Möglichkeit von Patienten einer Psychiatrie sich der stetigen Beobachtung zu entziehen. Wie tricksen Magersüchtige Pfleger aus?

9 Antworten

Literatur kann ich dir nicht empfehlen, ich kann dir nur meine eigenen Tricks von damals sagen, vielleicht hilft das weiter...

Zum einen ist es das tricksen auf der Waage. Viel Wasser vor dem wiegen trinken, Toilettengang vorher vermeiden (festes versuchen anzusammeln...), schwere Kleidung beim wiegen anziehen und gewichte in die Unterwäsche legen.  Ich hatte so Bleiketten für das Beschweren von Gardinen. Die habe ich mir entweder in den Slip gelegt oder in den BH. 

Dann war da noch das tricksen beim essen. Essen würde sehr verkleinert, sodass möglichst viele Kümmel entstehen und diese am Ende auf den Teller bleiben können. Wenn es möglich war, wurde essen in Servietten oder Hosentaschen entsorgt. Manche Sachen könnte man auch unter dem Stuhl schmieren oder dem Tisch, ging gut bei Soßen oder Joghurt oder Püree. Das konnte man sich auch gut in die Haare schmieren. 

Beim essen wurde auch zusammen gehalten. Da haben manche Patientin die Pfleger abgelenkt und die anderen könnten dann das Essen verstecken. Das wurde dann regelmäßig besprochen und abgewechselt.

Ansonsten wurde unerlaubt Sport gemacht. Da ist man nachts für extra aufgestanden oder man machte es zwischendurch auf der Toilette. Ich habe situps und Hampelmänner gemacht und was mir sonst noch einfiel. Manchmal bin ich auch einfach nur im Zimmer auf und ab gegangen.

Ich muss aber dazu sagen, dass es nicht in jeder Klinik ging. Es kommt da auch auf das Konzept der Klinik an. In manchen wird man viel mehr auf einen geachtet auf anderen. Aber umso mehr Patienten auf die Betreuer kommen, umso leichter war es.

Du wolltest jetzt wissen, wie es geht???? Gar nicht! Denn therapiert werden nur die, die sich auch helfen lassen wollen ( Grundvorraussetzung). Alle die, die wegen Lebensbedrohlichkeit Zwangsernährung bekommen, sind in geschlossen/ intensiv! Ich habe viele Jahre in einer Psychiatrie als Sozialpädagogin gearbeitet. Die Leute die von geschlossen intensiv entlassen wurden, weil Mindestgewicht erreicht, sind oft gegangen. Da kannst nichts machen. Meist wurden die regelmäßig wieder eingeliefert.

Aber selbst das "Wollen" in einer Therapie, besondern wenn man stationär aufgenommen wird, ist ja trotz all dem ambivalent. Zum einen ist der Wille da, sich helfen zu lassen, zum anderen ist da diese psychische Erkrankung, weshalb du gerade in der Klinik bist. Die ist ja nicht weg, nur weil du es willst. Das zeigt sich wiederum in ambivalentem Verhalten. Indem Regeln eingehalten, die gemacht werden, aber auch indem Regeln gebrochen werden. Es geht mir auch eher um die Gedanken der Patineten/Insassen. Das Denken kann niemand steuern oder durch Regeln festsetzen. Selbst in einer Institution der völligen Beobachtung ist es möglich eigene Informationskanäle mit anderen zu bilden oder eigene Hierarchiestrukturen zu entwickeln. Dazu wollte ich gern Werke finden.

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Ich kenne das anders, wer spätestens zweimal gegen Therapieregeln verstößt muss die Therapie verlassen und bekommt auch so schnell keinen Platz mehr

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Schau dir mal die Serie "Skins" an, die Protagonistin Cassie gibt Aufschluss darüber.

Literweise Wasser und Gewichte beim Wiegen zählen dabei wohl zu den gängigsten Varianten was das betrifft.

Kannst auch mal nach "Magersucht Wiegen Tricks" googeln und dich etwas durchlesen, da solltest du auch früher oder später fündig werden.

Warum glauben die mir anscheinend nicht?

Hallo. Ich war dieses Jahr in der Psychiatrie, offene und geschlossene. War wegen Suizidgedanken drin.

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Beim ersten Mal hab ich mich selber geschlagen, weil ich Stimmen gehört habe die mir das befahlen. Beim dritten Mal hab ich Stimmen gehört, die mir befahlen mich umzubringen und das Pflegepersonal mir schon zu viele andere Medikamente gegeben hat um mir dann noch Haldol zu geben und dann hat die Ärztin gesagt, dass ich fixiert werden müsse. Beim vierten Mal bin ich von der 1:1 Betreuung weg gerannt um mich im Badezimmer zu erhängen. Das waren dieses Mal keine Stimmen die mir das befahlen. An das 2. Mal kann ich mich nicht erinnern.

In der Klinik haben mir die Ärzte und Pfleger den Eindruck gemacht, dass sie mich verstehen und mir glauben. Im Arztbrief steht drinnen, dass aufgrund meines affektiven Zustands das wenig glaubhaft rüber kam mit der Eigengefährdung. Ich bin Asperger Autistin, was mir die Klinik trotz den Arztbriefen anderer Kliniken nicht abkauft. Ich vermute dass ich deshalb meine Gefühle nicht richtig ausdrücken kann.

Ich Frage mich warum die mich fixiert haben wenn die an keiner Eigengefährdung geglaubt haben. Und auch warum die mir nicht glauben, dass es mir nicht gut ging und ich wirklich eigengefährdet war. Eine Fixierung ist kein Spaß und es muss einen schon richtig dreckig gehen, wenn man selber darum bittet festgeschnallt zu werden. In 3 von 4 Fixierungen war mein Verstand noch aktiv. Außer bei der letzten wo ich mich erhängen wollte. Aber als der Pfleger mich gepackt hat, hab ich nachgelassen, weil ich wusste, dass ich nicht entkommen kann.

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