Warum sollte man Mörder töten?

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13 Antworten

Es gibt keine Gründe. Wer sagt denn mit hundertprozentiger Sicherheit, dass es sich tatsächlich um einen "Mörder" handelt? Und wer soll ihn töten? Willst etwa auch noch Selbstjustiz ins Spiel bringen? Kennst du die Gründe, warum jemand jemanden getötet hat? Und ist es gerechtfertigt, dass jemand anderes nun einen Grund nennt, jemanden zu töten, nämlich weil er ein "Mörder" sei? Die Gründe des "Mörders" spielen keine Rolle, aber ein anderer darf töten, weil SEIN Grund ein guter Grund ist?

Nee, es gibt keine Gründe dafür. Zumal es auch Justizirrtümer gibt, und ein Nicht-Mörder aufgrund eines Irrtums "ermordet" werden kann.

Bingoringo 16.05.2016, 23:25

Ich verstehe deine Antwort. Der Text war wohl etwas zu lange um bis zum Ende zu lesen.

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In den letzten Tagen wurde dank umfangreicher und erfolgreicher Ermittlungen der Polizei das unbeschreibliche Monster verhaftet das am 21.12.2015 vier Menschen auf brutalste Art und Weise umgebracht hat. Er vergewaltigte den 14 jährigen Sohn und schnitt anschliessend ihm, dessen Bruder, Mutter und Freundin des Bruders die Kehle auf. Danach überschüttete er seine Opfer mit Benzin und zündete sie an……………….. Meine Frage an die Gegner von Hinrichtungen: 1. Handelt es sich beim Täter um einen Menschen ? Wenn ja werde ich zur Rasse der Affen konvertieren. Mit so etwas habe ich gar nichts gemeinsam. 2. Woher kommt eure Vorstellung, dass so etwas noch eine 2te Chance kriegt. Bei perversen Sexualstraftätern wird diese 2te Chance meistens zu weiteren Gräueltaten genutzt. Ist das in eurem Sinne bzw. seid ihr noch bei Sinnen ? 3. Ein Jahr Gefängnis kostet in der CH ca. 1 Million Franken. Wenn der Täter nach 15 Jahren bei guter Führung entlassen wird, hat die Übung 15 Millionen gekostet, also haben wir bei einem Wiederholungstäter so viel Geld vernichtet, um ihm die Möglichkeit zu geben seine krankhaften Triebe noch einmal, zweimal, dreimal auszuleben und wieder unvorstellbares Leid über Opfer und Angehörige zu bringen. Ist das irgendwie zu rechtfertigen ? Die flauen Argumente von Menschenrechte und Würde kann ich nur bei Menschen die Würde zeigen gelten lassen. Ein locker gesagt perverser pädophiler Rauschkiller hat keine Menschenrechte mehr und die einzige Würde die ihm noch bleibt, ist die Selbsttötung. Aber das wird ja leider auch möglichst verhindert. Ein robustes Seil in der Zelle wäre die beste Lösung. Ich fordere die Tötung von solch brutalen und jeder menschlichen Regung mangelnden Bestien um weiteres Elend zu vermeiden. Wenn dann dadurch dem Bedürfnis auf Rache und Vergeltung auch noch Rechnung getragen wird stört mich das nicht, aber es steht für mich nicht im Vordergrund, sondern die Verhütung. All die die wohlwollend nicken, wenn man solchen Tätern eine 2te Chance gibt sind dann auch verantwortlich, wenn er diese in seinem Sinne wieder wahrnimmt. Denkt mal drüber nach. Es könnte dann beim nächsten Mal ihre Tochter, ihre Mutter oder ihr Bruder sein die dem Mörder zu seiner sexuellen Befriedigung dienen. Findet ihr das cool ? P.S. Ich bin nicht generell für die Todesstrafe da ich keinen unschuldig hingerichteten Menschen sehen möchte und es Situationen gibt, die ein gewisses Verständnis erzeugen. Aber Täter wie oben beschrieben, oder auch der Wahnsinnige der in Norwegen 77 Menschen weggepustet hat gehören einfach nicht mehr auf diese Welt und ich kann echt nicht verstehen wie man anderer Meinung sein kann.

In uns schlummert ein wichtiger Trieb dafür, den wir als zivilisierte Menschen nicht so gerne an uns wahrnehmen wollen: RACHE

Rache (also Selbstjustiz), Abschreckung (in Diktaturen, ...)

Aber:

Man sollte Mörder nicht hinrichten. Es ist zwar unbeschreiblich schreckich was diese machen/getan haben, aber das rechtfertigt- im Sinne der Menschenrechte- nicht den Mord an ihnen, denn diese gelten ja auch für sie. Außerdem gibt es immer einen Mörden für diese Mörder- das artet in einen Genozid aus. Ich finde es interessant das ein Soldat jedoch nicht als Mörden, sondern als Beschützer angesehen ist....

