Morbus Basedow - Wie verhindere ich die typischen Augen?

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1 Antwort

Hallo,

die "Glubschaugen", die du meinst, sind der sogenannte Exophthalmus, der zur Endokrinen Orbitopathie gehört. Der Morbus Basedow ist ja eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper gegen den TSH-Rezeptor bestehen. Diese Rezeptoren gibt es auch im Gewebe der Augenhöhle. So kommt es im Rahmen der Erkrankung vermutlich zur Endokrinen Orbitopathie. Hier reagieren bestimmte Zellen des Bindegewebes besonders heftig auf entzündungsartige Reize und es kommt zum Anschwellen des Binde- und Fettgewebes und der Muskeln "hinter" dem Auge. Der genaue Mechanismus ist bislang nicht geklärt.

Das heißt für dich nicht zwingend, dass du -auch, wenn sich die Diagnose Basedow bestätigen würde- eine Endokrine Orbitopathie bekommen musst. Trotzdem besteht die Möglichkeit. Weiterhin ist die Frage, wie man den Basedow behandeln würde. Kommt es unter konservativer Therapie zu einer Remission? Ist eine chirurgische Therapie notwendig? Ist eine Radiojodtherapie notwendig?

Unter Therapie der Schilddrüsenproblematik kann sich eine Endokrine Orbitopathie bessern und mit einem deutlichen Rückgang des Exophthalmus einhergehen. Dafür gibt es aber nie ein Garantie.

Es gibt außerdem noch weitere Möglichkeiten (Cortison, Biologica), die Endokrine Orbitopathie und ihre Nebenwirkungen zu behandeln.

Die Therapieoptionen des Morbus Basedow und der EO an dieser Stelle zu erörtern führt jedoch viel zu weit. Wenn du beim Endokrinologen bist, ist das genau der Fachmann, dem du solche Fragen stellen solltest. Daran er sowieso gewöhnt und seiner Aussage ist manchmal mehr Glauben zu schenken als Statistiken, weil es sein tägliches Geschäft ist.

Also, mach dich bis dahin nicht verrückt, ein Basedow MUSS NICHT mit "Glubschaugen" einhergehen! ;-)

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