Mögen viele Deutsche die Muslime nicht, weil sie das Gefühl haben, das sie sie nicht mögen oder hat es andere Gründe?

12 Antworten

also ich mag durchaus meine "gut nachbarschaftlichen" muslimischen Bekannten....

Ja... Bekannte....

DENN als "Freund" wurde ich nie bezeichnet... allenfalls als "Nachbar"...

Was mir etwas unangenehm auffällt ist, dass:

sie mir nie wirklich das Gefühl vermitteln "dazu" zu gehören

( was meine deutschen Bekannten, die zum Islam konvertiert sind, allerdings anders sehen....)

Es scheint mir in der Tat so zu sein, dass man mich als Nachbarn... als Kunden, als Geschäftspartner freundlich behandelt.... aber mir sonst oft das Gefühl vermittelt:

"Du bist kein Muslim, daher gehörst Du nicht zu uns..."

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Ok, es gibt auch noch andere Gruppen, die mir das Gefühl geben, nicht zu ihnen zu gehören....

da distanziere ich mich einfach, bleibe fern... und sage/denke:

"wer mich nicht mag, den muss ich auch nicht mögen..."

Das ist soweit auch ok.... 

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...nur Muslime machen daraus immer ein Mords-Trara, und behaupten, man würde sie wegen ihrer Religion nicht mögen....

DAS ist bei mir nicht so... ich mag einfach Menschen, die mich ablehnen... weniger... als solche die mich annehmen...

völlig religionsunabhängig

Da frage ich mich schon u.a. auch, weshalb Muslime bei einem muslimischen Döner... Sonderpreise bekommen...obwohl sie selten erscheinen und was kaufen....

aber ich als langjähriger Stammgast NICHT....

naja, seis drum... ich muss dort ja nicht kaufen, und auch nicht hingehen, wenn ich nicht mehr will....

Ich denke, dass hier unterschiedliche Kulturen und Mentalitäten aufeinandertreffen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Ein Prozess der Annäherung und Akzeptanz auf beiden Seiten kann nicht von heute auf morgen geschehen. Das wird eine langwierige Sache werden, die sich über viele Jahre hinziehen wird.

LG Lazarius

Wenn vor 150 Jahren ein Pole in das Ruhrgebiet gezogen ist um dort im Bergbau zu arbeiten, dann hat man nach 10 Jahren seinen Kindern schon nicht mehr angesehen, dass ihr Vater ein Fremder war. Sie sprachen perfekt Deutsch und unterschieden sich weder im Aussehen noch in ihrer Religion von den Einheimischen. Der Name Kowalski ist im Ruhrgebiet so häufig wie Schneider. Es gab keine Ausgrenzungen, denn die Polen zählen im Großen und Ganzen zum gleichen Kulturkreis wie wir. Die kleinen Unterschiede wurden aktiv von den Polen ausgemerzt. Sie haben sich mit Freude angepasst.

Die Muslime kommen fast immer aus südlichen Ländern. Es ist ihnen gar nicht möglich, sich so zu integrieren wie zum Beispiel die Polen. Sie haben eine dunklere Haut als wir und ihre Haare sind meistens tief schwarz. Damit sehen sie deutlich anders aus als wir. Dazu kommt ihre andere Kleidung, ihre andere Religion und der absolute Wille an den eigenen Traditionen festzuhalten. Viele Muslime wollen sich nicht integrieren.

Dadurch empfinden viele Deutsche diese Menschen als Fremdkörper. Selbst dann noch wenn sie Jahrzehnte lang Tür an Tür mit ihnen leben. Es liegt also nicht unbedingt nur an den Deutschen, sondern auch daran dass es den Muslimen gar nicht möglich ist in der Deutschen Gesellschaft ebenso "unsichtbar" zu werden wie die Polen. 

Dieses "Anders sein" erzeugt bei einigen Deutschen Angst und Angst führt zu Hass. Das hat schon Meister Joda erkannt.

Wir leben zum Glück aber im Jahr 2017 alles hier ist gemischt die Muslimische tradition wird hier mit der neuen Generation immer weiter aussterben sowie das Christientum usw Religion hat für die meisten Jugendliche keine bedeutung mehr das Problem sind nur die Eltern die noch von dieser Strengen Zeit kommen ist meine persönliche Meinung wie ich das sehe und viele Muslimische Kinder sind mit Deutschen Kindern befreundet die Zeiten sind anders die Generationen auch moderner als die alten Generationen.

