möchte wissen ob bezahlen oder nicht

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8 Antworten

Ist die Forderung tituliert? Nicht bluffen lassen, die lügen bisweilen oder haben Titel auf andere Leute mit ähnlichem/gleichem Namen. Manchmal kaufen die auch Schrotttitel auf und versuchen sie bewusst bei anderen Leuten einzutreiben, die nur den gleichen Namen haben.

Haben die je diese Forderung vorher verfolgt, ist sie überhaupt nachvollziehbar?

Wenn die Forderung wirklich sachlich korrekt sein sollte: Ohne Titel ist sie LÄNGST verjährt, mit Titel ist sie ziemlich sicher verwirkt, wenn die nicht öfter zwischendurch vollstreckt oder wenigstens gemahnt hätten. Verwirkung muss man selbst aktiv mit Vollstreckungsgegenklage durchsetzen, am besten dann schnell und ohne Vorwarnung, damit sie nicht auf einmal doch vollstrecken und damit möglicherweise die Verwirkung oder Verjährung zunichte gemacht wird!

Evtl. Zinsen sind auf jeden Fall (auch bei Titel) verjährt, außer für 2012 und die letzten ganzen 3 Kalenderjahre davor.

Bei grundsätzlich berechtigter, aber verjährter Forderung auf keinen Fall Fehler machen! Schau mal hier:

http://www.gutefrage.net/tipp/inkasso---ganz-alte-forderungen--verjaehrt-

Wenn die Forderung tituliert ist, verjährt der Titel nach 30 Jahren. Der Zinsanspruch verjährt jedoch nach 3 Jahren, d.h. der Gläubiger kann nicht für die insgesamt abgelaufenen 26 Jahre Zinsen geltend machen, sondern lediglich für 3 Jahre.

Die Frage ist jetzt also ob dem Inkassodienst ein vollstreckbarer Titel vorliegt, wenn nicht ist die Forderung verjährt.

http://www.brennecke-partner.de/175534/Titulierte-Zinsen-verjaehren-schneller-als-der-Titel-selbst

Hallo habe aber nach 26 jahren weder Brief noch sonst etwas bekommen

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@siggi52

Dann dürfte sie selbst mit Titel verwirkt sein. Evtl. Zinsen sind auf jeden Fall verjährt. Wenn es wirklich einen -zutreffenden- Titel gibt, muss man Vollstreckungsgegenklage wegen Verwirkung erheben.

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@Inkasso

Betrifft Verwirkung ;

Bei 26 (!) Jahren könnten die Chancen recht hoch sein

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@Inkasso

Mit den Zinsen und evtl. anderen laufenden Kosten auf jeden Fall. Mit der Verwirkung ist es nicht ganz sicher, aber bei so langer Zeit ohne jede weitere Einforderung oder Vollstreckung kann die Voraussetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit gegeben sein.

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Wenn in der zwischenzeit nichts gekommen ist, dann ist die Verjährungsfrist irgendwo bei 2-3 Jahren. Es sei denn es wurde damals geklagt, dann hat man 30 Jahre Anspruch. Das hättest du allerdings wohl mitbekommen. Ich würde den Gläubiger mal anrufen, was der sch*** soll. Etwas anderes ist es natürlich auch, wenn damals eine so lange Laufzeit vereinbart wurde oder ähnliches. Ich habe zum Beispiel Bafög-Schulden, das wäre schön, wenn die auch nach 2-3 Jahren verjährt wären.

Lass Dir erst mal eine Kopie des vermeintlichen Titels zukommen !

Schriftlich einfordern !

Falls tatsächlich tituliert sein sollte und es zu keinen zwischenzeitlichen Beitreibungsmaßnahmen gekommen ist solltest Du überprüfen ob die Forderung verwirkt ist .

Bei 26 Jahren hättest Du wohl gute Chancen

Was für eine Art Forderung ist es ?

Verwirkung

Wenn eine Forderung noch nicht verjährt ist, kann sie nach Ablauf eines längeren Zeitraumes verwirkt sein. Dies bedeutet, dass die Geltendmachung der Forderung rechtsmissbräuchlich wäre. Im Gegensatz zur Verjährung gibt es hier keine gesetzlichen Fristen, sondern es ist jeweils der Einzelfall zu betrachten. Das Ergebnis ist demnach nie völlig sicher.

Für eine Verwirkung sind sowohl das Zeitmoment als auch das Umstandsmoment zu beachten. Zeitmoment heißt, dass bereits eine lange Zeit vergangen sein muss, in der sich der Gläubiger nicht gemeldet hat, wobei zwischen privaten und gewerblichen Gläubigern zu unterscheiden ist. Für eine Bank oder Sparkasse ist es z.B. nicht branchenüblich, sich 9 Jahre lang beim Schuldner überhaupt nicht zu melden, so dass die Verwirkung hier allein schon durch Zeitablauf eintreten kann (Landgericht Trier, NJW-RR 1993, 55).

Das Umstandsmoment setzt voraus, dass der Schuldner darauf vertrauen durfte, dass die Forderung nicht mehr geltend gemacht wird. Er muss also entweder aus dem Schweigen des Gläubigers oder einem anderen Verhalten schließen können, dass auf die Forderung verzichtet wird.

Quelle

http://www.cawin.de/cawin_infothek/source/newtopic15.html

Bei der Summe würde ich von einem Anwalt überprüfen lassen, ob die Forderung in der Form berechtigt ist und ob sie nicht vielleicht schon verjährt ist.

Wenn der Gläubiger einen Schuldtitel hat, dann ist die Forderung nicht verjährt! Aber so etwas weiß man eigentlich. Er kann dann auch ein Inkassobüro mit der Eintreibung beauftragen. Und über die lange Zeit kommt schon einiges an Kosten und Zinsen zusammen.

Also erstmal klären, ob ein Schuldtitel besteht. Dann allerdings mußt du zahlen!

Ich würde mal den ursprünglichen Gläubiger kontaktieren.

auf keinen fall bezahlen.... war denn eine kopie der ursprungsrechnung dabei ? sonst mal zur rechtsberatung gehen...

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