moralisch frei

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6 Antworten

Damit ist gemeint, dass der Mensch in der Lage ist, sich moralisch für das Übel oder das Gute zu entscheiden. Er ist kein hirnloser Zombi. Er ist in der Lage, Handlungen und Probleme moralisch zu bewerten.

Ohne den restlichen kontext zu kennen.

Könnten wir nach dem Satz die Richtlinien unserer Moral und Ethnischen vorstellungen selbst schaffen.

Wo hast du den Satz denn her?

Gott hat den Menschen selbst moralisch frei geschaffen.

Die Frage müsstest du eigentlich dem Erfinder dieser Meinung stellen. Abseits von allen philosophischen Gedanken ist es jedoch eine Behauptung, die meines Erachtens nicht stimmt.

Wie du unschwer an dir selbst feststellen kannst, hast du ein Gewissen, welches dir unabhängig von deiner Kultur, deiner Erziehung und Bildung signalisiert, was in deinen Handlungen, ja selbst in deinen Gedanken, gut oder schlecht ist.

Für mich als gläubigen Menschen spiegelt sich darin das Gesetz, die Moral, welche Gott jedem Menschen mit auf den Weg gegeben hat. Daran glaube ich bis zum Beweis des Gegenteils.

InGame00 22.08.2012, 10:11

Wie du unschwer an dir selbst feststellen kannst, hast du ein Gewissen, welches dir unabhängig von deiner Kultur, deiner Erziehung und Bildung signalisiert, was in deinen Handlungen, ja selbst in deinen Gedanken, gut oder schlecht ist.

Ich finde das stimmt so nicht ganz.

Unser Gewissen wird durch das bestimmt was in unserer Kultur für Richtig und Falsch gehalten wird. Für den einen mehr für den anderen weniger, aber denoch irgendwie ähnlich. Wenn wir die Menschheitsgeschichte uns ansehen hatten z.B. die Inkas ein anderes Verständniss davon ob es Falsch ist einen Menschen zu Opfern damit etwas Regen fällt. Ich glaube auch nicht das einer der damaligen Priester schlecht schlafen konnte weil sein Gewissen ihn ständig an das junge Mädchen erinnert hat was er heute morgen mit seiner restlichen Familie geopfert hat. Gibt auch noch genug Beispiele in der heutigen Zeit, aber bei Inkas fühlt sich keiner beleidigt.

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JTKirk2000 22.08.2012, 10:25
@InGame00

Natürlich wird das Gewissen allgemein dadurch geprägt, was man aufgrund von Kultur, Erziehung und so weiter vermittelt bekommt. Allerdings wird es auch von eigenen geistigen Eigenschaften geprägt, ebenso wie von dem, was man aus eigener Erkenntnis heraus an Wahrheit annimmt. Somit kann das Gewissen durch alles wachsen, was man als wahr anerkennt, aber es wird immer das ablehnen, was im Konflikt mit dem steht, was es als moralisch zutreffend bereits angenommen hat. Daraus entsteht auch das Problem, dass gewisse Dogmen und Vorurteile gegenüber Unbekanntem dafür sorgen können, dass man diese als falsch ansieht und daher ablehnt.

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Das klassiche Paradoxon, hier im Sinne der Kirchenmoral.

"Der Mensch kennt keine Moral, wenn der Instinkt ihn beherrscht, deshalb ist er frei von jeder Moral."

Moral dient dem Zusammenleben, nicht dem Überleben, zum Überleben brauchen wir unseren tierschen Instinkt.

Der Untergang der Menschen, wird durch ihren Anspruch auf Moral begründet sein. Begründet wurde die Moral von demjenigen, der sich als der Sohn desjenigen ausgab, der sich laut Kirche für unser Leben verantwortlich zeigt. Uns also "den Göttlichen Instinkt" mitgab.

Er hat keine Vorgaben mitbekommen und ist frei, eine eigene Moral zu entwickeln - oder auch keine.

Vermutlich heißt das: man darf alles machen ohne Einschränlung (Tit.1,15).

Zum Vergleich für das ewige Leben in Gottes Reich: (Mt.19,17)

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