Mofa Unklarheiten?

4 Antworten

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Salue

Das Wort Mofa ist eine Abkürzung. Sie steht für Motor-Fahrrad.

Also ein Fahrrad, welches zusätzlich über einen Motor verfügt.

Wenn Fahrräder ein Fahrverbot haben, darfst Du mit keinem Fahrrad fahren, auch wenn es zusätzlich einen Motor hat.  

Ist ein Mofa-Fahrverbot darfst Du aber als Fahrrad fahren, d.h. der Motor ist abgestellt und betätigst die Pedale.

Die Fahrverbote beinhalten immer auch die "höhere" Fahrzeugklasse. Ein Fahrverbot für PW's zum Beispiel ist auch automatisch ein Fahrverbot für LW's.

Es grüsst Dich

Tellensohn  

Das mit der Abkürzung wusste ich, drum auch die Frage, allerdings bin ich jetzt noch verwirrter. Was von den ganzen Antworten ist jetzt richtig?

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@Ludoreev

Alle Verbote für Fahrräder gelten auch für Mofas, weil sie ja auch Fahrräder sind.

Sind Velos gestattet, nicht aber Mofa, darfst Du als Velo durchfahren, halt nur ohne Gebrauch des Motors. Denn so wird Dein Mofa wieder zum reinen Fahrrad.

Bei uns in der Schweiz steht dann auch im Gesetz, dass Mofas "gebrauchsfähige Pedalen" haben müssen.

Ist dies in Deutschland nicht der Fall und kann man Mofas ohne Pedalen kaufen, müsstest Du wohl oder übel schieben.

Es grüsst Dich

Tellensohn

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@Tellensohn

Das mit den Pedalen gilt auch in Deutschland. Wie willst du ein Mofa wie mit einem Fahrrad , wenn die wie die neuen, ohne Pedale sind.

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Tellensohn, das ist leider Unsinn, Mofas sind Kraftfahrzeuge. Darum brauchst du ja u.a. eine Prüfbescheinigung um sie fahren zu dürfen und es gibt extra Schilder für "Fahrräder verboten" und ein anderes für "Mofas verboten". Und weil es kein Fahrrad ist, darf man innerorts auch keine Radwege damit benutzen.


Das ein Mofa ein KFZ ist kann man u.a hier nachlesen. Es handelt sich im die Klasse der Kleinkrafträder: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32002L0024

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@Stadewaeldchen

Ergänzung: Auch in der Fahrerlaubnisverordnung wird das Mofa als Kraftfahrzeug aufgeührt:

§ 4 Erlaubnispflicht und Ausweispflicht für das Führen von Kraftfahrzeugen

(1) Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Fahrerlaubnis. Ausgenommen sind

1.
einspurige Fahrräder mit Hilfsmotor – auch ohne Tretkurbeln –, wenn ihre Bauart Gewähr dafür bietet, dass die Höchstgeschwindigkeit auf ebener Bahn nicht mehr als 25 km/h beträgt (Mofas); besondere Sitze für die Mitnahme von Kindern unter sieben Jahren dürfen jedoch angebracht sein,
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@Stadewaeldchen

Andere Länder, andere Sitten. Mofas sind nicht durch eine EU-Gesetzgebung klar definiert, damit konnte die Schweiz dieses Regelwerk auch nicht ratifizieren.

In der Schweiz ist es klar. Mofas haben "Fahrrad ähnlich" zu sein. Blinker und andere "Motorrad ähnliche" Ausrüstungen sind verboten. Pedale und eine Klingel sind obligatorisch, eine elektrische Hupe ist verboten.

Die Höchstgeschwindigkeit ist bauart-bedingt auf 30 km/h (plus 10 % Toleranz) auf ebener Strecke limitiert.

Der Fahrer muss den Fahrausweis für Mofa besitzen, den er mit 14 Jahren (nur vereinfache Theorieprüfung, ähnlich Traktoren) erwerben kann.

Damit darf er Wege befahren, die für Velos gestattet, für Mofas aber verboten sind. Allerdings nur mit abgestelltem Motor.

Inzwischen ist übrigens ein weiteres Gesetz für die verschieden Arten von Elektrovelos erschienen. Die schwachen Hilfsantriebe (bis 250 Watt) werden ähnlich den motorlosen Fahrzeuge behandelt. Stärkere hingegen wie Motorfahrzeuge (Helmtragpflicht, Fahrausweis etc.)

Ich zweifle nicht daran, dass die EU auch bei den Mofas noch eine gemeinsames 1000 seitiges Regelwerk entwickeln wird.

Zwar muss man dann Anwalt sein, um es zu verstehen, aber es gibt keine Unterschiede mehr (ausser in der Anwendung, da macht jedes Land, was es will).  

Gruss

Tellensohn

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@Tellensohn

Da der Fragesteller laut Profil aus Deutschland kommt spielt das Schweizer Verkehrsrecht hier wohl keine Rolle.

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@Stadewaeldchen

Die Gesetzgeber in allen Ländern haben die gleichen "Pflichenhefter".

Bei ganzen Diskussion scheint mir, dass einem Punkt zu wenig Beachtung geschenkt wurde.

Der Gesetzgeber hat die Aufgabe zu definieren, welche Fahrzeuge mit welcher Ausrüstung grundsätzlich zum Verkehr zugelassen werden können.

Er hat eine zweite Aufgabe: Er muss regeln, wie die verschiedenen Verkehrsteilnehmer miteinander umgehen können und dürfen.

Dem ersten Gesetz entsprechend ist das Mofa ein klares Motorfahrzeug. Es ist eigene Kategorie unter den Motorfahrzeugen und hat entsprechend angepasste technische Auflagen einzuhalten.

Das Zweite Gesetzesbuch hingegen reglementiert, wie sich die Verkehrsteilnehmer in Einzelnen und untereinander verhalten müssen, damit ein maximaler Verkehrsfluss bei möglichst hoher Sicherheit für alle sicher gestellt ist.  

Unter diesem Gesichtspunkt dieser "Spielregeln" gehört ein Mofa deutlich mehr zu den Fahrrädern. Es fährt etwa gleich schnell und es ist schmal. Es wäre kontraproduktiv, ein Mofa auf die Fahrbahn zu "hetzen", wenn es doch nebenan einen Veloweg hat.

Ein Mofa kann also technisch ein Motorfahrzeug sein, das bei den Verkehrsregeln aber doch eher einem "motorlosen" Vehikel entspricht.  

Es sind also zwei ganz verschiedene Sachen. Welchen rechtlichen Gesichtspunkt das Deutsche StVO regelt, weiss ich leider nicht.

Allen einen schönen Abend

Tellensohn

 

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Sorry der Stern war ausversehen!

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Ein Mofa ist ein Kraftfahrzeug (Kfz).

Es ist kein Fahrrad.

Wenn Fahrverbot (nur) für Fahrräder herrscht, darfst ein Mofa dort also fahren.

Eine gesperrte Straße mit "Radfahrer frei" darf mit dem Mofa nicht befahren werden.

Mofas sind Kraftfahrzeuge. Straßen, die für Radfahrer gesperrt sind, darfst du mit dem Mofa befahren. Ist eine Straße nur für Radfahrer freigegeben, darfst du sie nicht benutzen mit dem Mofa (aber absteigen und schieben darfst du)

Aber warum darf man dann außerorts auf dem Fahrradweg fahren, wenn man eigentlich keins ist?

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@Ludoreev

Weil das explizit in der StVO so geregelt ist (§2 Abs. 4 letzter Satz StVO):

Außerhalb geschlossener Ortschaften darf man mit Mofas und E-Bikes Radwege benutzen.

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