Moses hochzeit

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4 Antworten

sein. Es ist jedenfalls so, dassMoses eines Tages ein Unrecht sieht und sich empört. Er muss mitansehen, wie ein Ägypter einen Hebräer, einen Sklaven, erschlägt. Moseserschlägt nun wiederum diesen Ägypter. Dies wird aber gerügt in der Schrift: Das ist noch ein sehr unreifes Verhalten. Die Geschichte sagt unsalso: So nicht! Er muss dann auch tatsächlich fliehen deswegen. Man muss als Leader, als Anführer erst einmal seine Erfahrungen machen. Es gibt kein Lehrbuch für Anführer, für Leader. Und so macht eben auch Moses einige Dinge falsch, wie uns berichtet wird. Am nächsten Tag muss er hingegen dem Streit zweier hebräischer Sklaven zusehen. Da gab es die Aufseher unter den Gefangenen, die ihren eigenen Mitgefangenen Böses angetan haben. Was tut der Mensch nicht alles, um sich am Leben zu erhalten. Moses sieht also, wie zwei Hebräersklaven streiten. Der junge Moses empört sich erneut, muss dann aber hören, wie der eine der beiden zu ihm sagt: "Ja, willst du mit mir genauso umgehen wie gestern mit dem Ägypter?" Da versteht Moses: Hier kann ich nicht mehr bleiben!
Diese ganze Geschichte war also bereits herumgegangen und ist durchdiesen Satz endgültig öffentlich geworden. Ja, und hier findet sich eben wieder einmal die Aussage: Gott liebt keine Denunzianten. Diese "Message" kommt immer wieder vor in der Bibel. Moses muss also fliehen: Er beschließt zu lernen. Er gibt alles auf, den ganzen Glanz und seine Stellung am Hof und geht in die Wüste.
Nach Midian. Das ist in Transjordanien, also jenseits des Jordans. Die Midianiter waren damals wandernde Nomaden, genauso wie die Israeliten auch. Die heutigen Drusen, die von ihnen abstammen, sind ein sehr sympathisches kleines Völkchen: Das ist eine hoch interessante Gemeinschaft, weil sie im ganzen Orient eine der ganz wenigen Gemeinschaften ist, die überhaupt diese ganzen Jahrtausende durchgehalten hat. Sie haben auch eine ganz spezifische Eigenschaft: Sie missionieren ihren Glauben nicht und sprechennicht darüber. Alle anderen Völker wollen doch immerzu missionieren und andere Menschen von ihrem, d.h. vom richtigen Glauben überzeugen. Heute gibt es in jeder der Hochreligionen Professoren und berühmte Theologen usw. Die Drusen sind hingegen sehr geheimnisvoll mit ihrer Religion. Man kann auch nur hineingeboren werden in sie: Man kann nicht mittels Übertritt ein Druse werden! Diese Drusen haben bis zum heutigenTag einen Heiligen, der den Namen Nabi Schueb hat: Das ist der Prophet Nabi Schueb. Er liegt im heutigen Israel begraben. Aus diesem Grund gibt es dort auch jedes Jahr eine drusische Festlichkeit. Auf dem Berg Karmel gibt es auch bis heute zwei wichtige Drusendörfer. Diese Drusen sind heute z. T. blond und blauäugig: Das sind die Spuren der Kreuzritter, die damals eben auch die Drusen vorgefunden hatten. Diese Drusen beziehen sich aber auch auf diesen Jitro aus Midian als ihren Gründervater. Dieser Jitro kommt mit drei verschiedenen Namen vor in der Bibel: Über dieses Phänomen haben schon viele Professoren gerätselt.Midian ist einfach ein riesiger Sammelname. Unter diesem Namen gibt es dann im Laufe der Jahrhunderte die Entwicklung von vielerlei Stämmen.
Wir müssen jetzt aber doch wieder zurück zu unserer eigentlichenGeschichte kommen. Denn dieser Jitro taucht ja erst dann auf, als Moses mit seinen Töchtern in Kontakt kommt. Das ist zunächst einmal wieder dieses alte Motiv wie schon bei Abraham, Isaak und Jakob und überhaupt im Orient. Moses flieht also in die Wüsteund kommt dabei in eine Siedlung. Damals war es einfach so, dass man zur Quelle gegangen ist, zumBrunnen. Dort kann man sich die Frauen ansehen und sich über sie ein Urteil bilden, wenn man mag: Die ist schön, die ist weniger schön usw. Aber auch die Frauen schauen natürlich: "Schau dir doch mal den an!" Das ist also wie so oft in der Bibel dieselbe Szene. Im Orient ist das teils bis heute so. Die Töchter kommen also mit ihren Krügen zum Brunnen und schauen, ob böse, fremde Männer kommen oder ob Männer kommen, die sie provozieren. Das sind die Männer, die es schaffen, dass bei den jungen Frauen auf einmal das Tuch, das den Kopf und die Schulter bedeckt, einwenig verrutscht usw. Die Töchter des Jitro sind also auch gerade amBrunnen, als Moses dort eintrifft. Es sind dort aber auch böse "Lümmel" anwesend, die die Frauen beim Wasserholen stören. Es heißt in der Schrift, es seien fremde Hirten gekommen, böse Lümmel. Moses mischt sich natürlich genauso wie Abraham, Isaak und Jakob ein und ergreift Partei für die schwachen Frauen und Mädchen. Er hilft ihnen und verteidigt sie ganz alleine. Das ist eine Geschichte wie beiJung-Siegfried. Anschließend lädt ihn natürlich die Tochter von Jitro ein, die Tochter des obersten Mannes dort. Man ist also gerührt und dankbar. Er selbst, also Moses, schöpft das Wasser und hilft diesen Mädchen. Danach gehen sie dann zusammen mit ihm nach Hause. Sie laden ihn also ein.

