Mögen einige Leute nicht in VollZeit zu arbeiten?

4 Antworten

Nein, das war nicht meine Motivation, das Masterstudium aufzunehmen. Das ergibt auch keinen Sinn, denn ich war vor meinem (Bachelor-)Studium bereits berufstätig und mein Studium (insbesondere das Masterstudium) war definitiv sehr viel anstrengender, als meine vorangehende (Vollzeit-)Berufstätigkeit. (Die Zeiteinteilung ist im Studium freier, aber es ist dennoch extrem intensiv..) Meine Motivation, das Masterstudium aufzunehmen, lag darin, dass ich die höhere Qualifikation benötigte, um in dem Bereich, in dem ich tätig sein wollte, auch tatsächlich tätig werden zu können.

Allerdings würde ich nach dem Studium definitiv auch gerne in Teilzeit arbeiten. (Ob das klappt, wird sich zeigen, aber ich wünsche es mir sehr.) Ich habe sehr breit gefächerte Interessen und würde, gerade nach dem langen und  intensiven (Vollzeit-)Studium, gerne intensiver meinen Hobbies und sonstigen privaten Projekten nachgehen. (Ich bin - unter anderem - Informatiker und als solcher an zahlreichen Open-Source-Projekten beteiligt.) Ich hätte Bedenken, dass dies mit einem Vollzeitjob nicht mehr möglich wäre. Ich hätte Bedenken, dass ich jeden Tag von morgens bis abends im Büro setzen würde und, nachdem ich zu Hause wäre, zu geschafft wäre, um mich dann noch an den Rechner zu setzen oder andere neue Dinge zu lernen. Das würde mich sehr traurig machen, denn das würde mich nicht erfüllen.

Stell Dir vor, Du bist eines Tages alt, liegst im Sterben und denkst an Dein Leben zurück. An was möchtest Du dann denken? Daran, dass Du pflichtbewusst jeden Tag arbeiten gegangen bist, vielleicht ein- oder zweimal im Jahr in den Urlaub gefahren bist, Dir vielleicht eine schöne Wohnung oder vielleicht später sogar ein Haus und ein Auto leisten konntest? Klar sind das schöne Dinge, aber sie machen letztlich nicht wirklich glücklich und in dem Gedanken ist so viel "Leere". Du müsstest eigentlich mehr erlebt haben, denkst Du nicht?

Mein Lebensziel liegt nicht primär darin, finanziellen Reichtum zu erlangen. Geld ist letztlich nur Mittel zum Zweck. Die Lebenszeit eines jeden Menschen ist endlich und mein Ziel ist es, in dieser begrenzten Zeit möglichst viele verschiedene Dinge zu erleben und zu machen. Eines meiner großen Hobbies ist die Musik und dementsprechend ist einer meiner absoluten Träume, eines Tages auf einem großen Festival auf der Bühne zu stehen und vor zehntausend Menschen zu spielen. Wenn ich das schaffen möchte und nicht gerade Berufsmusiker bin (was ich nicht bin und was die wenigsten sind), wann soll ich dem nachgehen, wenn nicht in meiner Freizeit?

Zudem hätte ich Lust, mal länger zu verreisen, die Welt zu erkunden, einen Motorradführerschein zu machen. Das sind teilweise Dinge, die ich schon seit Jahrzehnten vor mir herschiebe. Ständig ist man irgendwo "eingespannt". Wann soll ich die Zeit dafür finden, wenn ich nach dem Studium sofort eine Vollzeittätigkeit aufnehme und dann vierzig Studen pro Woche arbeiten muss (sehr wahrscheinlich zuzüglich Überstunden) und gerade einmal sechs Wochen Urlaub im Jahr haben werde?

Wie dein Name schon andeutet, es ist eigentlich nicht richtig sich so dermaßen zu bücken (im Sinne von für andere arbeiten) aber so verläuft das alles eben, man kann jetzt wieder sagen "das Geld ist schuld" aber aber bei einer Sache gebe ich dir nicht ganz recht. Es ist richtig, Lebenszeit ist begrenzt und ich glaube Kennedy sagte Zeit = Geld. Was ich damit sagen möchte ist, die Leute, die aus deiner Zeit Ihr Geld generieren, holen sich sozusagen deine Lebenszeit dazu. (welche die gegen andere Güter tauschen können) Ich hoffe ich hab es einigermaßen verständlich sagen können. Für Selbstverwirklichung ist keine Zeit wenn man 7 h schläft, 9 bis (10) h für die Arbeit investiert und die anderen 8 h, keine Ahnung wo die hin sind.... Vllt für Grundlegendes 4 h und die anderen 4 h kommt man zu nichts da man nur noch brainwashed ist. Die meisten schalten die Glotze an und lassen sich weiter den Kopf waschen. Bleib bei der Musik, sie lässt einen abschalten!!

