Möchte ich nur Mitleid?

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7 Antworten

Es wird in unserer Gesellschaft schon seit 20 Jahren die seltsame Mode gepflegt, das Wort "Mitleid" zu verteufeln. Jeder fühlt sich toll und super-modern mit dem Satz "ich will  kein Mitleid aber...".
Man sollte erst mal das Wort "Mitleid" sauber definieren, damit die Beteiligten von denselben Dingen reden.
Traditionell verstand man unter Mitleid: "Ich kann mich einfühlen, wie es Dir geht und möchte das selbst nicht erleben. Daher leiste ich Dir eine Hilfe, aus Anstand und Humanität".
An so einer Denkweise ist nichts schlechtes.
Mir ist nicht bekannt, worin Deine Probleme bestehen. Aber es ist überhaupt nicht weiterführend, sie auf die Frage "mitleidsuchend oder nicht?" zuzuspitzen. Probleme sollte man angehen. Und wenn man selbst zuwenig Durchblick oder Kraft hat, dann sollte man sich Hilfe holen.

Schlaumeierin1 06.07.2015, 20:05

danke für diese Antwort (: Ich gebe dir Recht:)

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Schlaumeierin1 06.07.2015, 20:07

ich dachte Mitleid möchte man nur weil man egoistisch ist und Aufmerksamkeit braucht und extra weint, etc.

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Geooekologe 06.07.2015, 21:11
@Schlaumeierin1

Es gibt jede Menge Geschichten, aus der Bibel, aus alten Erzählungen usw. wo "Mitleid" im Spiel ist. Da ist es immer so, daß es jemand schlecht geht (hungert, düstet, friert...). Z.B. Sankt-Martin-Geschichte, wo ein Soldat "mitleidig" seinen halben Mantel hergibt. Ein Hungernder, ein Frierender DARF auf seine Situation hinweisen und um "Mitleid" bitten. Da ist kein Egoismus und nichts Verurteilenswertes daran.
Die heutigen "Spracherzieher" legen den Mitleidsbegriff evtl. in Richtung "ach Du armer schwarzer Kater" aus - also bloßes flaches Wortgeklingel ohne Hilfe. So was braucht in der Tat niemand. Aber kulturgeschichtlich wurde Mitleid immer so verstanden: "Ein Bauer, der des Weges kam, sah den Dürstenden im Graben liegen und mitleidig gab er ihm zu trinken".

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Wahrscheinlich möchtest du eher Mitgefühl als Mitleid, das ist ein Unterschied. Wobei auch Mitleid, genau genommen, mit Mitgefühl zu tun hat, wie das Wort schon sagt: mit-leiden.

Es ist auch nicht so, dass die Empathie ausgestorben ist. Nur sind viele Menschen heute so mit ihren eigenen Dingen beschäftigt, dass sie Signale anderer nicht so leicht wahrnehmen. Da kann man ruhig auch mal Hallo rufen. Hallo, was meinst du denn zu meiner Situation? Im direkten Umfeld ist das kein Problem, manchmal aber nötig. Zu einem Psychologen gehst du ja auch selbst hin, er wird kaum zu dir kommen. Hab also keine Scheu, auch mal von dir aus zu sagen, dass es dir nicht gut geht. Die positiven und hilfreichen Reaktionen werden dich vielleicht sogar überraschen.

Schlaumeierin1 06.07.2015, 19:34

ich hab aber keine guten Erfahrungen einmal habe ich ein Problem einer Freundin erzählt und habs danach direkt bereut.. sie versteht es einfach nicht

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Ob jemand Mitleid moechte kann an besten ein Psychologe entscheiden. Aber so wie du es geschildert hast denke ich das du kein Mitleid brauchst, dich bedrueckt nur sehr viel und das kannst du alles auf einmal nicht verarbeiten.

Sicher könnte man dich fragen. Es wäre aber auch eine Option, mal von dir aus zu reden.

Was insbesondere Narben vom Ritzen angehen, sind die sowas von normal geworden, Heutzutage ritzt sich jeder 2. Und viele aus reiner Mitläuferschaft.

Nein du möchtest verstanden werden und das ist überhaupt nicht schlimm sag es jmd und Holl dir Hilfe ☺️❤️

Nein du brauchst einfach etwas Aufmerksamkeit ich bin selbst depressiv und Suizid gefährdet .. Keiner achtet auf ein überrennen dich und so tun als ob man nicht da wehr .. Ich denke oft auch wozu ich noch aufstehe morgens ?

Du willst dass sich einer um dich kümmert? Dann mach den mund auf und rede. Nicht jeder achtet so genau auf menschen, wie du es gerne hättest

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