Morgen gehe ich in die Klinik, Was passiert da?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

In einer anderen Frage schreibst du als Antwort :

Ich bin 15 Und habe das (Psychose). ich gehe Montag in der Klinik.

nächsten Montag. Ach da hast du ja noch ein bisschen Zeit! Schreibe aber mir mal, wenn du z.B. im Wochenend-Urlaub bist! =)

Aber dennoch: "OK du wurdest definitiv nicht von deinem Arzt aufgeklärt!"

Würde jemand mir sagen:

  • Patient: "Ich habe eine Psychose..."
  • Ich "ähhh.. OK und was nimmst du so dadurch anders wahr?"
  • Patient: "...deswegen nehme ich seit Juni Risperdal®!"
  • Ich: "ÄHHH? Oo??"

Was soll das nun genau in deinem Falle sein? Ich schließe nicht aus, dass du irgendeine schizophrene/schizotype Störung haben könntest, noch darf ich irgendeinen fremden Arzt in Zweifel stellen.

Aber eine "Psychose" - ich meine in diesem Falle eine psychotische Phase - ist nicht etwas, was man i.d.R. Monate lang hat. Schon gar nicht wenn man dieser bereits bewusst ist und worüber sie handelt etc. z.B. die Wahnvorstellung anzweifelt und hinterfragt.

Selbst ich habe am Anfang eher nur - von meinem ambulanten KJP wörtlich gesagt - dass ich "Symptome, die den Verdacht nach etwas Psychotisches erzeugen könnte". Zwar habe ich auch Risperidon bekommen, jedoch nur 2 x 0,25mg und wurde erst durch meinen eigenen Wunsch erhöht (Neuroleptika können halt auch abhängig machen, wenn man verzweifelt ist und sonst nichts besseres zu tun hat... ^^). Nach 1 Woche war aber schon Schluss und kam bereits in die Klinik (wo das Risperidon abgesetzt wurde und durch etwas "mehr geliebtes" ersetzt wurde, anderes Thema...).

Ab da wurde ich nie über meine angebliche "Psychose" aufgeklärt, was sie macht und wie lange sie schon war bzw. dauert bzw. was so schlimm daran sein soll.

Wenn du nicht die Frage beantworten kannst: "Was ist eine Psychose?" nicht einmal mit der Gegenfrage: "Könnte die Frage etwas verständlicher sein?", ...

...dann ist etwas an deiner Therapie "faul".

Zu Psychosen:

  • Unter Psychosen versteht man meistens psychotische Episoden: D.h. kommst du mit einer Psychose bei einem Psychiater hin und diagnostiziert es, kann es am nächsten Tag schon längst anders sein. (Z.B. wenn man durch Koffein psychotisch wurde und die Wirkung danach aufhört, oder du einfach einen schlechten Tag hattest)
  • ...dann wären Antipsychotika nur in schweren Fällen nötig...
  • ...die selbst bei Schizophrenie nicht immer dauerhaft eingenommen werden müssen, sondern sogar manche es "nur als Bedarf" brauchen.
  • Es gibt viele Symptome, die zwar psychotisch sind, aber besser zu anderen Störungen und Krankheiten besser passen können. Oder sogar zu gar keiner (z.B. wenn man Politiker ist) Und vor Allem: "Kinder sind immer ein bisschen "psychotisch." Haben z.B. magisches Denken. Müssen sich ständig orientieren und sind manchmal verwirrt. Das ist vollkommen normal! Eine Schizophrenie oder schizotype Störung, etc. lässt sich eigentlich erst im Erwachsenenalter diagnostizieren. So etwas bei Kindern und Jugendlichen diagnostizieren zu können, erfordert viel Fleißarbeit und sicheres Expertenwissen darüber, dass so gut wie jeder allgemeinen Psychiater niemals erreichen könnte. Es gibt bei manchen solche Anfänge im Jugendalter , jedoch muss dieses dann wirklich sehr sehr deutlich sichtbar und nicht durch andere Probleme besser erklärbar sein."

Ich kenne die Hintergründe natürlich nicht, aber hoffentlich sind sie nicht auch dir unbekannt!

Update:

Aus der nächsten Frage ohne richtige Tags:

http://www.gutefrage.net/frage/muessen-die-mich-aufnehmen

Ich habe ja eine Bipolare Störung.

WAS JETZT NUN? Nacher sagtest du, du hättest die Diagnose: "(unspezifische) Psychose - F28 oder 29)

Warst du zu der Zeit der Antwort psychotisch (so wie ich zu der Zeit eigentlich auch sehr leicht) oder hast du diese Diagnose schon länger.