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@HaspelZwei

7 h schläft [..] und die anderen 4 h kommt man zu nichts da man nur noch brainwashed ist

Ich schlafe seit jeher sehr viel länger.

Das brauche ich aber auch - physiologisch betrachtet vermutlich nicht, das hat man mir in diesem Forum auch schon öfter gesagt - aber um mich wohlzufühlen eben schon und darauf kommt es doch an. :-)

aber aber bei einer Sache gebe ich dir nicht ganz recht. Es ist richtig, Lebenszeit ist begrenzt und ich glaube Kennedy sagte Zeit = Geld. Was ich damit sagen möchte ist, die Leute, die aus deiner Zeit Ihr Geld generieren, holen sich sozusagen deine Lebenszeit dazu. (welche die gegen andere Güter tauschen können) Ich hoffe ich hab es einigermaßen verständlich sagen können.

Gerade deshalb sollte man doch, wie ich vorgeschlagen habe, dem finanziellen/materiellen Reichtum zu einem gewissen Grad absagen (was natürlich nicht heißt, dass man bettelarm leben soll), denn dadurch "gibst Du faktisch mehr Zeit her, als Du zurückbekommst", sowohl direkt, als auch indirekt. (Dein Chef verdient mehr an Dir, als Du selbst.)

Also - zumindest langfristig betrachtet - lieber etwas "zurückschalten", auch wenn man dann finanziell eventuell mit gewissen Einbußen leben muss. Denn Geld nützt einem ab einem gewissen Punkt letztlich kaum noch etwas. Was nützt es Dir, materiell betrachtet mehr zu besitzen, als Du faktisch brauchst, wenn Du dafür keine Zeit mehr zu leben hast. Gerade unter den reichsten Menschen dieser Welt befinden sich solche, die überhaupt keine Zeit mehr haben, ihr verdientes Geld überhaupt jemals wieder auszugeben und das verstehe ich absolut nicht. In meinen Augen sind diese Menschen arm. Sie sind materiell reich, aber es nützt ihnen nichts.

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Natürlich wobei VZ nicht VZ ist und TZ nicht TZ.

Vollzeit kann je nach AG schon bei 36 Stunden anfangen (z.t. Schichtbetriebe) und geht über 38.5 (Versicherungen haben das z.T.) auf gut 48 Stunden hoch.

TZ kann 75 % meinen aber auch 39 %...

In einem Betrieb mit 6 Arbeitstagen die Woche und 48 VZ wären 75 % TZ aber 36 Stunden.

Es ist halt ne frage von wie viel Arbeit will man und kann man dann noch vom Geld leben.

Wenn jemand den Master macht um damit so viel zu verdienen das er oder sie nur noch 30 Stunden arbeiten muss um gut über die Runden zu kommen ist das absolut legitim.


Selten, aber hab ich schon gehört. Ich finde das etwas merkwürdig, wenn man nicht gerade Kinder hat oder zu pflegende Verwandte. Ich hatte mal ein Gespräch mit einer Jura-Studentin. Ich habe neben dem Studium 20 Std/Woche gejobbt und sie meinte dann sie will nach dem Studium auch nur 20 St/Woche arbeiten, damit sie ihren Haushalt hinbekommt... Ich hab mich totgelacht :)

Als Teilzeit nach dem Studium einzusteigen ist schwierig. Ich würde eher versuchen Vollzeit anzufangen und dann nach paar Jahren nachfragen.

Als Teilzeit nach dem Studium einzusteigen ist schwierig.

Mmh, schade.

Eine Idee, warum dem so ist?

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@NoHumanBeing

Stellen werden halt in VZ oder TZ  ausgeschrieben.

Und je nach Brange ist VZ halt der Standard. Das trifft insbesondere Studienberufe.

Du kannst aber ne VZ Stelle annehmen und dann auf TZ wechseln.

Min. 6 Monate VZ und min 15 Mitarbeiter vorausgesetzt.

http://www.finanztip.de/teilzeitarbeit/

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@NoHumanBeing

Gerade für die Einarbeitung ist Vollzeit sinnvoller. Und Unternehmen gehen von der Masse aus und die Masse möchte eben eine Vollzeitstelle. Ist man dann aber erstmal im Unternehmen etabliert, ist das einfacher in TZ zu wechseln. Man sollte aber im Bewerbungsgespräch schonmal rausfinden wie das Unternehmen dazu steht (genau wie Home Office) - ist noch immer nicht überall möglich.

Es kommt natürlich auch immer drauf an was man möchte. Bei uns ist Teilzeit vieles. 2x die Woche ganze Tage kommen, 4x die Woche 6 Std/Tag, 5x die Woche 6 Std/Tag. Weniger als 4 Tage zu arbeiten ist meist schwierig...

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