Mögt ihr die Firma Disney?

12 Antworten

Ich mag die Disneyfilme und auch die Disney Philosophie.

Die Disneyfilme strahlen Optimismus, Positivität und Freude aus. Walt Disney musste viele Rückschläge einstecken bevor er Erfolg hatte, und er hat nie aufgegeben. Diese positive Grundhaltung spiegelt sich auch in seinen Filmen wieder, auch über 50 Jahre nach seinem Tod.

Die heutige Zeit wird jedoch zunehmend zynisch, negativ und gewalttätig. Das findet man aber nicht in Disney Filmen (bzw. Gewalt nur in geringem Maße). Daher sind Disney und die Disney Filme auch so oft das Ziel von Attacken. Aber mir gefällt es, dass die Firma Disney zu den positiven Werten steht und Filme macht, die jeder genießen kann, auch Kinder. Wenn ich ins Kino gehe will ich glücklich und fröhlich heraus kommen, mit einem guten Gefühl. Und nicht deprimiert mit schlechtem Gefühl und Wut im Bauch. Und Disney verstärkt einfach die guten Gefühle. Auch das scheint leider aus der Mode zu kommen, gute Gefühle zu haben.

Die Geschäftspraktiken der Firma Disney lassen allerdings manchmal zu wünschen übrig, wobei sie damit aber auch nicht allein sind. So ziemlich jede große Firma hat solche Geschäftspraktiken, die sich nur um Gewinnmaximierung drehen.

Woher ich das weiß: Hobby

Ich mag einige Disney-Filme, aber ansonsten habe ich mich mit Disney nie beschäftigt. Mir ist das alles herzlich egal, Hauptsache ich kann meine DVD-Sammlung vergrößern. Wer die Filme produziert/finanziert ist dabei völlig unwichtig.

Was ich an Disney aber gut finde, ist, dass sie die Märchen kindgerecht gemacht haben. Die ganzen 08/15 Märchen, die den Kindern vorgelesen werden, waren im originalen Horrormärchen.

dass sie die Märchen kindgerecht gemacht haben.

Sie haben teilweise den Sinn komplett verdreht und Verbrechen zu etwas romantischem verklärt. Pocahontas wurde von englischen Seefahrern auf ein Schiff gelockt und dort als Geisel gehalten.

Eine Romanze mit Smith gab es nie, Ihre Bemühungen zur friedlichen Koexistenz weißer Siedler und den amerikanischen Ureinwohnern wurden mit Waffengewalt zunichte gemacht.

Ihre Hochzeit hatte den Frieden für Ihr Volk und andere Natives zum Ziel, Frieden haben Sie jetzt, aber Sie werden noch heute unterdrückt und schikaniert.

Ihr Ehemann, John Rolfe war als Plantagenbesitzer im Süden, Sklavenhalter.

Wenn man über ein Ereignis nichts gutes zu erzählen hat, sollte man vielleicht gar nichts sagen, anstatt die Dinge unnötig zu beschönigen. Aber dann verdient man natürlich auch kein Geld.

Ein Elternpaar aus meinem Bekanntenkreis geht ebenso "kindgerecht" mit der Fleischproduktion um, in dem es seinen Kindern erzählt, den Tieren würde das Fleisch vom PoPo abfallen.

War das ne Überraschung, als die in die Schule gekommen sind.

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Walt Disney war bekennender Antisemit und ein Bewunderer der Nazis, hat freundschaftliche Beziehungen zu Hitlerdeutschland gepflegt.

Zudem hat er seine Angestellten gequält und schickaniert, teilweise auch seine Familie.

Wär jetzt nicht die Person die ich "mögen" würde.

Die Filme mag ich größten Teils auch nicht, da die Ideen dafür meistens geklaut sind, und dann auch noch drastisch verändert wurden. Zb. Junglebook, wo die Bösen plötzlich zu Guten, und Gute zu Bösen werden, weils so besser zu den gängigen Klischees passt.

Oder wie bei Pocahontas, wo die Geschichte romantisch verklärt wird und ein unglaubliches Verbrechen an den amerikanischen Ureinwohnern weggehübscht wird.

Das sind alles infame Lügen! Walt Disney war weder Nazi-Sympathisant noch Antisemit. Er hat auch seine Familie nicht schickaniert. Und seinen Angestellten gegenüber war er zwar ein strenger Chef, aber hat höhere Löhne als der Duchschnitt bezahlt und die guten Animatoren genossen viele Vorzüge.

Informier dich einfach mal, bevor du soeinen Unsinn schreibst!