Was mich zum Denken bringt:

  • Eine Bipolare Störung kann Psychosen begünstigen (m.m.N. mehr als normale Depressionen), auch (in)direkt durch zu viel Stress und so...
  • Eine Bipolare Störung sollte eigentlich nicht (als erstest) mit Neuroleptika behandelt werden. Sie sind gerade mal nur zugelassen in Verbindung mit einem Antidepressivum. Dennoch nicht Risperidon. Und dann auch alles nur in Amerika.
  • Stimmungsschwankungen (merkwürdigerweise auch die über Monate wie es meistens bei Bipolar der Fall ist) sollten als erstes mit den dafür zugelassenen "Mood-Stabilizer" behandelt werden. Ich will jetzt nicht jemanden verärgern der jetzt kommt und meint, dass Lamotrigin im Extremfall bewirken könnte, dass einem die Haut abfällt. Aber, dass die Nebenwirkungen im selben Extremfall bei Antipsychotika/Neuroleptika besser sein sollen, stell ich dann extrem in Frage!
  • Risperidon wäre bei Bipolar eher wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Ist natürlich sehr effizient. Aber nur wenige brauchen tatsächlich Kanonen für ihre großen Spatzen bei Bipolar. - Auch wenn es sie sicherlich geben müsste.

...andererseits sind viele Medikamente ohnehin nicht für Jugendliche zugelassen, insofern kann man ja eh alles mit dir machen, was man will. ^^

Ich gehe beim Psychiater und habe Juni diese tabletten bekommen Ripseridon 0,5 mg. Muss ich Morgens und Abends nehmen. [...] Wird da eine Diagnose gemacht =?

(Entweder schreibst du nun aus der Klinik oder bist doch nicht am 02.09.13 gegangen, wenn man Beiträge von dir später noch findet.)

Also du bekommst Risperidon in einer durchaus durchschnittlichen Dosis, hast aber weder eine Diagnostik noch eine Diagnose gehabt?

"Das wäre ja fast so als würde man dir direkt irgendetwas wie Haldol® geben, nur weil du dich ein bisschen depressiv verhält oder nach Hilfe sucht. oO - Oh Moment das ist ja hier tatsächlich so! xD"

Und der Psychiater will mir eine Einweisung schreiben für eine Klinik.

Hört sich eigentlich nicht schlecht an, aber es ist auch eine Frage ob du es wirklich benötigst (was ich aber nicht ausschließe). Je nach Problem kann ein stationärer Aufenthalt nötig sein. Die Frage ist aber ob du nun diese Einweisung als Notaufnahme oder wie genau hinkommst?

Was passiert da?

Obwohl ich 6 mal in der KJP war, kann man das nicht pauschalieren. Vielleicht will ich es dir nur nicht sagen. Vielleicht hat es sich aber auch geändert. Vielleicht ist es in deiner Klinik aber auch etwas anders. Dann kommt es noch an ob Spezial-Klinik oder allgemeine Klinik und an welche Leute du ran kommst.

Über die Ärzte würde ich mir keine so große Sorgen machen, eher um die Gesellschaft darum.

Du siehst antworte ich dir sicherlich nicht unbeeinflusst durch irgendwelche Emotionen von mir...*

Was passiert da?

Kommt darauf an welche Klinik. Ich bräuchte erste Eindrücke, dann könnte ich es aber sofort sagen. Es kann durchaus sein, dass fast "gar nichts" passiert, du nur alle 2 Wochen einen Arzt - die täglich freiwillig Überstunden machen - für 30-60min siehst und sonst den ganzen Tag lang mit mehr oder weniger gemochten Betreuern rum hängst.

Dann gibt es die Frage ob die geschlossenen (mit richterlichen Beschluss) Patienten mit den "offenen" Patienten auf einer Station sind u.v.m.

Wenn du alle 2 Tage einen Arzt siehst, würde ich mir aber keine Sorgen machen und um die Erwachsenenpsychiatrie eigentlich auch nie.

Wie lange bleibe ich?

Das kann unterschiedlich sein. In meiner Klinik bleiben freiwillige Patienten meistens länger da als unfreiwillige Patienten, kommen aber oftmals wieder zurück.

Es kann durchaus sein, dass du 3 Monate dort bleiben musst, oder nur 2 Wochen , je nachdem ob du dich davon besser fühlst und profitierst oder doch meinst lieber früher zu gehen und z.B. ambulant weiter zu machen.

Oder du nur 2 Wochen hinkommst, aber dafür später nochmal 3x eingewiesen mit je weiteren 2 Wochen oder oder oder...

Man kann nicht in die Zukunft sehen!

Gute Besserung!

kommt drauf an an was du leidest

Elke179 01.09.2013, 18:04

Wird da eine Diagnose gemacht =?

0
o0Alea0o 05.09.2013, 19:47
@Elke179

Du möchtest also eine Diagnose, weil du es nicht selbst weißt, ob du leidest? Oder weil du deine Leiden, die du aber benennen kannst, nicht erklären kannst?

0

Was möchtest Du wissen?