Momentan überlege ich mir einen Organspende Ausweis zu zulegen - was wäre daran schlecht bzw. gut?

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11 Antworten

  • Organspende ist für die Angehörigen sehr oft eine große Belastung. Der Angehörige wird noch künstlich am Leben gehalten und wirkt keineswegs tot. Da fällt der Abschied und das innere Abschließen oftmals schwer, denn es fehlt die Offensichtlichkeit des Todes, des finalen Endes. Auch die Freigabe zum Ausweiden ist für viele eine enorme emotionale Belastung, die in diesem Moment des Schocks und der Trauer das Fassen und Verarbeiten dieser schrecklichen Wendung erschwert. Interessanter Artikel: http://www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf
  • Organspender sind lebende, schwer verletzte Menschen, deren Gehirn irreversibel so stark geschädigt ist, dass sie nie wieder ein bewusstes Leben haben werden. Die Medizin hat den Begriff "hirntot" eingeführt, damit dieser Zustand irgendwie das Prädikat "tot" erhalten kann, obwohl der Körper und seine Organe noch leben. In Wirklichkeit ist der Mensch mitten im Sterbeprozess, meistens nur noch durch Maschinen und modernste Medizintechnik künstlich am Leben gehalten. Die Definition von Hirntod ist daher umstritten und schlichtweg willkürlich. Wir reden hier also von einer formalen Definition und nicht von naturwissenschaftlichen Fakten. Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses.
  • Der Sterbeprozess endet nicht mit dem Hirntod. Das Hirntodkonzept ist medizinisch-naturwissenschaftlich nicht haltbar, sondern rein künstlich und meines Erachtens falsch definiert.
  • Ich rate, dir einen Organspende-Ausweis zuzulegen, aber "Nein" anzukreuzen.
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Bezieht sich Deine Frage auf die Organspende oder nur den Ausweis?

Einen Ausweis solltest Du auf jedem Fall haben, denn es nimmt Deinen Angehörigen die schwierige Entscheidung ab, wie man mit Deinem Körper weiter verfahren soll. Vorausgesetzt Du weißt, wofür Du Dich entscheiden willst.

Es gibt sowohl viele Gründe dafür und dagegen.

Dagegen würde sprechen, wenn Du den Ärzten bei ihrer Diagnose nicht trauen würdest, Du eine unsichere Haltung zum Hirntod hast, Dein Körper unversehrt bleiben soll. Und zahlreiche weitere Gründe spiritueller, religiöser oder persönlicher Natur.

Dafür spricht eigentlich nur ein Grund: Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, Nächstenliebe - Wie auch immer man es nennen mag.

Du kannst Dich auch dazu bereit erklären, nur gewisse Teile des Körpers nicht zu spenden, wie das Herz (weil man z. B. daran glaubt, das Herz sei der Sitz der Seele).

Ich spende im Bedarfsfall alles, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Richtig ist, dass diese Frage sehr gut überlegt sein muss. Wichtig ist, dass es dabei zu allererst um diejenigen gehen muss, die sich als "Spender" zur Verfügung stellen sollen, und erst dann darf es um eventuelle Empfänger gehen.

Lies meine ausführliche Antwort an SarawarHier auf ihre Frage:

War ich zu voreilig mit dem Organspendeausweis?
https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=answer-listing#answer-179834205

Klick darin auch den Link zu meiner Antwort an BossMoss an.

Es wird ja behauptet, die Organe würden NACH dem Tod herausgeschnitten werden, wobei sich auf den "Hirntod" berufen wird. Hier äußert sich Professor Linus Geisler zum

Hirntod
http://www.initiative-kao.de/handzettel-zu-organspende-hirntod.pdf

und wie die sogenannte "Organspende" abläuft.  - Weil sich ja auf den "Hirntod"  berufen wird und so getan wird, als sei der gleichzusetzen mit dem tatsächlichen Tod, ist es wichtig zu wissen, was das eigentlich ist und was ein sogenannter "Hirntod"  für den "Spender" bedeutet. - Dazu empfehle ich Dir das Interview mit Professor Coimbra (auf YouTube) mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

in dem er unter anderem erklärt, warum die Körper von Schwerstkranken oftmals bei funktionierendem Gehirn keine messbaren (!!) Hirnströme aussendet. Auch erklärt er, was für Folgen die Testmethoden für einen "Hirntod" haben kann.

Es ist gut, dass Du Dich informierst. Bitte pass gut auf Dich auf.

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Gut ist, dass du vielen Menschen im falle deines Ablebens helfen kannst. Das einzig schlechte ist, dass Religionen versuchen Organspenden zu verbieten.

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Ich spende nicht. Es ist aus Erfahrung eine Zumutung für die Angehörigen. Die Leiche wird biologisch am Leben gehalten, bis alle Organe vermittelt sind und danach darf keiner mehr den Körper sehen.

Ich spende auch deswegen nicht, weil ich nicht mehr an eine neutrale Vermittlung nach Bedarf glaube.

Ich spende auch nicht, weil ich selber keine Spenderorgane haben will.

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Ich hab einen. Da steht drin, das ich NICHT spenden will.

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Kommentar von kurdigms
20.01.2016, 13:20

Das ist ja in Ordnung. Darf ich fragen warum du dich dagegen  entschieden hast? 

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Als ich den damals bekommen habe, habe ich ohne zu Zögern der Spende zugestimmt. Warum auch nicht?

Wenn man dir Organe entnehmen darf, kannst du dadurch kranken Menschen helfen oder andere sogar vor dem Tod bewahren. Außerdem, wenn du tot bist, was jucken dich dann noch deine Organe? Dir nützen die nichts mehr, oder?

Mir fällt da echt kein Nachteil ein. 

Wäre nur bitter, wenn dein Tod festgestellt wird, du jedoch noch lebst und man dir dann Organe entfernt :D

Naja, sehr unwahrscheinlich, also mach es einfach.

MfG, TheErdnuss

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Gut ist, dass du mit einem Organspendeausweis anderen Menschen helfen kannst.  

Ich habe auch einen. Bin der Meinung, wenn ich schon sterben soll, soll damit wenigstens anderen Menschen geholfen sein. 

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Ich hab einen. Wenn ich mal sterbe, möchte ich wenigstens jemand anderem die Chance auf ein hoffentlich noch langes Leben geben.

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