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@Thinkerbelle

Neil Gabler, sein ehermaliger Wegbegleiter, schreibt in seinem Buch, dass die Angestellten Angst vor Walt hatten. Zudem hat Walt Disney eine antisemitische Lobby in Hollywood ins Leben gerufen, finanziell und politisch unterstützt, das ist kein

Es gab mehrere große Streiks der Belegschaft, die sich gegen Walt selbst richteten. Einige der hochbezahlten Angestellten fanden, dass es nicht genug Geld war, um für so einen Mann zu arbeiten, und haben gekündigt, In einer Zeit, in der bezahlte Arbeit weiß Gott ein hohes Gut war.

Obwohl die amerikanische Filmindustrie die faschistische Filmbranche boykottierte, traf sich Disney mit Riefenstahl und besuchte anschließend das faschistische Deutschland persönlich, um mit der dortigen Filmbranche Kontakt zu halten.

"Marc Eliot beschreibt den Liebling Hollywoods als neurotischen Zwangscharakter, der von quälenden Identitätsängsten heimgesucht wurde und der - was dem Ruf Disneys besonders abträglich sein dürfte - über Jahrzehnte dem FBI als informeller Mitarbeiter und zuverlässiger Denunziant diente."

Es stimmt, dass Disney während des Krieges dann eine Position gegen Hitler eingenommen hat, aber 1. war er Geschäftsmann, und alles andere wäre dem Geschäft abträglich gewesen, 2. ändert dass nichts daran, dass er sich als einzige Hollywoodgröße über den Boykottbeschluss hinwegsetzte, um sich mit Hitlers Lieblingsschauspielerin zu treffen, die selbst überzeugter Nazi war.

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@FresherKnilch

Weder Neil Gabler noch Marc Elliot haben Walt Disney selber gekannt. Neal Gabler war 16 Jahre alt als Walt starb. Und so gut wie alles was Marc Elliot in seinem Buch über Walt schrieb wurde wiederlegt.

Lies mal die Bücher von Jim Korkis. Der hat hunderte Leute interviewt, die Disney selber kannten. Bekannte und Unbekannte. Der hat Akten ausgegraben um das was er schreibt zu auch zu bestätigen. Oder den Blog von Floyd Norman - das war ein schwarzer Zeichner der noch mit ihm zusammen gearbeitet hat - der sagt er wurde nie von Walt Disney diskriminiert und hat auch nicht mitbekommen, dass er andere diskriminiert hätte. Und er sagt auch, dass er gerne bei Walt Disney gearbeitet hat.

Walt hatte jüdische Freunde, und wurde von einer jüdischen Gemeinde, mit deren Rabbi er befreundet war zum Mann des Jahres gewählt. Und als seine Tochter mit einem jüdischen Mann verlobt war freute er sich darüber. Lies mal hier:

https://www.mouseplanet.com/11885/Debunking_Myths_About_Walt_Disney

His daughter, Diane Disney Miller recalled in an interview I did with her:
"I do know that he had great respect for all faiths. Rabbi Edgar Magnin [rabbi and spiritual leader of Congregation B'nai B'rith/Wilshire Boulevard Temple, and considered the "Rabbi to the Stars") refers to him as 'my friend Walt Disney' in his book titled 365 Vitamins For the Mind.
"He was the B'nai B'rith Man of the Year for the Beverly Hills Chapter in 1955. My sister dated a Jewish boy for awhile with no objections from either of my parents. One time, Dad said innocently but proudly, 'Sharon, I think it's wonderful how these Jewish families have accepted you.'…and it was a very sincere comment. And she was accepted. She knew about lox and bagels way before I was aware of them, went to several bar mitzvahs, etc.
"Jules and Doris Stein [who were both Jewish. Stein founded MCA that later purchased Universal Pictures in 1962] were good friends. Dad had so many very good Jewish friends, going back to his childhood. Many of dad's strongest supporters in his career in Hollywood were Jewish, weren't they? I have to conclude that dad was not guilty of any kind of anti-Semitism."
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@FresherKnilch

Was Leni Riefenstahl angeht, da hatte er nicht gewusst, wer sie ist (1938 war auch noch vor dem Krieg). Ein Bekannter hatte ihm erzählt, dass das eine gute Filmemacherin sei (was ja auch stimmt - vom künsterlischen Standpunkt her waren Riefenstahls Filme damals ein Meilenstein). Aber als sie ihm von ihren Filmenn erzählte wollte er sie dann doch nicht anschauen. Und hat sich später von ihr distanziert. Das steht ebenfalls in dem Link, den ich oben gepostet habe. Möglicherweise hat er sich auch nur mit ihr getroffen, weil 135.000 Reichsmark an Einnahmen aus Deutschland damals von seiner deutschen Vertriebsgesellschaft eingefroren waren, weil seine Filme in Deutschland verboten waren. Er erhoffte sich wahrscheinlich, dass sie da ihren Einfluss geltend machen könnte, damit er sein Geld bekommt und seine Filme nicht mehr verboten werden. Und wäre er Nazi-Sympathisant gewesen hätte Frau Riefenstahl das sicher auch getan, aber sie tat es nicht.

