Möglichst viel ausrollen lassen, um Energie zu sparen: Warum wird das so selten gemacht?

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

das liest sich ja alles schön und gut. aber so wohl der finanzkapitalist als auch der automobilist agiert leider mit gehirnregionen, die eigendlich der zeit entstammen, als wir noch raubtiere waren.

der begriff "raubtierkapitalismus" kommt also nicht von ungefähr.

was den 3. Absatz betrifft. das heißt in der tat reißverschlussystem und ist eigendlich in der STvO sogar so vorgesehen! aber wie gesagt, da kommt dann wieder der Egoist respektive das Raubtier zum Vorschein.

ich fürchte, leuten wie uns bleibt da nur a.) mit gutem beispiel vorran zu gehen und sich möglcihst wenig verleiten zu lassen (hab ich offengestanden auch schon das ein oder andere mal) und b.) darauf zu warten und hoffen, dass der autofahrer als solches ausstirbt sprich wir das fahren den maschinen überlassen.

ob das dann wirklich besser wird, das will und kann ich nicht versprechen. nur was ich weiß ist, dass es wohl noch lange dauern wird, bis selbstfahren endgültig der geschichte angehört.

und ganz ehrlich? das finde ich nicht schlecht, denn zu weilen macht autofahren echt spass.

lg, Anna

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vermutlich sind zu viele Leute zu nervös. Ich kann das nachvollziehen - bevor ich mich umgewöhnt habe (weil Nervosität etc. ja doch keine Vorteile bringt), hatte ich auch einen anderen Fahrstil.

Immerhin besteht Hoffnung - Alkohol am Steuer galt vor 30, 40 Jahren noch als Kavaliersdelikt, selbst wenn man dabei einen Unfall gebaut hat. Heute gilt es als ungehörig, auf einer Party nicht auch alkoholfreie Getränke anzubieten.

Weiter hätte ich gern, dass Ampeln einem die letzten 30 bis 60 Sekunden, bevor sie auf Grün schalten, die Zeit anzeigen. Dann würde ich viel öfter den Motor abstellen.

(Eine Sache, die ähnliches Umdenken erfordert, aber weniger Energie spart: eine Schlange für alle Kassen im Supermarkt u. ä. Soll Länder geben, wo das funktioniert.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Maleficent666 07.10.2017, 23:44

Die neuen Autos schalten von alleine den Motor aus sobald man auskuppelt u von der Bremse geht. Das ist ein Vorteil an Ampeln u Banhübergängen

0
Datschenbauer 07.10.2017, 23:49
@Maleficent666

Ja, Start-Stop, aber durchaus nervig. Es lohnt sich eigentlich nur, wenn man länger als 20 Sekunden steht.

Ansonsten braucht es mehr Sprit, den Motor wieder zu starten, als das eingesparte. Besonders an Kreisverkehren usw. ist das sinnlos (start-stop). 

1
Maleficent666 07.10.2017, 23:58
@Datschenbauer

Start - Stop... ich kam nicht drauf :)

Ne am kreisel ist es schwachsinn. Aber wenn ich weiß ich stehe länger nutze ich es. 

0

Naja das mit dem Bahnübergang kann ich nun nicht nachvollziehen. Wer da mit 100 rast ist selber Schuld^^ da die ja vorher ausgeschildert sind. Und da man nie genau weiß wann der Zug kommt bringt auch deine Begrenzung nix.

Aber ansonsten bin ich voll bei Dir. Ich frag mich auch wieso soviele anschießen nur um dann abrupt abzubremsen. Kann ich nicht leiden. Macht mein Partner auch und im.Geiste trete ich auch auf meine nicht vorhandene Bremse schon wesentlich vorher^^

Das mit dem Reisverschlussverfahren haben  viele nicht verinnerlicht. Ich achte schon drauf ob da ein Auto kommt u sich da jetzt einfädeln will. Auch fahre ich nie dicht auf sondern halte stets viel Abstand zum Vordermann. Man weiß nie ob der vor mir mal plötzlich bremst. Bin schon mal hinten drauf gefahren u aus Fehlern lernt man^^

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Datschenbauer 08.10.2017, 02:03

Naja das mit dem Bahnübergang kann ich nun nicht nachvollziehen. Wer da mit 100 rast ist selber Schuld^^ da die ja vorher ausgeschildert sind. Und da man nie genau weiß wann der Zug kommt bringt auch deine Begrenzung nix.

