Möchte Aquarium kaufen, worauf muss man alles achten?

8 Antworten

Am Anfang würde ich dir ein 54 Liter Aquarium raten besser größer ist einfacher zu pflegen.

Im Aquarium muss ein Filter der rund um die Uhr laufen muss drin sein. 

Wen das Aquarium in einem gut beheizten Raum steht kanst du einen Heitzstab weglassen wen nicht brauchst du einen je nach Fischart eine andere Temperatur. 

Eine Abdeckung mit Beleuchtung darf auch nicht fehlen das Licht sollte 10-12 Stunden Täglich an sein.Am besten kaufst du dir ein Komplettset. 

Für den Bodengrund brauchst du Aquarienkies oder Sand ich würde dir eine Aquarienkies mit einer 3-5 mm Körnung empfehlen. 

Als Einrichtung brauchst du Pflanzen die dir gefallen größere Steine oder eine Wurzel.

Das Aquarium darf nicht in Fensternähe stehen weil sonst sehr schnell Algen wachsen.

Das Aquarium sollte 2-4 Wochen einlaufen das heißt alles rein so tun als ob Fische drin wären aber nicht füttern.

 Dan nach 2-4 Wochen Wasserwerte testen dafür kanst du dir einen Teststreifen kaufen und wen alles passt Fische rein.

Einmal in der Woche solltest du einen Wasserwechsel machen das heißt ein Drittel des Wassers raus und neues rein. 

Das beste ist wen du dir noch ein Buch besorgst. Da steht alles drin 

Die Frage ist ja nun schon ein paar Tage alt, dennoch möchte ich es nicht verpassen etwas zu dem Thema hinzuzufügen, denn die teilweise sehr rudimentären Fragen erschrecken mich. Als langjähriger Aquarianer und durchaus auch erfahrener Züchter habe ich selten sowas gehört und gelesen.

  1. Sei Dir bewusst, dass Dein neues Hobby Dich entsprechend fordern wird. Wie jedes Tier müssen auch Fisch, Garnelen, Krebse und was man sonst noch im Aquarium pflegen kann gepflegt werden. Die Aquaristik ist ein langjähriges Hobby, dass Geld kostet - wenn auch nicht unbedingt viel - und auch Zeit benötigt.

  2. Es ist durchaus richtig, dass Du als Anfänger kein zu kleines Aquarium wählst. Empfehlenswert sind für Anfänger Becken mit 160 Liter (100cm x 40cm x 40cm) oder mehr Volumen. Dies hat mit dem Zusammenspiel der Aquarienbewohner und den Bakterien die sich im Aquariumfilter und im Bodengrund ansiedeln zu tun. Ein kleines Aquarium kann auch immer nur ein gewissen Volumen an Bakterien aufbauen. Ein kleiner Fehler wird dann sehr oft hart bestraft (tote Fische). In einem großen Aquarium wird einem ein kleiner Fehler durchaus 'verziehen' , weil die Bakterien das entsprechende Aufkommen (Schadstoffe etc.) auch bewältigen können.

  3. Wähle einen Standort an dem kein Sonnenlicht in das Aquarium scheinen kann. Achte auch auf die Standfestigkeit. Sie ist in der Regel gegeben. Bei alten Holzfußböden solltest Du noch einmal schauen. Ein 160 Liter Aquarium kommt auf etwas über 200 Kg mit Bodengrund. Also drei Erwachsene Personen die der Boden tragen muss, dass ist nicht all zu schwer.

  4. Einrichtung ist wichtig und sollte qualitativ hochwertig sein. Schau nach JBL, Dennerle oder Eheim. Du benötigst Bodengrund, da ist der Link zu Olaf (Deters, oben) genau richtig (!). Dann einen Filter, am besten Außenfilter oder den genannten HMF, der nicht kompliziert ist. Man muss sich nur trauen. Eine Heizung (Stabheizung) solltest Du kaufen, einen Kescher oder besser zwei (einen mittel, einen klein). Dann besorge Dir Eimer (für Wasserwechsel) und ein 1 Liter oder 2,5 Liter-Maß falls Du mal einen Fisch raus fangen musst. Ich hoffe ich habe hier jetzt nichts grundlegendes vergessen.

  5. Dekoration bzw. Pflanzen und vielleicht eine Wurzel oder größeren Stein solltest Du Dir auch besorgen. Achte bei den Pflanzen darauf, dass sie zunächst schnell wachsend sind. Damit holen sie die zunächst übermäßigen Nährstoffe aus dem Wasser und verhindern die Algenbildung! Dies ist einer der häufigsten Anfängerfehler (neben zu viel Futter)!

