Monatliche Ausgaben realistisch betrachtet und können wir uns ein Haus leisten?

15 Antworten

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Ich habe mir mal alle Antworten angeschaut und deinen Fall ein bisschen näher betrachtet.

Alles in allem würde es reichen, wenn alles so bleibt wie jetzt. Es wäre zwar knapp, aber es würde reichen. Ein bisschen Spielraum bekommt ihr, wenn ihr die jetzige Wohnung dann tatsächlich vermieten oder verkaufen könnt. Allerdings ist es je nach Wohnort nicht selbstverständlich, dass dies auch gelingen wird.

Was du bei euren Einnahmen allerdings nicht bedacht hast, wenn du im öffentlichen Dienst arbeitest und du tatsächlich dort bleibst/bleiben kannst, dann steigt dein Gehalt je nach Anstellungszeit. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen in welcher Entgeltgruppe du bist mit 1600€ Netto und 1800€ Sonderzahlung. Dürfte aber wohl so in die Richtung E9 gehen(außer du gehörst zu einem anderen Tarifvertrag, wie z.B. T-VV für Versorungsbetriebe usw). Sobald du 2 Jahre dort gearbeitet hast, bekommst du knapp 130€ Netto mehr. Nach weiteren 3 Jahren weitere 70. Bis nach den 10 Jahren dürften es wohl mehr als 300€ Netto mehr im Monat sein! Alleine dadurch würdet ihr ein wenig Luft bekommen.

Ein Wegfall der 2. Arbeitskraft wäre schlimm. Jedoch problemlos stemmbar, falls ihr die jetzige Wohnung vermietet bekommt. Der Wegfall der Hauptarbeitskraft wäre jedoch fatal. Dies muss nicht zwingend durch Jobverlust sein, sondern könnte auch durch Arbeitsunfähigkeit durch einen Unfall usw. passieren.

Auf jeden Fall freut es mich zu sehen, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die sich im jungen Alter Gedanken um ihre Zukunft machen :-)

Also ich denke, wenn keine unkalkulierbaren Umstände wie Unfall dazu kommen, dann dürfte das Projekt für euch stemmbar sein. Doch ihr seid beide Jung. rechnet im schlimmsten Fall auch damit, dass ihr euch eventuell trennen könntet und überlegt euch, was in diesem Fall passieren würde. Denn einer alleine wird den Kredit nur schwer stemmen können.

Euer Vorteil ist, dass ihr im Moment "nur" einen Bausparvertrag abschließen wollt. Dadurch seid ihr noch nicht so extrem gebunden. Ihr sichert euch schon mal einen guten Kreditzins und könnt dann, wenn es so weit ist, immernoch eure Situation überschauen und überlegen ob es für das Angedachte reicht, oder nicht. In den 10 Jahren kann viel passieren. Falls ein negatives Ereignis kommen sollte, könnt ihr euch immer noch gegen den Kauf des Hauses entscheiden und habt somit auch nicht das Problem einen großen Kredit an der backe zu haben.

Wünsche euch auf jeden Fall viel Glück und Erfolg :-)

danke für die schöne und vorallem gut durchdachte antwort!

der meinung bin ich auch.. wenn es so bleibt, haut es hin. man wird sehen wie es sich entwickelt und ich wollte ja nur unsere möglichkeiten abwägen und ob ein haus überhaupt je in frage kommen würde ;) ich will mir ja nicht gleich morgen eines kaufen ;)

1800 sonderzahlung ist (leider) die summe von mir und meiner partnerin, ich bekomm also allein etwa 1000 ;) derzeit habe ich 1400 netto und arbeite in eg 5. auch das kann durchaus noch steigen. die 1600 netto hab ich schon hypothetisch auf 10 jahre gerechnet ;)

vielen dank nochmal!

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Ein Haus für 120tds Euro, wenig bis fast nicht renovierungsbedürftig. Dann noch Makler 3-7% des Kaufpreises, Grunderwerbsteuer 3,5-6,5%, Notar und Grundbuch ca. 1000 €, Eintragung der Grundschuld für Bank ca. 1000 €. Dazu die monatlichen Nebenkosten für Grundsteuer, Müll, Strom, Wasser/Abwasser, GEZ, Gebäudeversicherung,....... Bist Du dir sicher, dass Du für 120tds das Haus bekommst dass ihr möchtet? In meiner Gegend kosten Häuser eher 200tds aufwärts, ansonsten musst Du viel Zeit und Geld reinstecken.

Normalerweise hätte ich jetzt gesagt, lieber nicht. Allerdings habt ihr auch eine Eigentumswohnung, die ihr vermieten könnt. Daher habt ihr da sozusagen die (Opportunitätsmiete) schon fast wieder drin. Bei Häusern ist es nun allerdings so, dass es immer zu Problemen kommt, und diese kosten einfach mal ordentlich Geld. Von der Stiftung Warentest gibt es Ratgeberbücher zu Immobilien. Diese sind ziemlich gut, und ich würde da einen Blick reinwerfen :)

Beim Hauskauf sagt man fast immer, dass man die Kosten noch tragen können sollte, wenn ein Vollzahler ausfällt.

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