Mord verjährt nicht. Aber, verjährt Mordversuch?

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10 Antworten

Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

Es war also definitiv kein Mordversuch da bleibt dann nur noch Körperverletzung:

(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.

Dabei ist zu beachten:

Die vorsätzliche Körperverletzung nach § 223 und die fahrlässige Körperverletzung nach § 229 werden nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält. Stirbt die verletzte Person, so geht bei vorsätzlicher Körperverletzung das Antragsrecht nach § 77 Abs. 2 auf die Angehörigen über.

Soweit die Verfolgung verjährt, beträgt die Verjährungsfrist fünf Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren bedroht sind,

Die Verjährung beginnt, sobald die Tat beendet ist.

Sieht so aus, also ob die Tat seit gut 15 Jahren verjährt ist.

Bei Epilepsie würde sich dann eh die Frage der Schuldfähigkeit im Zeitpunkt der Tat stellen, aber das ist was anderes.

Ich bin selber Epileptikerin und kann dir versprechen, dass man während eines Epilepsieanfalls niemanden absichtlich umbringen kann. Alle Muskeln sind verkrampft, du hast deinen Körper nicht unter Kontrolle und zuckst so stark, du weißt echt nicht wohin du schlägst. Ich kann bei einem Anfall weder sehen, noch tasten, noch mich bewegen oder gar kontrollieren. Nur hören geht. Also erschlagen war definitiv nicht das Ziel seines Onkels.

ich war viele Jahre in einer Selbsthilfegruppe für Epilepsie-Kranke, habe viele Anfälle in den verschiedensten Formen gesehen, mein Sohn hatte diese Krankheit auch - ABER ich habe noch niemals gesehen, das man das als Mordanschlag gelten lassen könnte, oder aber jemand während eines Anfalls jemanden töten will.......nee, beim besten Willen nicht....

O ja, das verjährt nicht. Das jemanden Unzurechnungsfähig ist muss bewieden sein. Aber bei Epilepsie kommt keiner auf die Idee Jemanden um zu bringen oder es zu versuchen. Die suchen immer wieder nach Beweisen und können auch ein eingestelltes Verfahren wider eröffnen. Und das 10 Jahre lang bei Krankheit. Das ist nicht glaubhaft. Und die Krippo sucht noch in viel kleineren Fällen wo es nur um versuchter Betrug geht mit Hausdurchsuchungsbefehl. Auch bei sogar geistig Behinderten dürfen die das 10 Jahre lang nach gehen und das werden die. Tammy

hallo,

hier der auszug aus den verjährungsfristen.

Bürgerlich-rechtliche Ansprüche aus widerrechtlichen Handlungen verjähren in drei Jahren von dem Zeitpunkt an, in welchem der Verletzte von dem Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen Kenntnis erlangt, und ohne Rücksicht auf diese Kenntnis in dreißig Jahren von der Begehung der Handlung an (§852 Abs. 1 BGB). Schwebende Verhandlungen führen auch hier zu einer Hemmung der Verjährung (§§852 Abs. 2 BGB). Im Strafrecht verjähren Mord und Völkermord gar nicht (§78 Abs. 2 StGB); ansonsten beträgt die Verjährung in Abhängigkeit von der Höchststrafe, die für eine Tat vorgesehen ist (§78 Abs. 3 StGB) 1. dreißig Jahre bei Taten, die mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht sind, 2. zwanzig Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als zehn Jahren bedroht sind, 3. zehn Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als fünf Jahren bis zu zehn Jahren bedroht sind, 4. fünf Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren bedroht sind, 5. drei Jahre bei den übrigen Taten.

ich denke aber das es in dem fall wegen der epilepsie nicht strafbar ist.

lg albertxy

Nur Mord selbst verjährt nicht.

Unabhängig davon weißt du ja nicht einmal, ob es tatsächlich ein Mordversuch war.

ich nehme an, der wusste ohnehin nicht was er tat, ergo uninteressant.

Er hatte einen Anfall und konnte sich nicht kontrollieren.....d. h. er war ja noch nicht mal zurechnungsfähig....die sache ist auf jeden fall aussichtslos...

Warum - hat ja nicht geklappt!

Selbst wenn er nicht verjährt ist, ist die Beweislage höchstwahrscheinlich nicht einmal annähernd ausreichend, damit sich damit jemand ernsthaft befasst.

Sorry

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