Möglichkeiten Handwerk auszuüben privat?

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6 Antworten

Auch wenn in vielen Verträgen steht, ohne Einwilligung des AG sei keine Nebentätigkeit erlaubt, so gilt das nicht. Aus http://www.finanztip.de/nebenjob/

"Grundsätzlich gilt: Ein vertraglich vereinbartes generelles Verbot von
Nebentätigkeiten ist unwirksam, und der Arbeitgeber kann dem
Arbeitnehmer nicht kündigen, nur weil er auch noch woanders arbeitet.
Ein Arbeitnehmer kann daher grundsätzlich in seiner Freizeit einem
Nebenjob nachgehen. "

Aber es gilt auch, aus https://www.betriebsausgabe.de/magazin/wann-sie-ihrem-auszubildenden-einen-nebenjob-verbieten-koennen-4583/

"Allerdings gibt es einige Fälle, in denen Sie ihm die Nebentätigkeit verbieten können.

Gefährdung des Ausbildungsvertrags

Immer, wenn der Ausbildungsvertrag bzw. das Ausbildungsziel als gefährdet angesehen werden können, ist es dem Arbeitgeber möglich, die Nebentätigkeit zu  verbieten. Dies ist beispielsweise in folgenden Situationen der Fall:

Ihr Azubi fällt durch seine ständige Müdigkeit auf.
Die schulischen Leistungen lassen nach; die Noten werden schlechter.
Ihr Lehrling fehlt unentschuldigt in der Berufsschule.
Das Berichtsheft wird plötzlich nicht mehr regelmäßig geführt.

Konkurrenz zum Ausbildungsbetrieb

Aufgrund seiner Treuepflicht als Auszubildender darf
Ihr Lehrling in seinem Nebenjob nicht in Konkurrenz zu Ihnen tätig
sein, beispielsweise indem er dasselbe verkauft wie Sie. Man spricht
auch von einem so genannten „Wettbewerbsverbot“, das
den Auszubildenden trifft, solange er bei Ihnen beschäftigt ist. Finden
Sie also heraus, dass er zu Ihnen in Konkurrenz tritt, dürfen Sie die
Nebentätigkeit verbieten."

Meist ist in den Arbeitsverträgen eine Klausel hinterlegt, die besagt das Dein Chef über jede Nebenbeschäftigung die vor der Ausbildung/ Arbeitsbeginn bestand informiert wird und wenn Du eine neue Nebenbeschäftigung aufnimmst musst Du den Chef erst einmal fragen. Dein Chef hat natürlich großes Interesse daran, dass durch den Nebenjob Deine Hauptstelle nicht leidet und im Zweifel kann der Chef die Nebentätigkeit untersagen.

In deinem Ausbildungs/Arbeitsvertrag steht sicher etwas zur Nebenbeschäftigung. Normalerweise geht das nicht ohne schriftliche Zustimmung des AG.

Und natürlich bist du damit eine Konkurenz deines Chefs ^^ Du nimmst Ihm ja in der Wohngegend die Aufträge weg. So etwas macht man normalerweise nicht ^^

Du trittst mit der geplanten Tätigkeit in unmittelbare Konkurrenz zu Deinem Ausbildungsbetrieb und das ist nicht zulässig. Das kann Ärger geben ! 

Kommt drauf an was in deinem Arbeitsvertrag steht. 

In vielen Arbeitsverträgen steht drin, dass man keiner Nebenbeschäftigung nachgehen darf, ohne vorherige Einwilligung des Arbeitgebers.

Also wie die Gesetze und Verträge so bei euch sind, keine Ahnung. Aber jetzt mal so in Menschliche Hinsicht : Natürlich kann man sicher mal bei Verwandten mal was aushelfen. Da sagt keiner was. Aber so wie ich das lese von Dir , willst Du fix und regelmässig deinem Schwager in der Freizeit als Plattenleger arbeiten. Das finde ich ehrlich gesagt ein wenig dreckig von Dir. Natürlich will jeder noch ein etwas mehr verdienen. Aber Du machst die Lehre nicht bei Deinem Schwager, sondern wo anders. Und Dein Chef zahlt nicht Deine Kurse, Schule usw. für das Du wo anders als Plattenleger arbeitest. Das hat ein wenig mit anstand zu tun, und entweder wartest , bis Deine Lehre fertig hast, und steigst dann zum Schwager, oder Du kündigst gleich, und machst Deine Lehre beim Schwager

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