossviehmast-130376391

Zudem braucht man bei Vollweidehaltung 3,5 ha pro Kuh. Da kann man sich den exorbitanten Flächenbedarf leicht ausrechnen, wenn die Massentierhaltung durch Weidehaltung ersetzt werden soll.  

Der übermäßige Verzehr von Fleisch und anderen Tierprodukten in der Gesellschaft ist außerdem mitverantwortlich für die hohen Raten an Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauferkrankungen.

"Die Aufnahme von tierischen Proteinen ist mit einem höheren Sterberisiko verbunden als die von pflanzlichen Proteinen. Das ergaben nun zwei Langzeitstudien."

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2016-07/studie-pflanzliche-eiweisse-gesuender-als-tierische/

"Wie zahlreiche Studien gezeigt haben, ist eine hohe Hämeisenzufuhr aus Fleisch und Fleischprodukten mit verschiedenen Krankheiten assoziiert, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebserkrankungen."

https://www.diagnostisches-centrum.de/fach-infos/gemischtes-vermischtes/130-fachartikel/fachartikel-eisenstoffwechsel/1312-gesundheitsrisiko-haemeisen

"Experten warnen: Darum kann Milch das Krebsrisiko erhöhen"

https://www.merkur.de/leben/gesundheit/experten-warnen-darum-kann-milch-risiko-fuer-krebs-erhoehen-zr-9665493.html

"Medizin-Nobelpreisträger warnt: Erreger in Milch und Fleisch könnten Krebs fördern"

https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/neuer-uebertragungsweg-fuer-krebs-medizin-nobelpreistraeger-warnt-erreger-in-milch-und-fleisch-koennten-krebs-foerdern_id_9698893.html

"Bei Frauen, die täglich mindestens drei Gläser Milch leerten, lag die Sterblichkeit im Beobachtungszeitraum um 93 Prozent höher als bei Frauen, die es auf weniger als ein Glas am Tag brachten. Fakturen traten bei dem hohen Milchkonsum um 16 Prozent und Hüftfrakturen um 60 Prozent häufiger auf."

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/article/872637/neue-studie-milch-macht-wohl-nicht-munter.html

"Wer häufig Eier verzehrt, der erhöht das Risiko tödlicher Herzkrankheiten, zeigt Studie"

https://www.merkur.de/leben/gesundheit/haeufig-eier-verzehrt-erhoeht-risiko-toedlicher-herzkrankheiten-zeigt-studie-zr-11869545.html

Viele vielen Dank für deine Recherche und ausführliche Antwort!

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Zum einen aufgrund das was das Umweltbundesam empfiehlt. Weniger Fleisch wäre besser für die Umwelt:

Das UBA empfiehlt, die Mehrwertsteuerbegünstigung für Fleisch und andere tierische Produkte abzuschaffen. Konkret bedeutet dies, dass für diese Produkte der Mehrwertsteuersatz von 7% auf den regulären Steuersatz von 19 % steigt. Im Gegenzug soll der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent weiter sinken. Kartoffeln, Karotten oder Mehl würden also billiger, das Nackensteak oder die Rinderlende dagegen teurer. Auch der öffentliche Nahverkehr würde steuerlich entlastet und damit preiswerter. Unter dem Strich würde sich die Steuerbelastung der Verbraucher/-innen nicht erhöhen.

https://www.umweltbundesamt.de/fuer-klima-umwelt-tierische-produkte-hoeher#was-empfiehlt-das-umweltbundesamt-konkret

Auch für die Gesundheit ist zu viel Fleisch schädlich. Heute liegt der Pro-Kopf-Verbrauch im Durchschnitt bei 60 Kilo – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt aus Gesundheitsgründen die Hälfte. Daher sollte der Staat den Konsum dieser Produkte nicht mehr über die Mehrwertsteuer subventionieren.

https://www.umweltbundesamt.de/fuer-klima-umwelt-tierische-produkte-hoeher#ist-der-vorschlag-unsozial-weil-auch-geringverdiener-durch-die-hohere-mehrwertsteuer-fur-tierische-produkte-belastet-werden

Und auch die Gesundheit

Der Mensch braucht keine tierischen Produkte. Das zeigen viele Studien, in der ersichtlich wird, dass Vegetarier und Veganer gesund leben und das Risiko an bestimmten Krankheiten zu erkranken geringer ist. Hier an einem Beispiel einer Meta-Analyse, in welcher 96 Studien ausgewertet wurden. In dieser wurden auch Vegetarier berücksichtigt.

