Moslems/Türken/Araber bezeichnen mich als zu deutsch und teilweise als Verräter und Deutsche bezeichnen mich als zu ausländisch. Was tun? Habt ihr Tipps?

Das Ergebnis basiert auf 8 Abstimmungen

Such dir folgende Seite aus: Deutsche Seite 50%
Bleibe in beiden Seiten 38%
Such dir folgende Seite aus: Ausländer Seite 13%

4 Antworten

Such dir folgende Seite aus: Deutsche Seite

So, wie Du es schreibst, hast Du Dich eigentlich schon entschieden, dass Du als Deutscher unter Deutschen leben möchtest. So bist Du aufgewachsen, und so fühlst Du Dich eigentlich. Das ist völlig in Ordnung so.

Meine Empfehlung:

Achte darauf, dass Du Dich in Gegenwart von anderen Leuten - besonders in der Öffentlichkeit - so benimmst, wie es in Deutschland als "normal" angesehen wird. Du brauchst deswegen nicht "deutscher als die Deutschen" zu werden (wenn Du mal so richtig etwas zum Lachen haben willst, wie so ein krampfhaftes "einheimisch aussehen" wirkt, sieh' Dir mal den alten Film "Die Schweizermacher" an. Da geht es um eine italienische Familie in der Schweiz, die die schweizerische Staatsangehörigkeit bekommen möchte). Aber es gibt ein paar Verhaltensweisen, die man speziell bei jungen Männern aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum oft sieht (sehr lautes, dominantes, einschüchterndes Auftreten, fast immer in Gruppen), mit denen Du Dich in Deutschland unter Deutschen sehr unbeliebt machen würdest. So ein Verhalten solltest Du unbedingt vermeiden.

Es wird immer ein paar Idioten geben, die Dich aufgrund Deiner Hautfarbe, Deiner Gesichtszüge, etc. nicht als "echten Deutschen" ansehen. Selbst in einem Land, wo fast die gesamte Bevölkerung einen Migrationshintergrund innerhalb der letzten 4 oder 5 Generationen hat (USA !!!), würdest Du so ein Phänomen finden. Diese Leute wirst Du nicht ändern können - meide sie, so gut Du kannst.

Ansonsten gilt, was für alle Leute gilt, wie man sich Freundschaften, Unterstützung und Anerkennung aufbaut: Fange mit den Leuten an, die Du aus Schule/Ausbildung/Studium/Arbeit/Verein/Nachbarschaft kennst. Stelle fest, wer Dir einigermaßen unvoreingenommen begegnet, und baue Dir durch Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Gesprächsbereitschaft Vertrauen und Sympathie auf. Bei manchen Leuten wird das funktionieren - diese Leute können Dich dann auch gegenüber Fremden dahingehend unterstützen, dass sie signalisieren: Dieser Mensch ist einer von uns. Bei anderen Leuten wird es nicht funktionieren, da reduzierst Du den Kontakt auf das Notwendigste.

Bleibe in beiden Seiten

Was ist denn wenn du einfach hinter dem stehst wofür du dich entschieden hast und von den Leuten die erwartungshaltung annimmst dass sie dich akzeptieren wie du bist.

Geh doch einfach mit der Einstellung auf die Leute zu: ich bin wie ich bin und ich bin okay und du bist wie du bist und du bist okay.

Ich kann dir ein Beispiel von mir sagen:

Ich bin schwul und das mögen viele Muslime auch nicht so gerne und trotzdem muss ich meine Kollegen und die Kunden akzeptieren wie sie sind und sie akzeptieren mich wie ich bin.

Und wenn man sich gegenseitig ignoriert das ist ja auch keine Lösung, man muss versuchen miteinander auszukommen.

Wenn Du offen auf die Leute zugehst und sagst ich habe mich dafür entschieden so zu leben und ich akzeptiere dich so wie du bist und warum akzeptierst du mich nicht? Wenn die Leute da nichts mit dir zu tun haben wollen dann verlieren sie dich und nicht so dass du sie verlierst.

Wenn du von hier lebenden Personen mit Migrationshintergrund angemacht wirst, weil du "zu deutsch" seist, dann sind diese Personen eigentlich ein Fall für eine Abschiebung...

Beide seiten beschreiben falschen Stolz, Eitelkeit und denken sie wären besser als andere. Mach dein eigenes Ding sonst wirst du nicht glücklich. Wenn jemand versucht dich zum glauben zu überreden, kannst du ihn einfach ignorieren. Bei Rechtsradikalen solltest du aber immer Augen und Ohren offen halten.

Was möchtest Du wissen?