Morbus Crohn kündigung ?

5 Antworten

ich mach jetzt einfach mal ein Brainstorming: Du musst einem Chef keine Erklärung (Diagnose) für Deine Krankheit geben.

Gibst Du eine.. und auch ohne.. gibts immer 2 Ausgänge: Verständnis oder Kündigung.

Was bei rauskommt.. weiss man nicht (ich kann Dir nur saghen: ich bin wegen meiner MS 3x gekündigt worden, nichtw eil ich fehlzeiten hatte, sondern weil Leute  die Diagnose verschreckte). bei meinem jetzigen Job niemandem irgendwas erzählt.. und mittlerweile bin ich unbefristet.

Und ich halt imm,er noch, so lang es geht,d en Mund, denn weiss ich,w as die sich ggf. überlegen?

gekündigt werden kann man immer..es kommt auf die Begründung an. Während krank.. wegen krank.. richtig und stichhaltig begründet geht das.

ja, das ist sch*

Hast Du zufälligerweise einen anerkannten Grad der Behinderung? Mindestens 30? Die kann man gleichstellen lassen auf 50.. das gibt etwas mehr Sicherheit vor Kündigung, da das Integrationsamt gehört werden muss.

Zitat meines Neuros: versprechen sie sich nicht zu viel davon.. die nocken das oft genug ab.

Kündigungen haben IMMER fristgerecht zu erfolgen.

Und dann kannst Du immer einen Anwalt (oder eine Gewerkschaft, so Mitglied) einschalten.

Menschlicher Rat: hör Dir an, was er von Dir will. Lass Dich zu keinen übereilten Aussagen drängen. Lass Dich auf gar keinen Fall zu irgendwelchen Unterschriften drängen!

Und, so doof es klingt: denk immer daran: das hat mit Dir als Mensch nichts zu tun. Arbeitgeber sind an Wirtschaftlichkeit interessiert. und kranke Mitarbeiter sind unwirtschaftlich. Das ist alles.

Du bist deswegen nicht unqualifiziert, unmotiviert, nicht schlecht.

Denk so was bloss nicht.

Du hast nur in einer Schicksals-Tombola das Pech gehabt, einen ungewünschten Preis aufs Auge gedrückt zu kriegen und musstest den annehmen.

Du hast nicht laut "HIER! ICH! geschrien, als gefragt wurde: Klasse Krankheiten, wer will?

Halöt die Ohren steif. Ich wünsch Dir alles GUte.

Vielleicht ist Dein Chef ein menschlicherer Chef als man befürchtet.

<3

(ich hab übrigens mittlerweile u.a. deswegen eine Rechtschutz-versicherung. ich will mich wehren können. >> beim 1. Mal hatte ich keine. Egal. Anwalt. AG hat haushoch verloren)

Ein anerkannten Grad der Behinderung (früher "Schwerbehinderung" genannt) schützt leider nicht vor einer krankheitsbedingten Kündigung, weil das Integrationsamt lediglich zu prüfen hat, ob die Kündigung wegen der Schwerbehinderung erfolgt ist.

Einer krankheitsbedingten Kündigung muss das Intergrationsamt zustimmen - oder die Frist der Stellungnahme verstreichen lassen, was de facto einer Zustimmung gleichkommt.

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Wie ich deinen Antworten entnehme, besteht Kündigungsschutz, d.h. das Arbeitsverhältnis dauert schon länger als sechs Monate und in deinem Betrieb werden mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt. Damit benötigt der Arbeitgeber, will er eine Kündigung aussprechen, ein Kündigungsgrund. Nur um dies ganz klar hervor zu streichen: Der Kündigungsgrund muss in der Kündigung selbst nicht stehen und wird erst hinterfragt, wenn spätestens drei Wochen nach Zugang einer Kündigung Kündigungsschutzklage eingereicht wird. Wird dies vergessen, gilt auch die schlechteste Kündigung als wirksam. Ich wollte dies nur in den Raum stellen, für den Fall, dass eine Kündigung kommt.

Eine Kündigung wegen Krankheit ist ganz pauschal gesagt erst einmal sehr schwierig. Grundsätzlich sind zwei Konstellationen denkbar: Kündigung wegen häufiger Kurzerkrankungen und Kündigung wegen Langzeiterkrankung. Wenn du schreibst, dass du öfter krank bist, geht es wohl eher um den Bereich häufige Kurzerkrankungen. Voraussetzung wäre, dass du über die letzten Jahre massive Fehlzeiten hast, de, Arbeitgeber erhebliche Kosten entstehen (Entgeltfortzahlung), Betriebsablaufstörungen gegeben sind und eine negative Zukunftsprognose besteht. Eine feste Hausnummer was die Anzahl der Fehltage angeht gibt es nicht. Lass es mich so sagen, es sollten, mit zunehmender Tendenz, 40-50 Fehltage pro Jahr sein. Dies hängt jedoch extrem von dem berühmten Umständen des Einzelfalls und auch von dem, im Falle einer Kündigung, zuständigen Arbeitsgericht ab. Ob bei deiner Art der Erkrankung eine negative Zukunftsprognose zu treffen ist vermag ich nicht zu beurteilen.

Insgesamt sind jedoch die Voraussetzungen an eine Kündigung wegen Krankheit extrem hoch und eine solche greift nur sehr selten. Oft wird dies dann über einen Vergleich gelöst.

Anbei ein Link mit weiteren Details

http://www.kanzlei-mudter.de/krankheitsbedingte-kuendigung.html

Ich ergänze:

Aus meiner Erfahrung hätte der AG eine Chance für die gerichtliche Anerkennung einer krankheitsbedingten Kündigung, wenn die o.g. Krankheitstage drei Jahre in ununterbrochener Folge vorhanden sind.

Aber das ist natürlich auch nur ein ungefährer Wert, weil es sich im deutschen Arbeitsrecht bekanntlich jeweils um Einzelfallentscheidungen handelt.

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Ob dein CHef dich kündigen darf hängt von mehreren Faktoren ab.

Probezeit ja/nein

Wie lange im Betrieb?

Wie gross ist der Betrieb?

Wenn du andauernd krank bist und die Arbeit gemacht werden muss habe ich persönlich verständnis dafür. dass ein Betrieb das irgendwann nicht mehr auf die anderen Mitarbeiter abwälzen kann und jemand neuen einstellen wollen.

Probezeit  nein  

Wie lange im Betrieb?  ) jahre 

Wie gross ist der Betrieb? 200 Angestellte 

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@Steffensaw

Dein AG wird dir kündigen können, was dann auf einen Arbeitsprozess mit Abfindung hinauslaufen wird. kommt jetzt halt darauf an wieviel "öfters krank" wirklich ist. Du musst keine Auskunft über deine Krankheit geben, aber als fauler schmarotzer dazustehen ist sicherlich nicht förderlicher.

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