Moderne Ernährung vs. Ursprüngliche Ernährung

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Das ist scher zu beantworten bzw. für die menschliche Ernährung zu beantworten.

Die Paleo-Diät versucht zwar die Ernährungsform der Menschen in der Steinzeit nachzuahmen, allerdings kann man diese Form der Ernährung auch nicht verallgemeinern. Da sich er Mensch auf der gesamten Welt ausgebreitet hat, gibt es viele unterschiedliche "ursprüngliche" Ernährungsformen. Dabei reicht das Spektrum von Vegan bzw. Vegetarisch bis hin zu fast ausschließlicher Ernährung von Fleisch bzw. Fisch wie z. B. bei den Inuit.

Hinzu kommt, dass der Mensch es mithilfe seiner "Intelligenz" geschafft hat, sich auch andere Nahrungsquellen zu erschließen, die anderen Tieren vorbehalten sind - z. B. das Melken von Kühen. Man muss sich dabei fragen, ob der Genuss von artfremder Milch nun "ursprünglich" ist oder nicht, schließlich hat rund ein Viertel der Menschen ein Enzym zur Verdauung von Milchzucker entwickelt. Also eine natürlich Anpassung an eine veränderte "ursprüngliche" Ernährungsform? Meiner Meinung nach sind auch Brot- und Backwaren ein Problem, auch wenn es Vollkornprodukte sind, da es in den "Massen", in denen es heutzutage konsumiert wird, einfach nicht "ursprünglich" sein kann. Oder wie viele Backöfen gab es vor 10.000 Jahren? Man hat Getreide wohl nicht Kiloweise konsumiert.

Man muss aber auch sagen und zugeben, dass heutige stark verarbeitete Lebensmittel - die nichts mehr mit dem ursprünglichen Produkt aus der Natur zu tun haben - wohl nicht der Ernährung des Menschen zuzurechnen sind. Wenn wir in ca. 10.000 Jahren wieder darüber sprechen, dann könnte man vll.sagen, der Mensch hätte sich Stoffwechseltechnisch an diese Bedingungen angepasst. Für die heutige Zeit, ist der Mensch aber daran nicht angepasst.

Meine Meinung: Je ursprünglicher und unverarbeiteter desto besser. Allerdings lässt es sich auch oft nicht vermeiden auf andere Lebensmittel zurückzugreifen.

Brot ist meiner Meinung nach nicht unbedingt "schädlich" oder "schlecht zu verdauen". Vielmehr war es schon ein Fortschritt, dass das Brot erfunden wurde, im Vergleich dazu, dass man rohe Grassamen kauen sollte. Brot ist auf jeden Fall bekömmlicher und leichter zu verdauen als trockene Grassamen, die man sich einwirft, einspeichelt, zerkaut und herunterschluckt.

Es gibt neuerdings solche "Steinzeitdiäten", die sich darauf berufen, dass früher alles besser war. Aber auch mit heutigen Lebensmitteln kann man sich gesund ernähren.

Unser Körper hat sich nicht weiterentwickelt, das ist ja letztlich das Problem. Mensch ißt , weil es ihm schmeckt gerne fett, gerne süß (was früher, als jede Kalorie gezählt hat, auch wichtig war). Was er nur leider nicht mehr in dem Ausmaß tut, wie der Körper das erwartet, ist sich bewegen.

Dazu kommt, daß sich die Verhältnismäßigkeiten völlig verändert haben. Der Mensch ist biologisch gesehen ein Allesfresser, aber über Jahrhunderttausende hinweg gab es nunmal nicht täglich Fleisch, Zucker, etc.

Kurz: Der heutige Mensch ist viel zu viel Dinge, deren Kalorien er nie verbrennen kann, was eine Menge Probleme auslöst. Dazu kommt natürlich noch der ganze Lebensmittelchemie-Kram, der´s auch nicht besser macht.

Hoppla! Der heutige Mensch ißt natürlich zu viele Dinge...

0

"Nun die Frage, was braucht unser Körper heutzutage eigentlich?" Gute Frage, mit der sich die Wissenschaft ständig auseinandersetzt. Genügend Energie in der Form von Kohlenhydraten, Eiweiss und Fett, in einem gesunden (was auch immer das heissen mag..) Mix, daneben Mineralien und Spurenelemente wie Vitamine oder andere Kohlenwasserstoffverbindungen. Generell kann man fast mit allem Mangel-, aber auch Überversorgungerscheinungen zeigen.