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@bubmbedthh

@bubmbethg. Das ist natürlich Deine subjektive Beobachtung und kommt darauf an "wohin" man schaut. Du musst bedenken, dass in den letzten Jahren, gerade  ein Teil der jungen, hier geborene Muslime,  sich in den letztere Jahren eben dem strengen Islam hinwendet.  Man erlebt doch teilweise eine Renaissance des Fundamentalismus..Von Soziologen wird  von einer Protestkultur gesprochen. Nicht umsonst fischen Pierre Vogel und Co. bei den Jungen. Dafür werden verschiedene Gründe genannt, wie ein Gefühl der Ablehnung in dieser Kultur, Identitätssuche,..

Ich bestreite natürlich nicht, dass Deine Beobachtungen der Realität entsprechen. Genaue Zahlen kann ich aktuell nicht liefern.

Ein Interview hierzu:

http://www.deutschlandradiokultur.de/muslime-in-deutschland-salafismus-als-jugendliche.1008.de.html?dram:article_id=356024

Es gab zudem auch eine Umfrage, die die Einstellungen junger Türken, in der 3. generation lebend betraf.

Ich zitiere hier aus der "Welt" https://www.welt.de/politik/deutschland/article156269271/Islam-Gebote-stehen-ueber-dem-Gesetz-findet-fast-die-Haelfte.html


"So hat sich der Anteil der türkischen Migranten ohne
Schulabschluss von 40 in der ersten Generation auf 13 Prozent bei den jüngeren Migranten mehr als halbiert und der Anteil derjenigen mit – selbst bekundeten – zumindest guten Deutschkenntnissen von 47 auf 94 Prozent verdoppelt. Die Jüngeren haben folglich auch weit mehr Kontakt
zu Menschen deutscher Herkunft.

Bei der Frage nach der kulturellen Anpassung an die deutsche Mehrheitsgesellschaft ergibt sich
freilich ein anderes Bild: 72 Prozent der älteren Generation halten
diese für notwendig, allerdings nur 52 Prozent der jüngeren. 86 Prozent der Mitglieder der zweiten und dritten Generation denken, man solle selbstbewusst zur eigenen Herkunft stehen, aber nur 67 Prozent der ersten.
Bei Letzterem spielt die muslimische Identität offenbar eine große
Rolle. Auch wenn die jüngeren türkischen Migranten weniger in die
Moschee gehen und seltener beten als ihre Vorfahren, bezeichnen sie sich
häufiger als religiös (Frauen: 74 gegenüber 63 Prozent; Männer: 70
gegenüber 61 Prozent). "


Solche Umfragen können Aufschluss darüber geben, wie es sich tatsächlich um die 3. Generation verhält.



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@Gugu77

Aber wie ich dich verstanden habe wird es ja besser oder?

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@bubmbedthh

Das hast du falsch verstanden. Es kann nicht besser werden, wenn die Einen sich nicht integrieren können oder wollen und die Anderen selbst mit denen nichts zu tun haben wollen die sich integrieren wollen. Es liegt an beiden Seiten.

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@Fuchssprung

"Besser" kann man nicht sagen. Das ist ohnnehin Definitionssache Es kommt halt darauf an, wer sich wie verhält und denkt. Wie Fuchssprung schreibt, so lange es immer noch junge Menschen gibt, die hier geboren sind, aber sich plötzlich noch konservativer Verhalten als Ihre eigenen Eltern, nationalistisch sind und sich gegen Deutschland wenden, kann es keinen wirklichen Fortschrtt geben.

Ob es da Zahlen gibt, weiß ich ad hoc nicht.

Um nochmal zu Deiner Frage zurückzukommen. ich denke, dass einige Deutsche es teilweise als "schlechter" emofinden oder es auch so wahrnehmen. Wer zum Beispiel in bestimmten gegenden lebt ( Stadtteile von Duisburg, Frankfurt, Berlin) und immer mehr Personen sieht, die sich in so genannte Parallelgesellschaften bewegen und nur auf Muslime trifft, die radikal sind, der wird sagen: Die Integration hat Rückschritte gemacht.

Diejenigen, die aber mit  jungenliberalen Muslimen zu tun hat, der sagt: Ja, die jungen Menschen haben sich von den konserbativen Werten abgewandt. Verstehst Du was ich meine?

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@Gugu77

Nachtrag. Es wäre besser zu sagen: Nichtmuslime anstatt Deutsche, denn es gibt auch deutsche Muslime und Du fragst ja danach, ob und warum Muslime nicht gemocht werden ...

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