Morgengebet/-impuls für die Schule

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Aus dem "Kleinen Prinzen" (von Antoine de Saint-Exupéry) die Geschichte vom Fuchs (ganz oder in Auszügen) vorlesen.

http://fsinfo.cs.uni-sb.de/~lynx/texts/petitprince.html.de

"Man sieht nur mit dem Herzen gut."

"Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast."

Mir gefällt der Spruch der Anonymen Alkoholiker: Herr, gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, gib mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Den dritten Teil, die "Weisheit", braucht man gar nicht. Es genügt, sich zu entscheiden, welche Dinge man anstreben will zu ändern und welche nicht.

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@heureka47

ja, nu, manche kann man nicht ändern - und wenn man es trotzdem versucht, rennt man mit dem Kopf gegen die Wand - und dabei wäre es doch nicht nötig gewesen...

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Zwei Frösche in der Milchkanne

Zwei Frösche wanderten auf einer heißen und staubigen Landstrasse. Da sie schon einige Zeit in der prallen Sonne unterwegs waren, hatten beide großen Durst. Unverhofft sahen sie vor einem Bauernhaus eine Milchkanne stehen. Einer der beiden sprang ohne langes Zögern in die Kanne, um seinen Durst zu löschen. Er trank und trank. Mit vollem Bauch blickte er sehnsüchtig zum unerreichbaren Rand. "Hilf mir", rief er seinem Freund zu. "Ich bin nicht mehr durstig und kann nicht mehr trinken.Aber ich komme hier nicht mehr heraus" Der zweite Frosch sprang seinem Freund zur Hilfe. "Wir müssen beide ertrinken. Wir sitzen in der Falle", jammerte er. "Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als weiterzustrampeln." Nach einer Weile ermattete der Erste. Resignierend rief er seinem Freund zu: "Ich kann jetzt wirklich nicht mehr. Ich kann nicht mehr strampeln, ich kann nicht mehr schwimmen. Ich gebe auf - leb wohl!" Sein Retter ermunterte Ihn jedoch immer wieder und rief ihm zu: "Du musst durchhalten, solange du noch schwimmen kannst!" "Wenn wir jetzt aufgeben, sind wir beide verloren." Während sein Freund mit den letzen Kräften strampelte, suchte er nach einer geeigneten Strategie, um wieder aus der Kanne zu kommen. Denn eines war ihm klar. Aufgeben konnte er immer noch. Und so strampelten sie weiter und weiter. Zwei qualvolle Stunden vergingen. Die um ihr Leben kämpfenden Frösche paddelten mit all Ihren Kräften. Als ihre Füße schon ganz lahm waren und sie ihr Ende nun wirklich kommen sahen, fühlte einer der Beiden plötzlich, wie die Milch unter seinen Füßen fester wurde. Überrascht und wieder voller Mut strampelten sie was das Zeug hielt. Und die Milch wurde langsam steifer und fester. Sie hatten mit ihrem Paddeln die Milch gequirlt! Als die ganze Kanne voller Butter war, schafften sie mit letzter Lebenskraft einen Sprung ins Freie und waren gerettet.

Dieser Geschichte werden "wissenschaftlich" geschulte Geister natürlich entgegenhalten, daß Milch keinesfalls vollständig zu Butter wird - aber darum gehts ja auch in solchen allegorisch-symbolischen Geschichten nie. Sondern um die Anregung und - ganzheitliche! - Entwicklung des Bewußtseins. DH!

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Sie sang vom irdischen Jammertal,

von Freuden, die bald zerronnen,

vom Jenseits, wo die Seele schwelgt,

verklärt in ewigen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,

das Eiapopeia vom Himmel,

womit man einlullt, wenn es greint,

das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,

ich kenn' auch die Herren Verfasser;

ich weiß, sie tranken heimlich Wein

und predigten öffentlich Wasser.

(Heinrich Heine, 1797-1856, Deutschland - ein Wintermärchen I)

aus Heines Testament:

Ich sterbe im Glauben an einen einzigen Gott, den ewigen Schöpfer der Welt, dessen Erbarmen ich anflehe für meine unsterbliche Seele.

Ich bedaure, in meinen Schriften zuweilen von heiligen Dingen ohne die ihnen schuldige Ehrfurcht gesprochen zu haben, aber ich wurde mehr durch den Geist meines Zeitalters als durch meine eigenen Neigungen fortgerissen.

Wenn ich unwissentlich die guten Sitten und die Moral beleidigt habe, welche das wahre Wesen aller monotheistischen Glaubenslehren ist, so bitte ich Gott und die Menschen um Verzeihung.

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@heikephs

Dazu dichtete er:

Zerschlagen ist die alte Leier

Am Felsen, welcher Christus heißt!

Die Leier, die zur bösen Feier

Bewegt ward von dem bösen Geist,

Die Leier, die zum Aufruhr klang,

Die Zweifel, Spott und Abfall sang.

O Herr, o Herr, ich knie nieder,

Vergib, vergib mir meine Lieder!

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@heikephs

Ja und? Das Gedicht ist dadurch weder schöner noch weniger schöner. Abgesehen davon ging es Heinrich Heine in den letzten Jahren seines Lebenms nicht besonders gut. Zitat aus Wikipedia: "Fast vollständig gelähmt, sollte er die acht Jahre bis zu seinem Tod bettlägerig in der von ihm so bezeichneten „Matratzengruft“ verbringen." Das jetzt als den großen Sieg des Glaubens zu feiern... halte ich für schwach.

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Die Äußerung von Richard Dawkins fänd ich passend:

"Macht euch alle keine Sorgen. Es gibt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keinen Gott."

vielleicht über einen Overheadprojektor ein Foto von einem englischen Bus zeigen, den dieser Spruch zierte...

@ Herr Wandpilz: Ein tragisches Mißverständnis und eine wie auch immer zustande gekommene Fehlinterpretation dessen, was Gott ist bzw. was er "will". Vor Gott braucht man überhaupt keine Angst zu haben. Gott ist das was ist. Gott ist das "große Ganze". Gott ist die Ursubsanz des Universums aus der alles "gemacht", erschaffen, ist. Gott ist - bedingungslose - Liebe. Gott ist das "gute Lebensgesetz". JEDER Mensch hat - ganz natürlöicherweise - die Voraussetzungen dafür, das göttliche Bewußtsein zu erfahren - und zwar im eigenen Bewußtsein. "Angst überwinden und zur Liebe finden". DARUM gehts.

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@heureka47

Wie ich dir eigentlich schon so oft gesagt habe, dass auch du es mittlerweile verstanden haben müsstest: sprich nicht von Fakten, wenn es keine Fakten sind.

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