Modernes, Zeitgemäßes Gedicht zum Nachdenken?

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2 Antworten

Trauriger Spaziergang

Ich geh auf den Friedhof der gebrochenen Herzen.
Ich seh ihre Tränen, ich fühl ihre Schmerzen.
Weggeworfen wie Müll, zertreten, zerstört,
ihr Sehnen nach Liebe blieb ungehört.

Der Friedhof der Herzen ist einsam und kalt.
Die Herzen sind klein und groß, jung und alt.
Sie haben Angst, wissen nicht, wo sie sind,
sie suchten doch nur nach Wärme, wie ein Kind.

Ich muss mich setzen, ich fühl mich so leer.
Mein eigenes Herz fragt: "Gehör ICH auch bald hierher?"
Ich antworte leise: "Du bist doch schon hier.
Warum, denkst du, ich hier unten so frier?"

Mein Herz krampft zusammen und jagt mich hoch.
Es kämpft um sein Leben: "Ich lebe doch noch!
Lass nicht zu, dass ich WIRKLICH hier ende."
Ich nahm es zärtlich in meine Hände.

Und suchte langsam den Weg zurück.
Vielleicht finde ich doch nochmal das Glück?
Denn mein Herz hat verdient, dass man es liebt.
Ich muss die Liebe nur finden,
irgendwo ist sie, ich weiß, dass es sie gibt.

Es darf keinen Friedhof gebrochener Herzen geben.
Denn Herzen schlagen, sie wollen leben.
Und die Menschen, zu denen sie gehören,
sollten sich lieben und nicht zerstören.

Hör auf dein Herz - es spricht mit dir:
"Ich lebe, Mensch, ich gehöre zu dir.
Und verschenkst du mich, dann gib bitte gut acht,
dass man mich sicher hält und nicht kaputt macht."

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