Möchte Firmung auch ohne Pilgerwanderung - wie soll ich vorgehen?

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7 Antworten

Erst einmal der Rat für dich: Suche dir Gleichgesinnte! Es muss doch unter allen Kandidaten ein paar wenige geben, die nicht mitsaufen wollen. Sage deinen Eltern klipp und klar, dass du sonst nicht mitmachen wirst. Es ist besser, du holst die Firmung später nach, als bei so einer hanebüchenen Perversion von Firmvorbereitung mitzumachen.

Wenn die "Teamer" sowas zulassen, gehören sie rausgeschmissen.

Wer saufen will, soll sich nicht firmen lassen.

Eine christliche Gemeinde, die sowas zulässt, verrät ihren Auftrag.

Wenn ich dein Vater wäre, würde ich mir den Pfarrer und den Pfarreirat vorknöpfen und massiv gegen diese Missstände protestieren. Ich würde dem nicht durch Ausweichen auf eine andere Gemeinde Vorschub leisten.

Die Vorbereitung auf ein Sakrament muss etwas Freiwilliges sein, zu dem es dann auch keiner Liste von "Vorleistungen" als Bedingung bedarf. Aber man hat vielerorts noch nicht von der Vorstellung der "Volkskirche" Abschied genommen und will nicht sehen, dass man mit einer brachialen Verteidigung überholter Positionen genau das Gegenteil erreicht von dem, was man eigentlich möchte oder wollen sollte. Dein Fall ist dafür typisch.  

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Liebe Vogellina,

ich bin zwar nicht katholisch, sondern evangelisch getauft und hatte entsprechend auch eine Konfirmation statt einer Firmung, aber bei den Evangelen gab es zur Vorbereitung zwei sogenannte "Konfirmandenfreizeiten", die eigentlich dazu dienen sollten, sich auf das Leben als mündiges Gemeindemitglied vorzubereiten und den eigenen Glauben zu vertiefen, allerdings gab's nur zwei Straßen von der Jugendherberge entfernt einen Kiosk, der Bier und Schnäpse in rauen Mengen umgesetzt hat.

Ich fand das damals auch ganz scheußlich, vor allem da die Partys ganz oft in meinem Zimmer stattgefunden haben und ich da keine Ruhe gekriegt habe. Ich habe mir da auf zwei Arten beholfen. 1. Ein oder zwei gute Bücher mitnehmen und sich während die anderen Party machen ein ruhiges Fleckchen zum Lesen suchen. 2. Sich bewusst nach Leuten umzuschauen, die offensichtlich genauso wenig Spaß an hemmungslosen Sauforgien haben wie du und sich mit denen Zusammensetzen. Aus solchen Situationen sind bei mir meist die besten Gespräche entstanden.

Ich würde es an deiner Stelle riskieren und mich von den Saufgelagen fernhalten. Falls es wirklich eskaliert, kannst du im Anschluss auch nochmal ein vertrauliches Gespräch mit dem Pfarrer suchen und dem schildern, was aus deiner Sicht bei der Pilgerwanderung schief gelaufen ist. Vielleicht kann der ja für die Zukunft eingreifen.

Und wer weiß, vielleicht ist es am Ende doch gar nicht so schlimm, wie du jetzt befürchtest? ;-)

Liebe Grüße
Sören

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Gerade wenn Du seit mehreren Jahren Meßdiener bist, wird Dir wohl jeder abnehmen, daß Du es nicht darauf anlegst, mit minimalem Aufwand zu einer Familienfeier zu kommen.

Normalerweise bekommt man einen Firmschein, der überall in der Diözese "eingelöst" werden kann. Bei uns in Wien gibt's auch eine zentrale Diözesanfirmung, zu der jeder ohne Anmeldung hinkann, der einen Firmschein vorlegen kann. Ich weiß nicht, ob's das überall gibt. Aber der Firmschein gilt natürlich auch in der eigenen Gemeinde.

Sollten die wegen der versäumten "Sauftour" wirklich den Firmschein verweigern, würde ich mich ans Ordinariat wenden.

Aber unabhängig davon - ich würde mitfahren und versuchen, Gleichgesinnte zu finden, daß auch die Pilgerfahrt etwas bringt.

Ich weiß natürlich nicht, wo Du wohnst. Aber zumindest in großstädtischen Ballungsräumen ist es keine gesellschaftliche Norm mehr, zur Firmung zu gehen. Daher würde ich davon ausgehen, daß alle Firmlinge ein gewisses inhaltliches Interesse haben. In einem Dorf in Oberbayern oder in einer der katholischen Enklaven wie dem Emsland mag's vielleicht anders sein.

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Deine Argumente sind überzeugend. Es ist unhaltbar, dass man Dir ein offizielles Kirchensakrament vorenthalten möchte, weil Du irgendwelche Zusatzanforderungen nicht erfüllen willst. Die Pfarrei kann beharren auf Teilnahme an den Vorbereitungskurs, aber nicht auf solche Zusatzübungen. Bei uns in der Pfarrei ist der Pfarreileiter zuständig für solche Entscheidungen.
(Übrigens bist Du auch ohne Firmung ein guter Christ.)

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An deiner Stelle würde ich mitfahren!

Eine Pilgerfahrt wird ganz bestimmt nicht zu einer „Sauftour“, denn sie hat einen ganz anderen Sinn und Zweck! Ich selbst habe so etwas noch nie gemacht, weiß aber von guten Freunden, dass das ein ganz besonderes Erlebnis ist.

Deshalb würde ich dir raten, doch einfach zusammen mit den anderen Firmlingen deiner Gemeinde daran teilzunehmen, statt dich nur deshalb in einer dir fremden Gemeinde firmen zu lassen. Es geht ja nur um ein paar Tage, die unter euch Jugendlichen sicher auch zu einem festeren Zusammenhalt beitragen werden.

Natürlich darf dich eigentlich niemand dazu zwingen, aber es könnte  auch für dich eine sehr positive und vielleicht sogar unvergessliche  Erfahrung daraus werden!

Falls jemand in eurer Pilgergruppe trotz des spirituellen Zwecks dieser Fahrt tatsächlich zur „Sauftour“ tendieren sollte, brauchst du ja dabei nicht mitzumachen und kannst vielleicht trotzdem im Sinne der wahren Pilger mehr zu dir selbst und zu Gott finden!

Wenn du aber nicht mitfährst, könntest du es eines Tages sogar bereuen!



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Es ist in der katholischen Kirche keine Voraussetzung an einer Pilgerfahrt teilzunehmen,bevor man gefirmt wird.Deshalb darf dir die Firmung nicht verweigert werden.wenn du nicht daran teilnimmst.Deine Mutter sollte mit dem Pastor sprechen und / oder mit dem Pfarrgemeinderat.Falls die auch keine Einsicht zeigen.....Hausarzt informieren und krank schreiben oder ein Attest ausstellen lassen

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Ich würde es versuchen....

Abgesehen davon kannst Du auch sagen, dass Du befürchtest, dass das eine Sauftour wird, und Du deshalb nicht dabei sein willst.

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