Ich habe einmal gelesen, dass jeder getötet werden sollte, der selbst getötet hat. Wer also den Respekt vor dem Leben verloren hat, der hat auch sein Recht auf Leben verwirkt. Warum sollte man das Leben eines Mörders höher schätzen als er das Leben seiner Opfer geschätzt hat? Er hat seine Misachtung des Lebens ja schon unter Beweis gestellt.

Garnicht, denn wenn man alle Mörder hinrichten lassen würde, wäre am Schluss wohl niemand mehr übrig! Zusätzlich würde man sich ja auf das gleiche Niveau wie der Mörder herabbegehen und müsste mit dem Gewissen leben, einen anderen Menschen getötet zu haben und wer kein schlechtes Gewissen hat, wenn er einen Mensch getötet hat, gehört meiner Meinung nach in die Klappse!

Schützen kannst du auch niemanden, indem du jemanden tötest, dadurch wirst du selber nämlich auch zur Gefahr. Wenn du Mord als Schutz für jemanden nimmst, müsstest du dich selber danach auch hinrichten, da du ja selbst Mörder werden würdest.... hach ist das kompliziert!

Kurz gesagt: Kein einziger Mord ist je gerechtfertigt!

sungirl123 21.12.2015, 15:26

Aber wenn man danach geht, dass diese Person mehrere Male getötet hat.. Also nicht nur einmal , sondern 3 oder 4 mal , ist es dann nicht erkennbar , dass diese Person "böse Gedanken" hat ? Und er wäre ja zukünftig weiterhin eine Gefahr oder ? Wäre es dann nicht besser dem sofort ein Ende zu setzen ? 

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Tiberius2121 21.12.2015, 15:30
@sungirl123

Wir sind alle die Produkte aus Erziehung und Genetik. Alles was wir machen ist duch unsere Gesellschaft definiert. Der freie Wille ist eher eine Einbildung. Jede Entscheidung ist ducrh andere Menschen beeinflusst.

Kann man einen Menschen für seine schlechte Erziehung oder Umgebung hinrichten? Dies ist für ihn doch unverschuldet

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Jipslica 21.12.2015, 16:05
@sungirl123

Theoretisch schon, es ist klar, dass solche Menschen eine sehr gestörte Wahrnehmung haben, aber man kann sie nicht unbedingt für das verantwortlich machen, was sie getan haben. Es gibt Menschen, welche psychisch so gestört sind, dass sie nicht zwischen gut und böse unterscheiden können, sie verstehen nicht, dass sie jemanden töten durch ihr verhalten. Teilweise möchten sie auch "nur", dass zb. die Frau die sie zu erst vergewaltigt haben endlich still ist, diese Menschen sind teilweise nicht fähig sich ihrem Handeln bewusst zu sein. Stell dir vor, ein 10 Jähriges Kind muss auf sein wenige Monate altes Geschwisterchen aufpassen, dieses weint jedoch so lange, bis das 10 Jährige Kind es zu schütteln beginnt (das 10 Jährige Kind weiss aber, dass es das nicht machen darf, man hat es ihm mehrfach gesagt, dass es ganz sanft zum Baby sein muss) - und schon ist das Baby tot und man müsste ein 10 Jähriges Kind hinrichten (gut das ist schon ein etwas extremes Beispiel, aber man muss ja alle gleich behandeln, denn wer schon jemanden töten konnte, hat eine weniger geringe Hemmschwelle)!

Das ist so, wer natürlich wahllos Leute abschlachtet und dies auch noch toll findet ist natürlich eine Gefahr, aber trotzdem rechtfertigt dies nicht einen Mord an ihm... (also versteh mich nicht falsch, ich finde Mörder müssen bestraft werden, aber durch den Tod macht man es ihnen ja nur einfacher, sie müssen weder mit einem schlechten Gewissen für den Rest Ihres leben kämpfen, noch werden sie in irgendeiner Weise bestraft. Ich fände es schlimmer zu wissen, dass ich mein ganzes Leben in einer Gefängnis- oder Irrenhauszelle verbringen zu müssen, als zu wissen, dass ich bald sterben muss, denn dieses Leid geht schneller vorbei)

Ich habe auch mal eine Dokumentation über einen Serienmörder gesehen, der so viele Leute getötet hat, da er nie liebe erfahren hat. Er wollte seine Opfer nachdem er sie kennenlernte nicht verlieren, wollte ihre Zuneigung und Liebe, da er aber nicht wusste, wie man mit anderen Menschen agiert, wollten diese seine Gefühle nicht erwidern. So hat  er sie dann schlussendlich getötet um sie noch etwas länger um sich zu haben - Sehr krankes verhalten zwar, aber er hat im Grunde nicht verstanden, was er damit genau anrichtet... Klar rechtfertigt diese Störung auch keinen Mord, aber es würde nichts bringen so jemanden zu töten, weder den Opfern, noch den Hinterbliebenen.

