Mögliche Gelder für eigene Wohnung, was können wir beantragen?

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9 Antworten

Hi,

ich weiß nicht ob euch das klar ist: Wenn sie ein Gutachten bekommt, dass sie nicht daheim wohnen bleiben sollte, dann kommt sie in ein betreutes Wohnen. Ggf. sogar weiter weg (je nachdem wo auch Platz ist und ob im Gutachten steht, dass ihr die Umgebung/Freunde nicht gut tun).

Es kann also sein, dass sie wegkommt, dann aber eher in ein vom Jugendamt betreutes Wohnen, wo sie weniger Freiheiten hat. Du kannst sie zwar bestimmt besuchen (wenn du ihr gut tust und das auch so gesehen wird), aber eine eigene Wohnung kann sie eh nicht alleine beziehen.

Wenn ihr also gemeinsam in eine Wohnung ziehen wollt, würde ich mir das mit dem Jugendamt eher überlegen.

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Deine Freundin könnte eventuell, da minderjährig, wenn das Jugendamt es anerkennt, in eine betreute Wohngruppe ziehen und Du wirst wohl weiterhin zuhause wohnen müssen.

Während Deiner Ausbildung sind Deine Eltern unterhaltspflichtig und wenn sie die Wohnung für Dich nicht finanzieren können, besteht kein Grund auszuziehen.

http://www.anwalt.de/rechtstipps/unterhaltsanspruch-volljaehriger-kinder-wann-ist-schluss-mit-lustig_016856.html

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Kommentar von CeDaG
01.12.2015, 12:48

Eltern sind eben nicht Unterhaltspflichtig wenn das einkommen unter einer Summe x Liegt

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Wenn deine Freundin aufgrund psychischer Probleme nachweislich nicht bei den Eltern wohnen kann, wird sie vermutlich in einer Art Jugend-WG untergebracht.

Ansonsten wüsste ich nicht, warum der Staat Euch eine Wohnung bezahlen sollte. Streitereien innerhalb der Familie sind hierfür kein ausreichender Grund.

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Kommentar von CeDaG
01.12.2015, 12:46

§ 22 SGB II
(...)
(5) Sofern Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umziehen, werden Bedarfe für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur anerkannt, wenn der kommunale Träger dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet,

    wenn die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,
    der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
    ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.

Danach liegen schwerwiegende soziale Gründe vor, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung

    eine schwere Störung der Eltern-Kind-Beziehung besteht: das Zusammenleben von Eltern und der Person unter 25 Jahren aus physischen und/oder psychischen Gründen nicht mehr möglich ist oder ein Zusammenleben wechselseitig nicht mehr zumutbar ist,
    ohne Umzug Gefahr für das körperliche, geistige oder seelische Wohl der Person unter 25 Jahren besteht,
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Es ist sehr schwierig für euch.

Deine Freundin als U18, müsste das Jugendamt mit an Bord holen und ich halte die Erlaubnis mit dir zusammen zu wohnen für nicht sehr erfolgreich. Wenn das Jugendamt im Zusammenspiel mit den Ärzten dazu kommt, das die Freundin nicht mehr in der elterlichen Whg. leben kann, kommt es eher zu einem betreuten Wohnen oder so.

Du mit Ü18, kannst entscheiden wo und wie du leben willst, aber die Finanzierung liegt auch bei dir und deinen Eltern.  Nur wenn du dem "Amt" mit ärztlichen Attesten und evtl. einer Jugendamts-Vorgeschichte plausibel machen kannst, das du eine eigene Whg. benötigst, würde von dort Geld kommen.

Weiteres Geld, nicht ALG2, wäre Wohngeld der Stadt/Gemeinde oder Schüler-Bafög. Ob die Bedingungen dafür erfüllt werden können, kann ich jetzt nicht sagen.

Während einer Ausbildung könnte es ebenfalls Bafög oder BAB geben, je nach dem.


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Kommentar von CeDaG
01.12.2015, 12:54

Danke, die erste Sinnvolle Antwort, nur soweit war ich eben auch schon, können Sie mir vielleicht auch noch sagen wo ich das beantragen müsste? Also z.B. beim JC, und dann in dem Kreis wo die neue Wohnung währe oder zunächst da wo ich lebe?

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Die Sache ist doch ganz einfach und im SGB II klar geregelt und auf jedem Amt zu erfahren:

§ 7 Leistungsberechtigte: "(1) Leistungen nach diesem Buch erhalten Personen, die

1. das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a noch nicht erreicht haben,

2 .erwerbsfähig sind,

3. hilfebedürftig sind und

4. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben (erwerbsfähige Leistungsberechtigte)."

Deine Partnerin ist 16 und noch keine Rentnerin, also ist sie eine Leistungsberechtigte nach dem SGB II, also des Jobcenters!

Erst, wenn sie die folgenden Voraussetzungen erfüllt, ist sie eine Leistungsberechtigte des Sozialamtes:

SGB II § 44a Feststellung von Erwerbsfähigkeit und Hilfebedürftigkeit:

"(1) Die Agentur für Arbeit stellt fest, ob die oder der Arbeitsuchende erwerbsfähig ist. (...)"

Dies wird ihr rechtzeitig mitgeteilt, das ist jetzt also noch nicht der Fall. Also ist das Jobcenter für sie zuständig, bis sie "die Altersgrenze nach § 7a" erreicht hat.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Kommentar von CeDaG
10.12.2015, 16:24

Hallo Gerd, also ist erst das Jobcenter zuständig und wenn das nicht weiterhilft das Sozialamt oder wie muss ich deine Antwort verstehen?

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Keine Chance ! Eure einzige Möglichkeit ist es, zum Jugendamt bzw. zur Ambulanz für Kinderschutz zu gehen und zu erwirken, dass ihr in ein Wohnheim ziehen könnt. Da werdet ihr aber nicht zusammen wohnen.

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Eure BEHAUPTUNG, es zu Hause nicht mehr aushalten zu können, reicht nicht aus.

Der Staat zahlt niemandem eine Wohnung, nur weil er sich nicht an die Hausordnung halten will.

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Kommentar von dasadi
01.12.2015, 12:50

Es geht hier nicht um Einhalten einer Hausordnung. Wie man lesen kann, ist das Mädchen bereits in psychiatrischer Behandlung, sogar stationär. Das reicht in der Regel aus, um mit Hilfe des Jugendamtes einen Platz im Wohnheim zu bekommen. Selbst wenn der Jugendliche das zerrüttete Zuhause nicht nachweisen kann, ist es relativ einfach für ihn, da Unterstützung vom Jugendamt zu bekommen. 

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Kommentar von CeDaG
01.12.2015, 12:50

"Der Staat zahlt niemandem eine Wohnung, nur weil er sich nicht an die Hausordnung halten will."
Was für eine Unverschämtheit, ihnen ist die Situation in keinster weiße Bekannt und trotzdem stellen sie solche Behauptungen auf. Wenn sie nicht helfen wollen oder können sollten sie lieber den virtuellen Mund halten!

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Da habt ihr leider Pech gehabt. Die einzige Möglichkeit für euch wäre, wenn eure Eltern das erlauben und auch finanzieren. Öffentliche Mittel gibt es für euch nicht.

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Diese Frage wird jeden Tag einmal gestellt. Ich habe den Eindruck, dass hier ein völlig überzogenes Bild von unserem Sozialstaat besteht. Ich stelle nochmal die Frage:
Warum soll ich mit meinem Steuergeld eure Wohnung bezahlen ?

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