Möchte ein Buch schreiben. Nur sind alle Versuche gleich?

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5 Antworten

Suche dir gezielt etwas anderes. Nimm ein Bild, eine Vorstellung an der du dich dran lang hangelst.

Wenn du nicht willst das jemand Kartons aus dem Auto auspackt suche dir eine andere Situation. Nimm dir eine Familie, in der irgend ein Lustiges Gespräch stattfindet. Ein Ausritt an einen speziellen Ort. Hecktisches zusammen suchen von Sachen, ...

Suche dir einen anderen Ort, außerhalb, etwas wo die Tätigkeiten schon leicht vorgeschrieben sind, wie im Bücherladen, in der Autowerkstatt, in der Schule, im Wald, am Strand, im Anwesen eines Adligen, ...

Oder nimm einen Gedanken, den dein Charakter weiter ausbaut darüber nachdenkt, dessen Meinung äußert, von dem man alles andere aus entwickeln kann?

Und wenn du nicht mit deinem Charakter zufrieden bist, suche dir zwei, drei extreme Charaktere aus anderen Büchern, Filmen, ... mische sie, zupfe hier und da Fäden raus, zupfe noch mehr und mehr heraus (soll ja nicht zu ähnlich sein - was bedeutet nimm nur sehr wenige Elemente, die dir gefallen) und stopfe sie mit eigenen ausgedachten Eigenheiten voll bis du ein grobes Bild davon hast. Nimm eine alltägliche Situation, an einen unbedeutenden Ort (vielleicht mal nicht Zuhause) und frage dich was der Charakter dort machen bzw. denken würde. Der erste Gedanke an den hangelst du dich dran, immer weiter und immer wieder dich selbst fragend: was würde wirklich die Protagonistin jetzt machen?

Denke daran, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt wie eine Figur handelt. Bist du mit dem gewählten Weg nicht zufrieden? Dann überlege erst welche andere Wege es alles geben könnte und nimm den, den dein Charakter am ehesten kopflos gehen würde...

Wenn dir es zuwider ist Charaktere aus anderen Medien als Stoffhülle zu nutzen, nimm dir stattdessen eigens ausgesuchte 1-3 Charakter Eigenschaft, die nicht langweilig sind, sondern etwas eigen und nicht unbedingt vorteilhaft oder gut. Alle Charakter Eigenschaften sollten auch nicht in die selbe Richtung weisen. Nimm aus verschiedenen Richtungen welche und spezialisiere sie. (Gibt es Ausnahmen bei Personen, Situationen, ...?)

Es ist egal, ob dein Charakter immer vom selben Geschlecht, oder vom selben Alter ist. Wichtig ist, dass selbst wenn du wieder bei deinem verworfenen Charakter landest DU gezielt dir Grenzen und Linien ziehst, sowie Elemente ausdenkst die den Charakter in Handlungsweise einschränkst. Denk immer daran: der Charakter bist nicht du! Es ist zwar leichter sich hinein zu versetzen, aber willst du wirklich ein Buch mit einem Charakter veröffentlichen, dass nach dir geschrieben ist? Du kannst auch dich als Vorlage nutzen und Vorlieben, Eigenheiten und Merkmale ändern. Möglicherweise hasst sie etwas was du liebst? Unterschätze Eigenheiten nicht. Erst die machen den Charakter komplex, ob im realistischen Sinn, im lustigen Sinn, ....   

Charakter u.a. detaillierter ausbauen    -->

"Es gibt nicht nur schwarz und weiß."
"Es ist noch klein Meister vom Himmel gefallen."

Was bedeuten soll: Ein Charakter vertritt nie zu 100% ein Thema, ob gut oder böse, ob schüchtern, selbstbewusst, Trampeltier, oder sonst was. Setze Bedingungen dazu.
Selbst in Bereichen in denen der Charakter gut ist, gibt es auch bestimmtes was er nicht gut kann. Ein Mathematiker kann mit bestimmten mathematischen Formeln auch seine Schwierigkeiten haben.

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Fazit: bestimme für dich was du in der Geschichte haben willst (entwickle mehr vorher) und vorallem zeichne deinen Charakter grob vor.

Hoffe es hilft dir einen für dich schönen Anfang zu finden.

Grüße  (^_^)  von Skyla

PS: Ich würde auch erst mit kleinen Texten und Proben anfangen.

Das Löschen ist doch genau das Problem.

Etwas gefällt dir nicht, du löschst es. Damit nimmst du dir selbst die Möglichkeit, deine Texte zu überarbeiten und dich zu verbessern.

Der erste Wurf ist selten weltbewegend. Deshalb kehrt man in der Regel immer wieder mit unterschiedlich langen Pausen zu seinen Texten zurück, liest sie neu durch, bewertet, was funktioniert und was nicht, überarbeitet. Daraus lernt man auch für die Szenen, die noch kommen.

Was den immer gleichen Anfang betrifft: Hast du denn mal über diesen Punkt hinaus gedacht? Hast du einen Plot entwickelt, überlegt, welche Ziele dein Protagonist hat, welche Kräfte dem Erreichen der Ziele entgegenwirken, wohin sich die Charaktere entwickeln sollen?

Die wenigsten schaffen es, einen Roman völlig ohne jede Planung zu Papier zu bringen. Charaktere müssen entworfen , Haupt- und Nebenhandlung (inkl. Spannungsbogen) aufgebaut , Szenenabfolgen (Aktion, Reaktion, Aktion) durchdacht werden. Bis das alles sitzt, geht einiges an Zeit ins Land und oft genug muss vieles wieder über den Haufen geworfen werden. Nicht alles davon muss bis ins letzte Detail geplant sein, aber die grobe Entwicklung sollte man im Kopf haben.

Eine andere Frage wäre: Was stört dich denn an dem Mädel, das Kartons ausläd? Schau dir an, in welches Genre du strebst und was die oben genannten Punkte vielleicht für deine Geschichte tun können.

Oder akzeptiere, dass du zwar eine Szene im Kopf hast, aber von dort aus nicht weiterkommst, weil du einfach nicht mehr hast. Irgendwann kannst du diese Szene vielleicht noch verwenden. 

Muss es denn gleich ein Buch sein? Schreib doch erst mal eine Kurzgeschichte! Und wenn Du schon so viel gelesen hast, dürfte es doch nicht so schwierig sein, einen Anfang zu finden.

Es gibt auch Kurse und Lehrgänge für angehende Schriftsteller!

Schreib es so. Wenn du mit dem Roman fertig bist, versuchst du einen anderen mit einem anderen Anfang und einem anderen Thema.

inspiration. wie, musst du herausfinden. jeder hat andere quellen. pause, ausgehen, urlaub, natur, ablenken etc

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