Oder stell dir vor, du wirst mitten in der Nacht von 5 Leuten angegriffen und schaffst es, wie durch ein Wunder zu überleben, musstest dafür alle 5 Angreifer töten. Nun bist du ein Serienmörder, fändest du es gerecht, wenn sie dich dafür hinrichten würden? Du hast zwar aus Notwehr gehandelt, hättest aber im Grunde genommen auch einfach weglaufen, oder die Leute nur verletzen können...

Zusätzlich vertrete ich die Meinung töten wird mit der Zeit einfacher. Der erste Hirsch, den ein Jäger erlegt, ist noch schwer zu erlegen, es tut dem Jäger leid ein Leben und sei es "nur" das eines Tieres, beendet zu haben. Der zweite Hirsch ist da schon einfacher, der dritte ist auch nicht mehr schlimm und irgendwann ist es dem Jäger egal, genau so sehe ich es bei Menschen. Derjenige der also die Mörder töten muss, findet dies irgendwann nicht mehr schlimm, was hält ihn also davon ab irgend einen Unschuldigen zu töten?

Deshalb finde ich, egal wie schlimm ein Mensch ist und egal wie viele Leute dieser umgebracht hat, Mord ist unter keinen Umständen eine Lösung.

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Hallo! Ich hoffe natürlich das ist für eine Geschichte oder so '-'

Rache --> Vergeltung, Notwehr und wie oben genannt Schutz sind die Gründe die mir da einfallen.

Meistens ist Rache der wahre Grund. 

Ein Getöteter Mörder wäre eine Gefahr weniger (logisch gesehen).

Jipslica 21.12.2015, 15:16

Da kann ich dir nicht wirklich Recht geben, denn derjenige welche den Mörder getötet hat, wird dann ja auch zum Mörder und wird dadurch ja auch wieder zur Gefahr.

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ppatriks 21.12.2015, 21:48

Nein das stimmt, ich habe es ja nur logisch gesehen betrachtet gehabt.

So gibt es keinen Grund einen Menschen das Leben zu nehmen außer (meiner Meinung nach), das der Mörder mehrere Personen bedroht so wäre es noch in Ordnung.

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ppatriks 21.12.2015, 21:50

Naja, es kommt darauf an, es gibt unterschiedliche Personen, jeder ist dementsprechend fähig.
Des Mörders Mörders muss nicht unbedingt gefährlich sein.

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Wieso will man Mord mit Mord sühnen? Ich finde dieses Argument so schwachsinnig. Es gibt keinen vernünftigen Grund, einen Mörder zu ermorden, denn dadurch wird man selber ein Mörder, der ermordet wird, von einem anderen Mörder, der ebenfalls ermordet wird, weil er jemanden ermordet hat. Das entspricht natürlich nicht der Realität, aber so wäre es, wenn man alle Mörder töten würde. Das mag zwar Gerechtigkeit bringen, aber es ist moralisch absolut verwerflich.

1. Unleugbar haben schwere Verbrechen wie Entführung und Geiseltötung, hat überhaupt Gewalttätigkeit während der letzten Jahre in der westlichen Welt ständig zugenommen. Dagegen muß mit aller Schärfe vorgegangen werden.

2. „Auge um Auge, Zahn um Zahn; Hand um Hand, Fuß um Fuß“ (2. Mose 21, 24) – nach diesem mosaischen Gesetz über die Angemessenheit der Strafe gälte auch: ein Leben um ein Leben.

3. Das mosaische Gebot „Du sollst nicht töten“ kann nicht auf die Todesstrafe bezogen werden; denn im Volke Israel galt ja beides: das Tötungsverbot ebenso wie die Todesstrafe.

4. Liberale mobilisieren so viel Scharfsinn und Mitleid, um die Mörder zu verstehen, daß ihr Fonds an Sympathie erschöpft zu sein scheint, wenn es um die Opfer geht.

5. In den autoritären Staaten, in denen es die Todesstrafe gab oder noch gibt, herrschen Gesetz und Ordnung zum allgemeinen Wohle stärker als in den liberalen Demokratien.

Quelle: http://www.zeit.de/1973/03/die-todesstrafe

Tierfreund2015 21.12.2015, 15:01

6. Lebenslängliche Haft ist unmenschlicher als ein schneller Tod.

7. Warum soll die Gesellschaft Schwerverbrecher auch noch ernähren?

8. Bei „guter Führung“ werden die „Lebenslänglichen“ nach zwanzig Jahren entlassen und morden dann weiter.

9. Wo sich die Gesellschaft vor Schwerverbrechern durch Gefängnismauern schützt, delegiert sie ihr Risiko an das Aufsichtspersonal des Strafvollzugs. Wer möchte Gefängniswärter sein, Tag für Tag von Mördern umgeben?

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Gerechte Strafe? XD wäre zwar nicht meine Meinung, aber vll denken andere so

Geld. Beerdigung ist günstiger als Knast.

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