Moin eine frage zum Thema Miete und Kündigung?

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7 Antworten

"nun musste er aus der Wohnung raus ist ja klar"
Vermutlich hat der Vermieter fristlos mit einer Auszugsfrist gekündigt, dein  Bruder ist nur als Person ausgezogen, hat aber seine Einrichtung zurück gelassen, auf die nun der Vermieter sein Vermieterpfandrecht ausüben kann, oder: Es gibt einen Gerichtsbeschluss zur Räumung und Herausgabe der Mietschache, der durch den Gerichtsvollzieher durch Räumung nach Berliner Modell vollzogen wurde. Damit verbleibt die Wohnungseinrichtung in der ehemaligen Wohnung und fällt dem Vermieter zu.

Was du hier beschreibst,ist verbotene Eigenmacht des Vermieters, die Straftat der Nötigung wäre erfüllt und sollte das Schloss der Wohnungstür gewechselt worden sein, käme noch eine Besitzstörung, Hausfriedensbruch und Einbruch hinzu.

Bitte mal mehr Details zu dem Vorgang posten. Der von dir gewünschte § ist nicht existent.

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Grundsätzlich hat der Vermieter hier von seinem Vermieterpfandrecht gemäß § 562 BGB gebrauch gemacht.

Hier sei allerdings darauf hingewiesen, dass der Vermieter nicht sämtliche Gegenstände pfänden darf. Gemäß § 811 (1) ZPO ist es praktisch unmöglich, überhaupt Sachen eines säumigen Mieters zu pfänden.

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bei allem verständnis für den vermieter (habe leider erfahrung mit mietprellern gemacht) aber das darf er nicht. ganz im gegenteil: haut so ein mietpreller in einer nacht und nebelaktion ab, lässt seine sachen zurück und gibt den schlüssel nicht ab, so ist der vermieter gezwungen, diese einzulagern. wenn das gericht die wohnung freigibt und er die wohnung anderweitig vergeben will. 

der vermieter kann deinem bruder ordnungsgemäß kündigen und die aussenstehende miete per gerichtsvollzieher eintreiben lassen.

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Kommentar von Gerhart
07.04.2016, 12:13

Der Gerichtsvollzieher braucht aber ein Urteil um Mietschulden beizutreiben.

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Der Vermieter hat von seinem Pfandrecht Gebrauch gemacht.

Wenn er den Räumungsbeschluss vom Gericht hat, wird er die Wohnung räumen lassen und das Hab und Gut deines Bruders einlagern lassen.

Das bekommt er dann erst wieder, wenn er die gesamten aufgelaufenen Kosten bezahlt hat. Dafür wird ihm eine Frist gesetzt.

Kommt er dieser nicht nach, werden die Gegenstände "verwertet" bzw. entsorgt. Natürlich mit weiteren Kosten verbunden.

Übrigens gelten auch die Paragrafen, die besagen, dass man seine Miete zu zahlen hat. 

Vielleicht lernt er erst mal diese Seiten des BGB

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Kommentar von Hexe121967
07.04.2016, 12:04

aber all das kann der vermieter ja nur gerichtlich durchsetzen - oder?

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Ja sicher ist das rechtens,kann doch nicht sein das man seine Miete nicht zahlt,der Vermieter darf die Sachen als Pfand behalten ,bis seine Forderungen ,offene Mietschulden bezahlt sind.

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BGB § 562
Umfang des Vermieterpfandrechts

(1) Der Vermieter hat für seine Forderungen aus dem
Mietverhältnis ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Mieters.
Es erstreckt sich nicht auf die Sachen, die der Pfändung nicht
unterliegen.

(2) Für künftige Entschädigungsforderungen und für die Miete für eine
spätere Zeit als das laufende und das folgende Mietjahr kann das
Pfandrecht nicht geltend gemacht werden.

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Kommentar von Gerhart
07.04.2016, 12:18

Der Bruder des Gekündigten will doch nichts über das Vermieterpfandrecht wissen. Der Vermieter handelt hier illegal.

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Kommentar von Gerhart
07.04.2016, 12:16

Der Vermieter will doch gar nicht sein Pfandrecht zur Anwendung bringen. Er nötigt durch seine Maßnahme ungesetzlich den gekündigten Mieter zur Zahlung der Mietschulden.

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