Keine feste Begrenzung, reden wir mal von einer 5 km langen Landstraße, und nach 4 km kommt ein Bahnübergang. Du fährst auf die Landstraße und fährtst ordnungsgemäßg 100 km/h (gut meinetwegen auch 120), um vor einer geschlossenen Schranken dann warten zu müssen.

Würde man durch dynamische Schilder z.B Tempo 70 anzeigen, würde man Sprit sparen und käme nach öffnen der Bahnschranke dann über den Übergang, und es gäbe keinerlei Zeitverlust. Sowas meinte ich ;)

Oder, da das ganze technisch natürlich alles Geld kostet, wäre vielleicht eine Lösung, mit der alle zufrieden wären: Wenn dei Bahnschranke schließt, leuchtet 2 km vor dem Bahnübergang ein Schild auf "Schranke geschlossen", und selbiges Signal erlöscht einige Sekunden, bevor der Bahnübergang wieder öffnet. So berechnet, daß die Leute entscheiden können "ja nuu, tut das Not, so viel Gas zu geben" oder gemütlich ranrollen. 

Erlöschen muß das Signal natürlich paar Sekunden vor der eigentlichen Öffnung des Übergangs, daß wenn jemand 100 km/h fährt, der nicht von Gas geht und dann so ankommt, daß die Schranken wieder offen sind.

0
Maleficent666 08.10.2017, 10:39
@Datschenbauer

Das mit dem blinkendm licht kenn ich von ner ampel in ner stadt u die idee das vorm Bahnübergang einzuführen fänd ich gut

0

Gute Gedanken!

Weitere Ideen: An Ampeln sollte öfter das Schild "Grüne Welle bei ..." angebracht werden, wenn die folgende(n) Ampel(n) nacheinander auf Grün wechseln.

Wenn kurz hinter einem Ortsausgang eine Beschränkung beginnt, sollte die girekt an den Ortsausgang verlegt werden.

Anfänge von Begrenzungen sollten vorverlegt werden, wenn sie dadurch aus größerer Entfernung wahrgenommen werden können.

Bei der Reißverschluss-Problematik würde ich es gutheißen, wenn bis zur Engstelle eine durchgezogene Linie angebracht werden würde. Die ängstlichen Frühwechsler sorgen immer für Verdruss bei denen, die sich bereits auf der durchgehenden Fahrbahn befinden.

Ebenso ärgerlich finde ich das Verhalten der eiligen Zeitgenossen, die während des Ausrollens so schlau sind und einen noch mal eben überholen, nur damit sie an der roten Ampel komplett stehenbleiben müssen und mich so extremst behindern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Achtung, Klartext: Es herrscht zu wenig Grips auf den Straßen. Deswegen fahren die meisten Pkw mit einem Sichtradius von 5 Metern durch die Gegend, deswegen sieht man noch vor einer roten Ampel Pkw´s beschleunigen und anschließend scharf bremsen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

aus 500 m siehst Du kein Begrenzungsschild. Und wenn Du es siehst kannst Du nicht bei 200 km/h oder mehr einfach ausrollen lassen, denn dann bist Du am Schild noch viel zu schnell.

