Mobbing/Ausgrenzung in der Schule (11. Klasse) (Buchszene)?

2 Antworten

Moin, ich könnte dir ein wenig von meiner Schulzeit erzählen, ich wurde rund 4 Jahre in der Mittelstufe gemobbt. Ich fasse das Ganze einfach mal grob zusammen, aber natürlich kannst du auch gerne im Nachhinein Fragen stellen. Aus dem Folgenden kannst du vielleicht einen groben Eindruck von sowas erhalten.

- Persönliche Erfahrung -

Das Ganze hat in der 5. Klasse angefangen, als ich in die neue Schule gekommen bin. Klar, man kennt sich untereinander nicht und muss sich an die erhöhte Schwierigkeit des Unterrichts gewöhnen. Trotzdem fängt dort auch schon die Grüppchenbildung an, wo sich "feste" Freundschaften bilden und somit jeder ausgeschlossen wird, der "bei 3 keine Gruppe gefunden hat".

Für mich war das jedenfalls so, dass ich zwar vorher nicht wirklich schüchtern war, jedoch bei einer komplett neuen Schule abwarten wollte, wie man denn jetzt mit völlig verschiedenen Leuten aus der Umgebung klarkommt. Aber das war nicht einmal das Hauptproblem. Eher ging es los, als sich die Gruppen quasi schon verfestigt hatten und ich nur bei ein paar Leuten "am Faden hing", also nur den Beginn einer Freundschaft aufgebaut hatte. Da gingen in den Gruppen dann so typische Bemerkungen rum wie Aussehen, Körpergröße, Sprachfehler, etc. Grundsätzlich waren die Anhaltspunkte der Mobber anscheinend meine Körpergröße und der Fakt, dass ich eine Brille trage.

Über die Jahre hinweg gingen dann immer mal wieder die Themen Streit, Beleidigungen, Schlägereien, Ausschluss im Unterricht oder ähnliches rum, an welchen ich dann selbstverständlich größtenteils beteiligt war. Vor allem das Thema Schlägereien ist so eine Sache, bei der man als Gemobbter aufgrund dieser Ausgrenzung keinen wirklichen Ausweg mehr in Betracht ziehen kann, sondern nach kurzem aggressiven Wortwechsel dann die Kurzschlussreaktion einsetzt und man die Konsequenzen völlig außer Acht lässt. Erst bei der anschließenden Schlichtung des Streits durch Lehrer o. andere Schüler kann man seine Gründe abliefern, die dann je nach Lehrer/Schüler aber nicht zwingend anerkannt werden - ich hatte das Glück, verständnisvolle Lehrer zu haben, an die ich mich wenden konnte.

Da sich dein fiktiver Charakter laut deiner Beschreibung nicht zur Wehr setzt, spare ich mir mal kurz einen Teil und komme langsam zum Ende.

Die Situationen haben über die Jahre ihre Tiefs und Hochs gehabt, aber so gegen Ende des 8. Schuljahres war fast die Luft raus, trotzdem hatte die Ausgrenzung zur Folge, dass man sich nicht mehr in Gruppen integrieren konnte und eigentlich auch so gar keine Lust mehr hatte, mit irgendeinem von diesen Menschen zu reden. Im letzten Jahr mit dieser Klasse ging es zu Beginn - natürlich aufgrund des Schulstoffes - erst wieder schwer ins erste Halbjahr, Konversationen blieben zu 90% aus, man hockt nur noch alleine in den Pausen in Ecken oder lenkt sich ab. Grundlegend hat sich mein Charakter dadurch gebildet, dass ich nie aufgegeben habe - ich habe innerlich damit gekämpft, mich nicht mehr so leicht provozieren zu lassen, mich nicht unterkriegen zu lassen und einfach jede Bemerkung mit eigenen abwertenden Sätzen durch den Dreck zu ziehen, sodass es den Mobbern den Spaß versaut hat. Sowas macht einen psychisch extrem stark und härtet das Selbstbewusstsein gegen solche Provokationen und Mobbing ab, hinterlässt allerdings auch klare Züge bei sozialen Interaktionen und generell bei derartigen Themen.

