Mord mit Schusswaffe wie nachweisbar?

9 Antworten

Zuerst einmal - zum Glück sind Auftragsmorde bei uns ziemlich "selten", warum das gut ist, erfährst Du gleich ;-)

Also, da liegt einer auf der Straße und hat ein Loch im Kopf :-)

- der wird vermessen und die Gerichtsmedizin untersucht u.a. die Wunde. Dabei wird die Tiefe und der Durchmesser des Einschusses festgestellt. Dabei wird gleichzeitig festgestellt, ob die Kugel noch da ist und aus welcher Entfernung der Schuss abgegeben wurde (also aufgesetzt, nah, nicht ganz so nah oder weiter weg - das kann man am Aussehen des Einschusses feststellen).

Ausgehend von der Lage und der Größe des Opfers wird dann die Schussrichtung bestimmt. Früher machte man das mit Strohhalmen, heute mit Lasermessgeräten. In diese Richtung wird dann alles abgesucht, um die Stelle zu finden, wo der Schütze war. Dabei werden auch Patronenhülsen u.ä. gesucht, z.B. mit Metalldetektoren. Der Standort wird dann nochmal genau "umgeraben": Schuspuren, Zigarettenkippen (kein Witz), DNA (Haare, Speichel, "Pipi" u.a.)

Gleichzeitig wird die "Lieblingsbeschäftigung" aller Polizisten gemacht, nämlich "Klinkenputzen". Dutzende Polizisten marschieren von Haustür zu Haustür und fragen alle Leute; und das so lange, bis in einem größeren Umkreis auch alle "erwischt" wurden. Andere stehen jeden Tag zur Tatzeit auf der Straße rum und sprechen mit den Passanten, ob diese dort auch zur Tatzeit unterwegs waren.

Wichtigste Aufgabe ist auch, das Opfer "aufzuklären", also feststellen, ob er Ehepartner, Kinder und Verwandte hat oder welche Freunde und Bekannte, in welchen "Kreisen" er verkehrt und natürlich - ob er "Feinde" hat. Meistens ist der Täter nämlich eine Bezugsperson zum Opfer. Bei Auftragsmorden ist das ja nicht der Fall, was das Ganze dann ziemlich kompliziert macht.

Außerdem werden Wohnung, Arbeitsplatz, Auto, Garten usw. von ihm gründlich durchsucht.

Natürlich kommt auch noch eine umfangreiche Datenbeschaffung dazu: Konten und Kreditkarten, Internetaktivitäten, was ist auf seinem PC und Handy gespeichert, welche Fahrzeuge hat er, war er in letzter Zeit verreist, welche Krankheiten hat er (evtl. unheilbare). Hat er Strataten begangen, wurde er evtl. erpresst oder hat er slbst andere geschädigte (z.B. jemanden bei einem Verkehrsunfall überfahren).

Das vielleicht in "Kurzfassung" zu Deiner Frage.

Übrigens - Schalldämpfer sind nur im Fernsehen unhörbar ;-)

Die, die bei den Spezialeinheiten der Polizei benutzt werden, hören sich etwa so an wie wenn man den Korken einer Sektflasche "knallen" lässt. Das ist zwar nicht laut, aber z.B. Nachts hört man das ganz schön weit.

Und wenn man mit einem (Scharfschützen-)Gewehr schießt, nützt ein Schalldämpfer überhaupt nichts, denn diese Geschosse fliegen mit Überschall-Geschwindigkeit, da hört man den Knall immer.

Naja, entweder niemand darf sehen, dass man in der Nähe der erschossenen Person war, dann geht es mit einer schallgedämpften Pistole (die sind aber trotzdem noch ziemlich laut, man sollte das nicht unterschätzen) oder von weiter weg mit einem Scharfschützengewehr. Das ist aber sehr laut und auch auffällig, also man sollte schon irgendwo sein, wo man unbemerkt untertauchen kann und wo es auch sonst keinen Nachweis gibt, dass man da war, also kein Gebäude was Kameraüberwacht ist, kein Hotel oder ähnliches, wo mein ein-/auschecken muss, kein offenes Gelände...