Anderslautende Gerüchte stammen von einem ehemaligen Mitarbeiter, der ihm nicht wohlgesinnt war.

Die guten Zeichner seiner Studios verdienten ziemlich gut und hatten besseres Essen in der Kantine und Freitzeiträume in den Studios. Die weniger guten Zeichner hatten das nicht. Er behandelte also nicht alle gleich und das gab dann auch Probleme und einen Streik. Und beim Streik hielten sich die gutbezahlten Animatoren großteils raus. Und die die mitmachten (vor allem Art Babbit ist da bekannt) streikten nicht für ihr eigenes Gehalt, was weit über dem Durchschnitt lag, sondern dafür dass alle gleich viel Gehalt erhalten sollten, also die weniger guten Zeichner sollten dasselbe erhalten. Ganz am Anfang hatte Walt 20% seiner Gewinne an alle seine Zeichner ausgeschüttet. Bei Schneewittchen, der sehr teuer war, brauchte er aber alles Geld und wollte den Zeichnern erst später einen Bonus geben. Und dann las er in einem Psychologiebuch, dass man Leuten Anreize geben muss, und darufhin hatte er nur den guten Zeichnern Gehaltserhöhungen gegeben. Das hat dann den Streik hervor gerufen. Man kann ihm also vorwerfen die falschen Psychlogiebücher gelesen zu haben. Wobei das heutzutage aber auch noch Gang und Gäbe ist, dass man bei der Arbeit Leistungsbeurteilungen hat und sich daran der Bonus oder die gehaltserhöhung orientiert.

Hier etwas zum Streik, von Leuten, die wirklich dabei waren:

https://disney.fandom.com/wiki/Disney_animators'_strike

Walt Disney hat seinen Zeichnern aber auch Fortbildungen bezahlt. Und weil er so oft Fortbildungen organisierte wurde daraus das California Institute of Arts.

Als Chef war er sicher schwierig. Er war ein strenger Chef. Er war Perfektionist und er lobte nie aber kritisierte viel. Aber wenn jemand etwas gut gemacht hat erzählte er es anderen, so dass es derjenige meist schon erfuhr. Und er hatte mgelegentlich mal schlechte Laune, was auch davon kam, dass er nach einer Verletzung beim Polo-Spiel ständig Schmerzen hatte. Das kann man natürlich kritisieren, aber kein Mensch ist eben perfekt.

Hier noch ein Artikel, in dem es um die Führungsqualitäten von Walt Disneys geht:

https://www.mouseplanet.com/10543/Walt_Disneys_Leadership

Zitat daraus:

"What Qualities Did Walt Disney Have As a Leader?
"Disney was a charismatic, passionate, visionary leader who inspired his followers to consistently exceed what they thought was possible and to explore unfamiliar disciplines. He established both formal and informal channels of communication, often directly approaching front line workers like gardeners and ticket-takers to get their opinions not only of challenges but possible solutions. He genuinely liked people and knew that each person needed to be handled differently to produce what he needed. He took his work seriously but not himself, often purposely mis-buttoning his sweater so he would appear less intimidating. While he was a calculated risk taker, he also took full responsibility for any failure, giving his followers the confidence to try new things that might not work out rather than playing it safe.
"What Qualities Do You Think He Lacked As a Leader?
"Disney had an acknowledged lack of patience as well as a fiery temper, often sparked or aggravated by back pains from a 1930s polo injury that never healed properly. Employees nicknamed his foul moods as "wearing the bear suit" and would avoid approaching him during those times, even on important issues. While Disney was a mesmerizing storyteller, he could sometimes be vague on the specifics of a project or what he wanted, expecting his employees to somehow fill in the blanks without further guidance. While Disney trusted his staff, he insisted on approving individual steps in a process, resulting in a loss of time and added money while various departments waited for that approval in order to proceed to the next step.
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@FresherKnilch

Und er war auch kein informeller FBI Mitarbeiter. Er wurde zwar eine Zeit lang als Kontakt geführt, wenn FBI Mitarbeiter Informationen allgemeiner Art über die Filmindustie brauchten. Später wurde er selber vom FBI bespitzelt, weil er sich in seinen Filmen über FBI Offiziere lustig machte. Das steht auch alles in dem Link, den ich oben gepostet habe.

Dieses ganze Disney-Bashing beruht auf Fake News. Die wirklichen Filmhistoriker konnten nichts davon bestätigen!

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