Nehmen wir also mal eine andere Situation - Du weißt, da Du ortskundig bist, in 500 m kommt ein Otrsschild. Du fährst mit guten 100 km/h und lässt dann ausrollen um am Ortsschild 50 km/h zu haben. - Nun, es macht sicher Sinn, schon 200 m vor dem Schild vom Gas zu gehen - mache ich auch; wenn Du keinen hinter Dir hast kannst Du das auch gerne schon bei 500 m machen - aber wenn hinter Dir Verkehr ist nervt das einfach nur - auch wenn es keinen nennenswerten Zeitvorteil bietet ist es subjektiv so und verleitet den hinteren Verkehr zum dichten Auffahren.

Das Reißverschlussverfahren ist so geregelt dass man einfädeln lassen muss - einer rechts, einer links - ich finde das klappt in den meisten Fällen ganz gut.

Ja mit Deiner Bahnschranke - willst Du im Ernst dann elektronische Tafeln aufstellen, die den per Induktionsschleifen berechnen wie schnell jetzt am günstigsten gefahren werden soll dass Du dann genau, wenn die Schranke wieder aufgeht an der Bahnschranke ankommst? - Mit unendlichem Kostenaufwand kann man sicher alles machen - aber wozu? - auch das langsame Heranrollen an eine Bahnschranke ist ähnlich nervis wie wenn Du 500 m vor einem Ortsschild vom Gas gehst! - Man macht ja keine Vollbremsung an der Bahnschranke! - Da fährt man hin, bremst ganz normal uns schaut sich den vorbeifahrenden Zug an! - fertig und gut!

Deine Denkweise ist, wenn man das nur aus reinen Spritspargründen betrachtet, sicher nicht falsch, jedoch fährt die Mehrheit hoffentlich nicht Auto um möglichst viel Sprit zu sparen, sondern doch auch weil es Spaß macht Auto zu fahren - ansonsten nimm einfach Bus Bahn und Fahrrad.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Datschenbauer 08.10.2017, 02:15

zu 1) Klar, wenn man zügig unterwegs ist, achtet man umso mehr auf den Verkehr. Gut, meinetwegen ist man dann immer noch bei 100 km/h, aber daß in der Praxis keiner genau auf 80 abbremst, ist Dir ja auch klar.

zu 2) Genau das war mein Anliegen. Ich mache sowas übrigens auch nicht, keine Sorge. Aber an und für sich wäre es doch sinnvoller, oder? Solange keiner dadurch Zeit verliert, und Sprit gespart werden kann?

zu 3) Jein. An und für sich klappt das zwar schon, aber in 90 % ist das in Schrittgeschwindigkeit, ist es denn so schwer zuzumuten, bei sagen wir mal 50 km/h den Verkehrsfluß im Blick zu haben? Bei Schrittgeschwindigkeit wird eingefädelt und danach das Gaspedal durchgetreten, das ist doch gaga. Physikalisch gesehen kann die verengte Spur 2/3 des Verkehrs aufnehmen (wenn von drei auf zwei Spuren), dementsprechend sollte man sich doch verhalten?

zu 4) Nein, keine Induktionsschleifen. Ein Schild, das z.B. 2 km vorher sagt "ob es sich lohnt Gas zu geben" oder "ausrollen lassen". Da es beide Schilder nicht gibt, muß man eben ein Tempolimit anzeigen.

So wahnsinnig viel sollte das doch nicht kosten? Zum Vergleich, der Bau eines Kreisverkehres schlägt zwischen 200.000 und 400.000 Euro zu Buche.

zu 5) Mir geht es um Empfehlungen, nicht um Bevormundungen. Meinetwegen darf jemand auch gerne mit 150 km/h auf eine Baustelle zurasen und die letzen 20 m in die Eisen gehen. Wenns Spaß macht...