- Bezug auf deine Geschichte -

Um nochmal kurz auf deine Charakterbeschreibung einzugehen: Die Herkunft kann sehr schnell in einer komplett neuen Klasse zum großen Angriffspunkt werden, sofern sie - wie in der heutigen Zeit (leider) - aus dem südöstlichen Raum kommt oder starke Vorurteile ans Licht kommen. In deiner Beschreibung kannst du dann aufgrund der Schüchternheit und Sensibilität ganz leicht eine große Angriffsfläche offenlegen, die jetzt nicht unbedingt auf die Herkunft bezogen sein muss, sondern auf Dinge wie Aussehen, familiäre Merkmale (z.B. Behaarung, Pickel, Behinderungen), was ja leider oft ein ernstes Mobbingthema ist.

Die privaten Probleme, von denen du sprichst, könnten z.B. der Tod eines Verwandten, Erkrankungen wie Krebs oder ähnliches sein (dazu vllt. im Internet nach solchen Problemen recherchieren), was du ebenfalls für die Mobber in der Geschichte als Punkt "zum drauf rumhacken" nutzen kannst. Auf privaten Problemen einer Person rumzuhacken ist übrigens auch die Herzlosigkeit in Person, erst recht wenn alle Schüler mitziehen.

Ich denke, das sollte erstmal genug sein und ich hoffe, dass ich dir damit ein wenig Material zum Schreiben oder zur Inspiration gegeben habe. Fragen kannst du natürlich gerne stellen und ich versuche sie so gut wie möglich zu beantworten. Das war es dann aber soweit von mir.

MfG xSh4kerx

Vielen Dank für deine Antwort. :)

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Nachdem ich dann wieder online kam,stellte er mir aus Interesse Fragen, welche ich kurz beantwortet hatte. Dann fragte er dann,ob ich noch Lust habe zu schreiben. Dies frage er, da ich seit meiner vorherigen Abwesendheit nicht so wirke, als hätte ich noch Interesse an einem Kennenlernen. Dies verneinte ich,wonach ich fragte,wie er auf sowas kommt. Und er dann darauf:"Gut.Versuch ich dir mal zu glauben. Du schreibst halt manchmal irgendwie total emotionslos Aber dann warst du auf einmal weg,beschäftigt" Dann tauschte wir Nummern aus. Seitdem schreiben wir immer auf Whatsapp. An machen Tagen kam es zu Ausseinandersetzungen.

Nun aber zu dem aktuellen Stand und dem eigentlichen Thema: Insgesamt haben wir uns 3 (für 3h) Mal getroffen. Nach jedem weiteren Treffen wurde er immer interessanter, während er immer beim Schreiben iwie anders -dominant ect. rüberkam. Er holte mich beim ersten Treffen mit seinem Auto ab,wonach wir ein wenig raus aus der Stadt fuhren und dabei ab und zu mal redeten,wobei er(oder wir beide) nicht allzu gesprächig war. Also alles war insgesamt standartmäßig,wobei er bei mir am Schluss unten Reibbewegungen machte.

Am nächsten Tag haben wir uns nochmal getroffen. Der Treffen verlief ähnlich,wobei wir anschließend bei ihm vorbeikamen,wo es irgendwann zum Kuscheln und all den anderen Dingen,bis auf das Küssen und Sex kam. Plötzl. rutschte mir ein Satz über meinen Ex heraus,wonach er wütend kurz Raum den Raum verließ und sagte,wie ätzend er es finde,dass ich bei unseren Treffen über meinen Ex rede oder überhaupt daran denke,während wir schreiben. Dann wollten wir noch auf eine Verstaltung,was aber nicht geklappt hat,da mir kurz davor etwas dazwischen kam

Paar Tage nach einem Streit auf Whatsapp haben wir uns nun das letzte Mal (gestern) gesehen,um miteinander zu reden ect. Er holte mich wie gewöhlich ab. Wir fuhren ein wenig rum,wonach wir erneut in seiner Wohnung waren. Es kam zu den Dingen,die davor mal im Spiel waren. Als es auf dem Sofa eng wurde und ich mich auf ihn drauflegte,äußerte er den Wunsch nach Sex,wonach ich in dem Moment auch Sehsucht hatte. Während des GVs dachte ich mir nix dabei,sondern genoss das Schöne daran. Küssen war dabei keineswegs im Spiel. Jedenfalls brachte er mich in ziemlich von der Arbeit und dann ner Party mit Kumpels,die vor unserem Treffen stattfand müdem Zustand nachhause. Die Verabschiedung bestand (wie bei anderen Treffen) aus einer festen,dennoch lockeren Umarmung mit nem normalen Lächeln sowie leichtem und fast schon "kumpelhaftem" Klopfen auf den Rücken nebenbei

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