  6. Einrichten kannst Du nach eigenem Geschmack. Achte darauf nicht symmetrisch einzurichten. Google mal nach dem 'goldenen Schnitt', dann weißt Du was ich meine! Ein Pflanzplan, den Du vor der Einrichtung erstellst ist sehr hilfreich! Das einpflanzen wird durch die Nutzung einer Pflanzenpinzette kinderleicht! Einrichten kannst Du komplett ohne Wasser. Achte einfach darauf, dass der Bodengrund feucht ist. Die Pflanzen die Du eingepflanzt hast befeuchtest Du dann alle paar Minuten. Das Aquarium zum einrichten halb voll zu füllen ist eine alte Methode nach der Du nicht oder nur schwer vernünftig einrichten kannst, weil durch den Wasserstand die Optik gerochen wird! Hierzu findest Du Infos bei Oliver Knott (einfach mal den Namen googeln).

  7. Das Wasser in das Aquarium einfüllen und die Aquarientechnik einschalten. Filter an, Heizung an und Beleuchtung. Wenn sonst noch was angeschlossen ist - dann an damit.

  8. BEVOR Du Fische oder andere Aquarienbewohner in das Aquarium bringst musst Du messen! Nitrit muss 0 sein, lass Dir nix erzählen von wegen 0,2 geht auch und solche Sprüche. Wenn Du Deine Tiere artgerecht pflegen willst bringst Du den Wert auf 0! Wie würden wir es wohl finden, wenn uns jemand in einer vergifteten Jauchegrube leben lassen würde. TIPP: Du kannst, wenn Du es dir zutraust, nach drei bis vier Tagen 2 bis 3 halbwüchsige blaue Antennenwelse (4 cm) in das Becken geben. Sie sind super robust und fangen schon mal an die ersten Bakterien (durch Kot etc.) aufzubauen. Diesen Welsen gibst Du dann alle drei Tage mal zwei drei Flocken - mehr nicht! Fische verhungern nur schwer und brauchen wirklich lange. Sie holen sich eine ganze Zeit lang Schwebstoffe und andere Nahrung! Wenn Du aber zu viel Fütterst gehen die Bakterien gleich wieder kaputt (weil sie das Aufkommen nicht bewältigen können)! Wenn Du Fische einsetzt, nachdem das Nitrit raus ist nimm nicht zu viele! Erst 6, dann zwei Wochen warten und die Bakterien sich anpassen lassen. Dann wieder 10 und erneut zwei Wochen warten. Dann kannst Du ja noch ein paar Fische dazu tun, je nach Arten die Du pflegst. Es gibt absolut keine Faustregel wie viele Fische man in einem Aquarium pflegen kann. Da muss man ganz genau auf die Ansprüche der Tiere achten!

  9. Bei der Fütterung und Pflege immer sachte! Füttere wenig, solange Du keine Jungtiere versorgen musst. Alle zwei bis drei Tage bei Erwachsenen Tieren (achte aber bitte auf Ausnahmen wie Diskus und Skalare oder andere Fische die besondere Ansprüche haben!!) Du solltest Dir grundlegend Informationen zu jedem Tier das Du pflegen willst vorher besorgen, auch wie viel es fressen muss. Bei der Pflege kommt es darauf an, dass Du immer regelmäßig das Aquarienwasser wechselst. Am besten einmal in der Woche 30 bis 50%! Lass Dir nix erzählen von wegen "och alle zwei oder drei Wochen langt auch, ich habe ja nur 10 Fische drin", sowas ist der dümmste Humbug! Durch den Wasserwechsel werden lebensnotwendige Spurenelemente und Nährstoffe in das Aquarienwasser gebracht, die man nicht durch düngen ausgleichen kann!! Wenn Du nicht regelmäßig wechselst wirst Du das zunächst nicht spüren, jedoch nach zwei bis drei Jahren kippt die Biologie im Aquarium! Den Filter machst Du sauber, wenn er nicht mehr richtig ausströmt. Du siehst ja wenn die Leistung beim Ausströmen nachlässt. Am besten gelingt die Reinigung des Filtermaterials, wenn Du Wasserwechsel machst. Dann nimmst Du das gebrauchte Wasser aus dem Aquarium in einen 10 Liter Eimer und wäscht darin das Filtermaterial aus. Einfach das Filtermaterial etwas ausdrücken, das Wasser wird rapide schwarz, und dann wieder in den Filter zurück. So gehen nur wenige Bakterien verloren! Reinige das Filtermaterial niemals unter kaltem oder gar heißem Wasser! Damit zerstörst Du alle Bakterien und die Biologie im Aquarium nimmt Schaden. Dies kann unter Umständen immensen Schaden anrichten, wenn die Besatzdichte hoch ist. Weitere gute Infos findest Du bei www.1a-aquarium.de. Bei aquaristikartikel.com gibt es einen Servicebereich der von einer Gruppe erfahrener Aquarianer geleitet wird, da wird Dir auch mit guten Antworten geholfen!

Einige Beiträge lassen hier vermuten, dass die Aquaristik deine Freizeit auffressen und dein Portmonnai leeren wird. Das ist allerdings nicht der Fall. Sicherlich braucht jedes Hobby ein wenig Zeit, allerdings pflegt sich ein gut eingelaufenes Aquarium fast von selbst. Und neben den Anschaffungskosten sind die Unterhaltskosten wirklich super gering. Auf meiner Seite Aquaristik und Aquarien findest du sehr viele Artikel speziell für angehende Aquaristen.

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