0
allocigar78 08.10.2017, 13:12
@Datschenbauer

zu 1) also so bald ich auf der Autobahn ein Begrenzungsschild sehe, gehe ich vom Gas, ein deutliches Bremsen verhindert das trotzdem nicht, da ich häufig mit deutlich über 200 km/h unterwegs bin (natürlich nur wenn es Verkehr und Wetterlage zulassen); wie Du jetzt auf die 80 km/h kommst weiß ich nicht, da wäre es ja nochmal extremer, es ist aber nicht zulässig den Verkehr sofort auf 80 km/h herunterzubremsen. Wenn z. B. aufgrund einer Baustelle auf 80 km/h gebremst werden soll, muss dies mittels eines Geschwindigkeitstrichters erfolgen; dieser muss mind. mit 100 km/h beginnen, um den Verkehr besser abzufedern beginnt er aber i. d. R. mit 120 km/h.

zu 2) wie schon geschrieben, rein aus Spritspargründen ja, die Nerven de das daraus folgende Dahingezuckere kostet, rechtfertigen das nicht - und wenn Du keinen Hintermann hast kannst Du es ja so handhaben

 

zu 3) ich weiß nicht wie Du auf die Berechnung mit 2/3 kommst, das ginge wohl nur zu lasten der Sicherheitsabstände, also wenig sinnvoll. Je höher die Geschwindigkeit beim Verengen der Fahrbahn noch ist, desto weniger Verkehr ist ja, desto früher hat man auch auf der endenden Spur die Möglichkeit nach einer passenden Lücke Ausschau zu halten. Die Spuren sollen aber natürlich möglichst weit bis zum Ende genutzt werden, so es eben gefahrlos möglich ist.

 

zu 4) wie schon unter 1) gesagt, es nervt - und da ist es ganz egal ob es nun ein Ortsschild oder ein Bahnübergang ist. Warum soll ich 2 km mit 60 dahinzuckeln nur damit ich dann etwas kürzer am Bahnübergang stehe? - da fahre ich doch lieber zügig hin und schaue mir dann den vorbeifahrenden Zug an - ist a) das Fahren nicht langweilig, und das Stehen auch nicht so, da sich ja hinter der Schranke etwas tut.

und damit wären wir auch bei 5):

 

wenn es Dir nicht um Bevormundungen geht, dann kann ein Tempolimit wie Du unter 4) vorgeschlagen hast auch nicht die Lösung sein, denn das ist ja die Bevormundung schlechthin.

 

 

 

0
allocigar78 08.10.2017, 14:24
@allocigar78

Korrektur zu 3): ich hatte überlesen, dass Du von 3 auf 2 Fahrpsuren schriebst - da sind 2/3 Aufnahme natürlich klar.

0

Weil dadurch die Erddrehung verlangsamt wird und deswegen zukünftige Generationen alle länger arbeiten müssten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Datschenbauer 07.10.2017, 23:22

Wenn die Erddrehung langsamer wird, wird aber auch die Nacht länger. Wäre doch cool, wenn der Tag 30 Stunden hätte :D

0

Gegenfrage: wieso geben viele Leute auf der Autobahn vollgas, selbst wenn sie wissen, dass es keinen Sinn hat, weil 500 Meter weiter eine Baustelle ist. Oder sie sich bewusst sind, dass der Verbrauch sich um das n-fache erhöht?

Längste Grüße

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Datschenbauer 07.10.2017, 23:37

Ja, das verstehe ich auch nicht. Baustellen werden doch schon meistens 2 km vorher angekündigt, und wenn man da dann 200 fährt, kann man schonmal bequem ausrollen lassen und ist dann bei den erlaubten 80 bzw. Tacho 90, wenn man im Baustellenbereich ankommt.

Weil die 2 Sekunden Zeitvorteil bringen es eh nicht, zumal vor Baustellen ohnehin mit Staus zu rechnen ist ;)

0

Weil es Aufwand ist. Und mann über den Nutzen erst nachrechnen müsste.
Das kriegen nur autonome Fahrzeuge hin.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Warum es die meisten nicht machen?

Keine Ahnung, aber mein Vater macht es, hat es mir beigebracht und ich mach das jetz auch (mach grad den Führerschein ^^)

Ich glaube die meisten wissen es einfach nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ganz einfach: weil die Menschen dumm sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?