This comprehensive meta-analysis reports a significant protective effect of a vegetarian diet versus the incidence and/or mortality from ischemic heart disease (-25%) and incidence from total cancer (-8%). Vegan diet conferred a significant reduced risk (-15%) of incidence from total cancer.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26853923

Oder die Adventist-Health-Studies 2: Vegane Personen erkranken seltener an Krebs und Diabetes. Auch wenn man es mit allen Personen vergleicht, die sonst auch gesund leben. Denn da wurde ersichtlich, dass Veganer zu 16% weniger an Krebs und zu 62% weniger an Diabetes erkranken als Mischköstler. Quellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4144107/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4191896/

Woher ich das weiß:Recherche

Ich habe Fleisch schon seit meiner Kindheit nicht gerne gegessen. Die Beilagen waren mir da immer lieber. Ich habe es trotzdem gegessen, einfach weil es jeder so gemacht hat weil es zu der Zeit zu fast jedem Essen Fleisch gab und ich das auch nie hinterfragt habe. Wenn es in Form und Konsistenz nicht an das Tier erinnert hat und mit viel Senf und Ketchup ging es auch irgendwie. Aber gerne gegessen habe ich es nicht.

Erst in einer Phase, in der es mir selber nicht gut ging, habe ich nach einem Erlebnis beschlossen, in Zukunft darauf zu verzichten. Seit 14 Jahren ernähre ich mich inzwischen vegetarisch, vier Jahre davon waren auch komplett vegan. Inzwischen esse ich einige wenige Tierprodukte (Eier, Honig, Ziegen- oder Schafskäse), zum größeren Teil esse ich aber noch vegan.

Als Gründe würde ich folgende angeben:

  • Mir tun die Tiere ebenfalls leid. Das war für mich auch der Grund für meine Ernährungsumstellung gewesen
  • Umwelt- /Klimaschutz
  • Abneigung gegen Fleisch, ich habe die vegane und vegetarische Küche als sehr lecker und vielseitig kennengelernt
  • Persönliches Wohlbefinden
  • Ich muss nichts tun, was ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann
Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Etwas, was mich motiviert ist mir noch eingefallen: Die abfälligen und gehässigen Kommentare gegenüber Vegetariern und besonders gegenüber Veganern im Internet, da ich solches Verhalten als unreif, respektlos und intolerant empfinde. Zum Glück muss ich mich nicht derartig verhalten.

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Hallo,

Also vorerst, bei mir ist es so, dass ich mich mittlerweile davor ekle! Ich finde die Vorstellung, ein Lebewesen wurde wegen mir getötet (und eventuell grausam in Massentierhaltung “gezüchtet“)einfach nur schrecklich. Also bin ich sehr gegen Massentierhaltung . Für mich ist es auch kein Verzicht sondern einfach normal.

Dazu kommt noch die Umwelt:

Die Regenwälder werden abgeholzt um Tierfutter zu pflanzen und dies wird dann nach Deutschland gebracht (viel CO2) um womöglich Massentierhaltungen zu “versorgen“. Wir brauchen den Regenwald!!

Hungersnot:

Wir könnten fast alle Menschen auf der Welt mit den Äckern versorgen, doch stattdessen werden diese für Tierfutter genutzt. Eine Kuh, eine Ganz oder ein Huhn frisst so viel um dann wenige Menschen zu ernähren :'(

Hier in Deutschland wird das Fleisch billig verkauft und wir schmeißen viel weg während in anderen Ländern Menschen verhungern!

Und Außerdem einfach die Qualen der armen Tiere.

Es gibt noch soo viele Gründe aber ich will hier kein Roman schreiben 😊😢

Ich verurteile Niemanden, der Fleisch isst. Ich hoffe nur dass jedem dies alles bewusst ist und das zu Herzen nimmt. Und ja dann eventuell auch Fleisch reduziert oder von einen Regionalen Biobauern kauft.

Lg :)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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