mond nur auf einer seite sichtbar?

8 Antworten

Der Mond zeigt uns immer die gleiche Seite, weil er sich mit einer Erdumrundung nach 27,3 Tagen genau in dieser Zeit auch einmal um sich selbst gedreht hat. Man spricht da von einer sogenannnten gebundenen Roatation. Die ist kein Zufall, sondern die starken Gezeitenkräfte der Erde auf den Mond haben seine ursprüngliche schnellere Eigenrotation ausgebremmst zu Urzeiten. Da sich der Mond aber nach 27,3 Tagen um die Erde dreht und uns stets die gleiche Seite zeigt, dreht er sich nach dieser Zeit auch zwangsläufig einmal um sich selbst.

Der Mond hat keine Seiten, er ist nahezu rund. Alles was Licht reflektiert können wir sehen. Außerdem sehen wir immer nur eine Seite von Objekten, wenn wir nicht drum herum sehen können oder die Objekte sich nicht drehen. Nun aber zu deiner Frage die man falsch verstehen könnte.

Was du meinst ist, warum wir nicht den ganzen Mond sehen, von allen Seiten oder irgendwann mal die "Rückseite" des Mondes durch seine Drehung. Weil der Mond sich nicht dreht.

Im Detail heißt das hier sehr schön:

In 27,3 Tagen umrundet der Mond einmal die Erde. In der gleichen Zeit dreht er sich auch einmal um seine Achse - und wendet deswegen der Erde immer die gleiche Seite zu. Diese so genannte gebundene Rotation ist kein Zufall: Die starken Gravitationskräfte der Erde bremsen den viel kleineren Mond in seiner Eigenrotation so ab, dass sich die Rotation an die Umlaufzeit angepasst hat. Der Mond bremst aber auch die Erde etwas ab: Die Gezeitenkraft, die sich sogar im Erdmantel bemerkbar macht, verlangsamt die http://www.br-online.de/wissen-bildung/spacenight/sterngucker/erde/raumschiff.html">Rotation der Erde: Jährlich werden die Erdtage durch diese Gezeitenreibung um rund 16 Mikrosekunden (0,016 Millisekunden) länger.

___

Wir sehen zwar immer die gleiche Seite des Mondes, doch wer genau hinsieht, sieht ein bisschen mehr: Knapp 60 Prozent der Mondoberfläche bekommen wir im Lauf der Zeit zu Gesicht. Durch seine elliptische Bahn ist der Mond mal schneller, mal langsamer in der Umrundung der Erde - nicht aber in seiner Eigenrotation. Dadurch dreht er uns mal mehr die westliche Seite, mal mehr die östliche zu. Dann können wir ein kleines Stück über seinen rechten oder linken "Rand" hinaus sehen. Und durch die http://www.br-online.de/wissen-bildung/spacenight/sterngucker/mond/drakonitischer-umlauf.html">Schräge seiner Bahn zur Ekliptik sehen wir mal etwas nördlichere oder südlichere Bereiche seiner Oberfläche. Diese Schwankungen heißen Librationen des Mondes - sein scheinbares Pendeln um die Achse, aus unserem Blickwinkel. Sie können die Librationen sehen, wenn Sie die Krater oder Berge am Rand der Mondscheibe durch ein Fernrohr beobachten.

___

quelle: /wissen-bildung/spacenight/sterngucker/mond/rotation.html

Weil der Mond sich nicht dreht.

Irrtum. Natürlich dreht er sich. Und zwar eben... wie von Dir dann zitiert... gebunden, also mit derselben Periode, wie er für einen Umlauf um die Erde braucht.

1

Hallo hertha024,

hier ist es sehr schön animiert:

https://youtube.com/watch?v=6jUpX7J7ySo

Wir sehen immer nur dieselbe Seite des Mondes. weil der Mond sich mit derselben Periode um seine Achse dreht, mit der er auch eine Runde um die Erde dreht.

Man nennt das "gebundene Rotation". Sie entsteht über Jahrmillionen über die Gezeitenkräfte, die über Reibung die Rotation bremsen, bis gebundene Rotation eintritt.

Grüße

Was möchtest Du wissen?