Morbus Crohn. Erfahrungsaustausch?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Hallo. Es am Anfang immer schwer mit so einer Diagnose umzugehen und diese zu verarbeiten. Zu den Medikamenten sei gesagt, dass es üblicherweise so ist, dass das Kortison mit der Zeit ausgeschlichen wird. Es wir aber in der Akutphase gegeben, weil es wirksam entzündungshemmend ist. Die Medikamentengabe ist natürlich immer vom Verlauf der Krankheit und Stärke und Häufigkeit der Schübe abhängig. Im Verlauf kann deine Freundin evtl. auf Remicade umgestellt werden. Das ist ein Immunsupressivum, welches als Infusion verabreicht wird und nach einer "Eingewöhnungszeit" alle 6-8 Wochen verabreicht wird. Es gibt viele Patienten, die nur alle paar Wochen zur Infusion kommen und sonst oral keine Medikamente einnehem. Natürlich ist das auch sehr individuell und bevor man Remicade verabreichen kann, ist eine Vielzahl von Untersuchungen nötig, da andere Krankheiten zuvor ausgeschlossen werden müssen. Da MC keinen bekannte  Auslöser hat, ist es auch schwierig Ernährungstipps zu geben. In Akutphasen, also während eines Schubs, sollte man Schonkost zu sich nehmem und auf Ballaststoffe verzichten, weil diese den Darm belasten. Zumal man in dieser Phase kaum Appetit hat. In Remission sollte man sich sehr ausgewogen Ernähren. Man muss wirklich ausprobieren, was man vertägt. Alkohol und Nikotin sind kontraproduktiv. Vor allem muss deine Freundin erstmal in die Krankheit "reinwachsen" und damit leben lernen. Die behandelnden Ärzte helfen gerne weiter, was Literatur oder Selbsthilfegruppen angeht. In den meisten Krankenhäusern und gastroenteroligischen Praxen gibt es sog. Colits- oder Crohnsprechstunden. Die sollte deine Freundin auch besuchen. Gerade am Anfang ist es sehr schwer, aber man lernt auf den Körper zu hören und damit seine Sprache zu deuten und mit der Krankheit umzugehen. Alles Gute!!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo.

Ich hab kein Mrobus Crohn, ich hab noch eine schlimmere Autoimmunkrankheit. Ich hab auch zusätzlich noch stärkere Immunsuppressiva als Cortison genommen.

Inzwischen bin ich von all diesen Medikamenten weg und aus den dauernden Schüben raus.

Mir hat eine Ernährung für Autoimmunerkrankungen (auch Morbus Crohn) geholfen, die im Buch "Die Paläo Therapie" von Sarah Ballantyne beschrieben wird. Darin wird auch viel über den Darm und das Immunsystem bebildert dargestellt. M.E. gibt es momentan kein anderes Buch, was so aktuelle Erkenntnisse zu Autoimmunerkrankungen und den Auswirkungen der Ernährung bündelt.

Es ist ein Riesen Wälzer, aber für Laien ansprechend gestaltet, 30 Euro.

Ich würde es deiner Freundin sehr ans Herz legen, da es mein Leben so verändert hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Maite71 11.10.2017, 20:38

Vielen Dank und dir alles Gute!

1

Mein Schwiegervater hat Morbus Crohn seit 20 Jahre und die Medikamente helfen ihm nur bedingt. Das einzige war er machen kann ist auf die Ernährung zu achten, den Stresspegel niedrig halten und er geht auch nirgendwo hin wo er nicht schnell auf eine Toilette kommt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mit morbus Crohn  in schwerer verlaufsform, da mußt du ein Stehaufmännchen sein, da mußt du psychisch sattelfest sein. - man kann das stück darm, wo die entzündung bevorzugt ist, herausschneiden. Aber der Crohn geht dadurch nicht weg, er macht woanders weiter. Du  kriegst dann eben statts darmproblemen chronische migräne, Nierensteine und solche tollen sachen.-) alles totaler Schrott aber wenn du nicht drüber lachen kannst, biste ziemlich verloren. Problem bei mir ist jetzt auch, daß ich wegen 25 Jahren Prednisolon einnahme andauernd andere probleme mit sehnen, bändern und so , habe. die werden durch das cortison langsam kaputtgemacht. wenn ich alles schreiben wollte, was mir so einfallt von morbus crohn, o je, da wär ich morgen früh noch lang nicht fertig. ein einigermaßen normales leben kannste schon führen , zumindest solang nichts akutes ist und solang du noch jünger, bis 45 jahre, bist. Älterwerden ist ja eh nicht unbedingt der bringer, aber m crohn macht es noch schwerer. ich kann jedenfalls hoffnung schöpfen, diesjahr war ich nich nicht im krankenhaus. aber das nervt auch total. man will mit dieser gesundheitsindustrie möglichst nichts zu tun haben, so ist das irgendwie.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?