"Inwieweit hat sich unser Körper ernährungstechnisch weiter entwickelt?" Kaum. Wir sind immer noch die Jäger und Sammler, die wir waren. Also Allesfresser. Dazu ist aber noch zu sagen, dass wir heute nicht mehr von Verfügbarkeit limitiert sind. Eine rein vegetarische Ernährung "damals" hätte definitiv zu Mangelerscheinungen geführt, aber heute hat man genug von allem und kann das problemlos ausbalancieren.

Wie kommst du übrigens darauf, dass Brot schlecht sei? Es ist ein guter Kohlenhydratlieferant, der darüberhinaus noch etliche Spurenelemente bereitstellt. Musst bloss nicht die weissen, mit Enzymen etc. zu Tode behandelten Aufbackbrötchen für 20 Cent kaufen, sondern ein echtes Vollkornbrot vom Bäcker. (ich will nicht sagen, dass du falsch liegst, ich lass mich gerne belehren, aber es verwundert mich doch sehr)

Generell leben wir in einer "Zuvielisation". Mangelerscheinungen sind keine unter den Zivilisationskrankheiten, Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes und vermehrtes Auftreten von Allergien sind allesamt Symptome einer Überversorgung beziehungsweise einer Entfernung von unserem "angestammten" Lebensstil.

Früher gab es keine Zivilisationskrankheiten, weil kaum jemand älter als 30 Jahre wurde, und sich in den 30 Jahren sehr viel bewegt hat. Wenn man sich heute so ernähren würde wie in der Steinzeit hätten wir sicherlich noch mit ganz anderen "Zivilisationskrankheiten" zuz kämpfen, da unser Leben anders verläuft. Das ist nicht fundiert, das ist lediglich meine Meinung. In das Ernährungsthema spielt zu viel Esoterik und Zeitgeist mit hinein, wahrscheinlich deshalb weil man keine genauen Antworten kennt.

"In das Ernährungsthema spielt zu viel Esoterik und Zeitgeist mit hinein" Gut gesagt. Unser Chemielehrer hat uns bei mehreren Gelegenheiten kurze Zusammenfassungen über die Geschichte eines "bösen Stoffs" gegeben. Zuerst war Fett gut, dann schlecht, dann hat man herausgefunden, dass Doppelbindungen wohl gut sein könnten (ungesättigte Fettsäuren), weils leichter abzubauen ist, dann hat man herausgefunden, dass die Doppelbindungen an dritt- oder sechstletzter Stelle besonders gut sind (Omega-3 und -6), usw. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Ebenso Cholesterin. Zuerst waren Eier voll okay, dann war Cholesterin plötzlich böse und der Sündenbock für Fettleibigkeit, Arteriosklerose, Diabetes, Hunger, Krieg, Tod und Elend, und als die super-schlank-Diät-sofort-iss-nur-das-nicht-Aasgeier ihr Geld gemacht hatten, kamen die echten Wissenschaftler und haben gesagt, Cholesterin sei kein Ding, je nach begleitenden Lipoproteinen könne es sogar recht gut sein.

0

Früher gab es keine Zivilisationskrankheiten, weil kaum jemand älter als 30 Jahre wurde

Sorry, aber das ist Blödsinn. Du hast leider - wie so viele - die Sterblichkeitsstatistiken völlig falsch verstanden. Diese beinhalten in der Regel eine sehr hohe Kindersterblichkeit, was zu einem niedrigen Durchschnittssterbealter führt. Das hat aber nichts mit dem realen Sterbealter derer zu tun, die ihre Kindheit überlebt haben.

0

die sache ist so: wir sind von der natur aus als pflanzenesser erschaffen, pflanzliche lebensmittel stellen die vollwertige ernärung dar, die durch die industrialisierung immer mehr verdrängt wurde. unsere biologie hat sich nicht verändert, nur unsere ernährungsweise, die zivilisationskrankheiten sind die logischen konsequenzen daraus. wer dass nicht glauben will, soll sich erkundigen, warum diese krankheiten in den ländern wo anders gegessen wird, kaum in erscheinung treten. allein in asien leben ca. 1,8 milliarden menschen hauptsächlich von rais + gemüse, übergewicht, hypertonie, diabetes typ2, gefässerkrankungen sind dort kaum bekannt . dass sagt alles.

Der Theorie nach sind die zahlreichen Zivilisationskrankheiten auch Ergebnis unserer modernen Ernährung, die nichts mehr mit dem zu tun hat was unser Körper eigentlich braucht.

wir essen zuviel,zu einseitig,überhaupt nicht ausgewogen und bewegen uns viel zu wenig,wir sind einfach zu bequwem,erzählen aber in foren, anderen,was sie falsch machen.

Er braucht alles aber sicher keine Zusatzstoffe.

Was möchtest Du wissen?