Mögliche Ursachen von Homosexualität?

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Während in früheren Hypothesen allgemein angenommen wurde, dass eine psycho sexuelle Andersorientierung auf prägende Einflüsse des sozialen Milieus beruht (z.B. Sigmund Freuds Libidotheorie oder die Theorie des Behaviorismus), wird heute zunehmend eine Hypothese bevorzugt, die annimmt, dass eine sexuelle (bzw. homosexuelle) Orientierung schon vorgeburtlich erfolgt und spätere Umgebungseinflüssen somit keine Rolle spielen.

Studien an menschlichen Gehirnen zeigten leichte anatomische Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf. So findet man innerhalb des Balkens einen („Isthmus“ genannten) Bereich, der bei Frauen etwas größer ausgebildet ist als bei Männern. Vermutlich funktioniert dadurch der Informationsaustausch zwischen den beiden Großhirnhälften bei Frauen etwas besser, was unter anderem auch erklären könnte, warum Mädchen meist früher sprechen lernen als Jungen. Einen weiteren histologisch anatomischen Unterschied findet man in der Hypothalamusregion, also an der Schaltstelle zwischen Nerven , Hormonsystem und Psyche, und zwar in einem sehr eng umgrenzten Bereich, den man als "Zentrum für sexuelle Empfindungen“ bezeichnet.

Zur Beginn ihrer embryonalen Entwicklung verfügen beide genetischen Geschlechtstypen (XX und XY) noch über das Vermögen, alternativ eines der beiden Zentren herauszubilden. Das weibliche sexuelle Empfindungszentrum entwickelt sich im Einklang mit den Geschlechtshormonen – allerdings nur dann, wenn die männlichen Sexualhormone in sehr geringer Konzentration vorliegen. Sind größere Mengen von Androgenen (insbesondere von Testosteron) vorhanden, so entsteht ein entsprechendes männliches "Erotisierungszentrum". Sehr wahrscheinlich stehen diese anatomischen Differenzierungen im Hypothalamus auch mit der zukünftigen sexuellen Orientierung im Einklang. Männliche Feten, die einem abnorm niedrigen Androgenspiegel ausgesetzt sind, können somit ebenso umorientiert werden wie weibliche Feten, denen ungewöhnlich hohe Androgenmengen zugeführt werden. Eine homosexuelle Ausrichtung kann höchstwahrscheinlich schon dadurch erfolgen, dass sich während der 13. und 16. Schwangerschaftswoche im Blutkreislauf eines männlichen Embryos weniger als 2 Mikrogramm Testosteron pro Liter befinden. Bei einem weiblichen Embryo ist mit demselben Effekt – einer psychischen Andersorientierung - bei einem Testosteronspiegel über einem Mikrogramm pro Liter zu rechnen. Solche ungewöhnlichen Werte können zum Beispiel dadurch auftreten, dass Mütter während der Schwangerschaft starkem Streß ausgesetzt sind oder an einer Überfunktion der Nebennieren leiden.

Selbstverständlich schließt auch diese physiologisch argumentierende Hypothese nicht aus, dass im Hypothalamus auch mehr oder weniger indifferente Zustände ausgebildet sein können, so dass die spätere sexuelle Ausrichtung letztlich doch wieder von Umwelteinflüssen abhängt. Ganz ohne Frage können auch massive seelische Verletzungen aller Art – Ängste, Frustrationen, Unterdrückung von Spontangefühlen, provozierte Schuld- und Schamgefühle - es verhindern, dass sexuelles Empfindungen in die seelische Gesamtverfassung harmonisch mit eingebunden werden.

Man könnte auch fragen welches sind die Ursachen für eine Heterosexualität?

Prägung? Erfahrung in der Kindheit? Genetisch bedingt? Oder einfach nur weil es so ist wie es ist.

Da gibt es 100 verschiedene Theorien. Die einen sagen, Homosexualität ist Veranlagung, die anderen sagen, sie entsteht durch Umwelteinflüsse, z.B. ungelöste Konflikte mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil in der Kindheit und deshalb Ablehnung dieser Seite in sich selbst. Bewiesen ist nichts.

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Gruß

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