Der beste Mord ist immernoch, wenn nichts darauf hindeutet, dass die Person ermordet wurde. Dafür muss man die Person aber recht gut kennen. Ist sie vielleicht drogenabhängig, dann kann man ihr eine Überdosis verpassen. Hat sie irgendwelche Krankheiten, dann kann man die Medikamente gegen Placebos tauschen (oder gegen andere Medikamente, die die Krankheit verschlimmern). Dafür muss man aber die Form und Farbe der bisherigen Medikamente kennen. Fährt die Person Auto, kann man einen Unfall provozieren. Hat die Person psychische Probleme, kann man einen Selbstmord inszenieren. 

Jemanden in der Öffentlichkeit zu erschießen ist halt sehr auffällig.

Oh, mir fällt grad auf, ich hab nur geschrieben, wie man einer erfolgreichen Ermittlung am Besten aus dem Weg gehen kann, aber nicht wie ermittelt wird.

Je nachdem, wo die Person erschossen wurde, wird natürlich erstmal ermittelt, von wo geschossen wurde. Das kann man ganz gut anhand des Einschusswinkels rauskriegen. Wenn man dann rausgefunden hat, von wo geschossen wurde, versucht man dort Fingerabdrücke oder Videoaufnahmen zu finden. Falls z.B. von einem Hotelfenster aus geschossen wurde, gibt es Schmauchspuren am Fensterrahmen. Dann kann man über Rezeption rauskriegen, wer zu dem Zeitpunkt das Zimmer gemietet hat. Am besten auch mit Kreditkarteninformationen, weil man soweit ich weiß beim Hotel nicht seinen echten Namen angeben muss.

Man kann natürlich auch Fuß- und Schuhabdrücke auswerten oder Reifenspuren.

Dass das nicht immer 100%ig aufgeklärt werden kann, sieht man ja am Mord von John F. Kennedy. Soweit ich weiß haben die Ermittlungen sogar ergeben, dass es da mehrere Schüsse aus verschiedenen Richtungen gab. Also mehrere Schützen. Es wurde aber nur einer geschnappt, von dem man nichtmal sicher weiß, ob er der Täter war. Er wurde später selbst erschossen.

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Also, man muss von vornherein sagen, dass Auftragskiller immer noch (meist) absolute Profis sind (wer sich einen Mord mit bis zu 20 tsd € bezahlen lässt ist das meist).

Solche Leute arbeiten meist aus der Distanz. In das Haus einzudringen ist bei weitem zu riskant. Angenommen der Schütze hätte tatsächlich ein Präzisionsgewehr, das auf bis zu 600m präzise trifft, würde die Polizei wahrscheinlich erst einmal ihre Ballistik-Experten hinzuziehen, um zu bestimmen, welches Gewehr und Munition es war, bzw. ob es Übereinstimmungen mit gelisteten Waffen gibt. Nimmt der Schütze ein Schwarzmarktgewehr und selbstgepresste Munition ist das hinfällig. Dann wird außerdem bestimmt, von wo der Schuss kam (was bei längerer Distanz immer schwieriger wird) und da wird dann nach Spuren, wie DNA etc. gesucht. Ein Profi würde wahrscheinlich direkt aus einem Auto/Van schießen oder entsprechend gekleidet sein, um keine DNA zu hinterlassen. Die Hülsen kann man ganz einfach mit einem Hülsenfangsack einfangen, das wäre dann also auch alles hinfällig. Der Schütze würde sich wahrscheinlich irgendwo hinstellen, wo er nicht, bis kaum bemerkt wird. Er würde es lange planen und nicht in der Öffentlichkeit machen.

Die Moral von der Geschicht: Einen echten Profi in dem Metier erwischst du nicht. 

P.S. Ich hoffe, ich hab dir jetzt keine Anleitung zu einem Mord gegeben :)

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