Moll und Dur wie unterscheide ich das?

4 Antworten

Paralleletonarten sind Tonarten mit den selben Vorzeichen. Die zu unterscheiden ist besonders schwer. Denn beim Notenbild hast du bei C-Dur und A-Moll keine Vorzeichen, bei F-Dur und D-Moll beide Male ein b vorne stehen.
Zu einer Dur Tonleiter findest du durch zählen immer die passende in Moll. Denn der unterschied ist immer eine Terz nach unten (Moll ist also 3 töne tiefer)

Beim hören ist es einfacher. Dur klingt für uns immer strahlend, hell, siegreich, freundlich (Volkslieder sind bei uns in Dur!)
Moll dagegen klingt dunkler, traurig, weicher, weinerlich
(Lieder mit Trauer und kummer sind bei uns in Moll!)

Ich sage bei uns, weil das nicht absolut ist. Z. B. sind jüdische Lieder oftmals in Moll obwohl sie dennoch fröhlich klingen.

Wenn ma eure übungen dazu nicht kennt kann man nicht viel mehr sagen.
Bekommt ihr ein Notenbild mit Tonleitern und sollt zu ordnen?

Du kannst die Tonleitern doch nach dem Grundton unterscheiden. Der Grundton ist der Ton, mit dem eine Tonleiter beginnt.

Beginnt sie mit einem C und hat keine Vorzeichen, dann ist es die C-Dur. Beginnt sie aber mit einem A und hat keine Vorzeichen, dann ist es a-Moll.

Beginnt sie mit E und hat ein Kreuz als Vorzeichen, dann ist es e-Moll.

Beginnt sie aber mit G und hat ein Kreuz als Vorzeichen, dann ist es G-Dur.

Dazu muss man natürlich die (Dur-) Tonleitern und die Anzahl ihrer Vorzeichen kennen. Dazu schau mal  in den Quintenzirkel hier:

http://www.musiklehre.at/9_009.htm

Dazu gibt es Merksätze:

Dur-Tonleitern mit ♯ beim C beginnend bis Fis-Dur:

Cäsar Geh Du Alter Esel, Hole Fisch

Dur-Tonleitern mit ♭ beim F beginnend bis Ges-Dur:

Faule Beeren Essen Assistenten Des Gesetzes

In den Dur-Tonleitern sind die Halbtonschritte immer von 3 nach 4 und von 7 nach 8. Der von 7 nach 8 ist der von 3 nach 4 der nächstfolgenden Tonleiter.

Der 5. Ton, die Quinte, ist immer der Grundton der nächstfolgenden Tonleiter. (Deshalb auch Quintenzirkel)

Jede Dur-Tonleiter hat eine parallele Moll-Tonleiter. Sie benutzt denselben Tonvorrat (also dieselben Töne) und dieselben Vorzeichen. (Schau dir die in dem Quintenzirkel die Tonleitern innen an!) Die Mollparallele beginnt immer eine kleine Terz (3 Halbtonschritte) unter der Dur-Tonleiter. (C-Dur  1/2abwärts= H; 1/2 abwärts = Ais; 1/2 abwärts = A, also a-Moll)

Für die Molltonleitern gibt es auch Merksätze:

mit ♯

aber erst heute fischte cissy giselas diskus-fisch

mit ♭

der große clevere franz bringt essen.

Dur ist lateinisch und bedeutet "hart", Moll kommt ebenfalls aus dem Lateinischen und bedeutet "weich".

Also was härter klingt ist Dur, und was so richtig schnulzig, und traurig klingt ist Moll.

In der Realität lässt sich das nicht so einfach unterscheiden. Denn der tatsächliche Unterschied liegt bei den Halbtonschritten bei Dur (3,4+7,8) im Gegensatz zu Moll (2,3+5,6). Aber heraushören können sowas nur ganz ganz wenige,

da hast du recht, es ist schwierig. deshalb hab ich das mit den Halbtonschritten gar nicht erwähnt. Ich spiel selbst ein Instrument wenn ich es erkenne, mache ich es nur über den Klang

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