tinimini 07.05.2014, 19:55

Man wird ja nicht so ohne Weiteres in so ein Haus eingeladen. Aber wenn die Töchter so dankbar und erlöst sind, dann geht so etwas. Die Töchter werden halt zu ihrem Vater gesagt haben: "Vater, stell dir vor, der hat nicht nur diese bösen Lümmel vertrieben, sondern er hat sogar selbst für uns Wasser geschöpft und uns geholfen." Sie werden also geradezu von ihm geschwärmt haben. Wobei dieser Jitro, wie wir sagenmüssen, Priester in Midian war und zwar oberster Priester.
Man kann fast meinen, er war irgendwie transzendent suchend. Sonst hätte er sich nicht so engagiert und sich für Moses auch später noch interessiert. Über deren Religion weiß man nur wenig. Es geht aber aus den Texten hervor, dass er im Gegensatz zu den anderen nichts mit Fruchtbarkeitsorgien oder Menschenopfern zu tun hatte. Er war damals wohl einfach irgendwie auf dem Weg. Es ist jedenfalls interessant, dass er uns mit mindestens drei oder vier Namen vorgestellt wird. Gemeint ist dabei aber jedes Mal derselbe Mann: Jitro, Reguël, Howav, Jetter usw. Das ist immer derselbe Mann. Aber innerhalb des Oberbegriffs Midian hat es einfach verschiedene Stämme undEntwicklungen gegeben. Es hat sich dann z. B. auch ein Stamm der Keniter herausgebildet . Dies hat dann mit den komplizierten Ereignissen zu tun, über die wir später lesen können. Midian ist dann nämlich manchmal ein Alliierter Israels und manchmal eben nicht. Das geht bis zu dieser berühmten Jaël, die ebenfalls eine kenitische Frau ist. Sie ist es, die späterin einem großen Kampf den Sisera, den Feldherrn der Kanaaniter, erschlägt. Midian ist also ein großer Stamm insgesamt. Dort landet Moses und befreundet sich mit Jitro: Jitro versteht ihn und ist auch wirklich ein kluger Mann. Er berät ihn, denn er sagt z. B. zu ihm: "Moses, du wirst dich ruinieren, du wirst dich aufreiben, wenn du so weitermachst. Du bist überlastet. Du musst daher unbedingt lernen zu delegieren!" Das muss man sich mal vorstellen, dass bereits der junge Moses mit diesem Priester eines berühmten Stammes, der ja ebenfalls seine Götter hatte, über die Religion gesprochen hat. , wenn ich bedenke, wie uns dieser Jitro vorgestellt und geschildert wird und welche Ausstrahlungskraft Moses hatte. Darüber hinaus bahnte sich ja auch eine Liebesgeschichte zwischender Tochter Jitros und Moses an.
Die Tochter Jitros ist die Zippora: Jitro, dieser Priester, gibt Moses die Zippora sogar zur Frau. Ist das nicht ein relativ seltsamer Vorgang? Da kommt jemand, der geflüchtet ist, der nicht zum eigenen Stamm gehört, und bekommt doch die Tochter des Priesters zur Frau?
Das ist genau das, was wir bei Rahel und Rebekka auch schon erlebthaben. Manche Männer wollen das wirklich nicht glauben: Bereits von Anfang an gibt es in der Bibel eben nicht nur Peitsche, Vergewaltigung und Kindersegen im Verhältnis zwischen Männern und Frauen, sondern eben auch ganz herrliche Liebesgeschichten. Dies hier ist auch wieder so eine Liebesgeschichte. Die hier jedoch im Detail nicht ausgeführt wird denn Moses steht nun einmal über allen anderen Gestalten:

http://www.wort-und-wissen.de/bibel/bibel.php?b=2&c=18&vr=elb

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2. Mose 2:16-21
16 Der Priester von Mịdian nun hatte sieben Töchter, und wie üblich kamen sie und schöpften Wasser und füllten die Tränkrinnen, um ihres Vaters Kleinviehherde zu tränken.
17 Und wie üblich kamen die Hirten und trieben sie weg. Da stand Moses auf und leistete den Frauen Hilfe und tränkte ihre Kleinviehherde.
18 Als sie dann zu Rẹuël, ihrem Vater, heimkamen, rief er aus: „Wie kommt es, daß ihr heute so schnell heimgekommen seid?“
19 Darauf sagten sie: „Ein gewisser Ägypter hat uns aus der Hand der Hirten befreit, und außerdem hat er tatsächlich für uns Wasser geschöpft, um die Kleinviehherde zu tränken.“
20 Da sprach er zu seinen Töchtern: „Wo aber ist er? Warum habt ihr den Mann zurückgelassen? Ruft ihn, damit er Brot ißt.“
21 Danach zeigte sich Moses bereit, bei dem Mann zu wohnen, und er gab Moses seine Tochter Zipp�?ra.
22 Später gebar sie einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gẹrschom, denn er sagte: „Ein ansässiger Fremdling bin ich in einem fremden Land geworden.“


Mehr Infos über Mose findest Du hier im Bibellexikon
http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200003118

Joses war auf der Flucht, weil er einen Ägypter, der einen seiner Brüder, der ein Sklave war, schlug, tötete.

Hätte er nicht so tapfer seinem jüdischen Bruder geholfen, hätte er am ägyptischen Königshof bleiben und ein Herrenleben führen können. Aber aus Solidarität und Gerechtigkeit stellte er sich auf die Seite seines Volkes.

Die einzigen Bibelverweise wurden bereits von "kdd1945" und "Sturmwolke" genannt - 2. Mose 2, ab Vers 16.

Eine "Regenbogenpresse" gab es ja damals noch nicht. :-))

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