Mobbing in meiner alten Firma

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5 Antworten

Wenn du keine Beweise hast wird es schwer sein das man dir glauben schenkt. Da es scheinbar eine eingeschworene Gemeinschaft ist wird niemand das Mobbing zugeben. Falls du Beweise hast, würde ich sogar Rechtsmittel zur Hilfe nehmen. Denn mobbing eines Kollegen zieht eine fristlose Kündigung nach sich.

MarcoAH 22.10.2013, 05:39

Stellenweise glaubt man mir. Auf jeden Fall beziehe ich eine Gegendarstellung zu einzelnen Vorwürfe. Das ist in dieser Firma selten geschehen.

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Ich glaube, da passiert wenig mit deinem Schreiben. Beschuldigungen, die du schriftlich erhebst., könnten dazu führen, dass du nochmal Ärger bekommst, denn unbewiesen stehen sie im Raum. Was bringt dir ein Brief, in dem du noch mal alles aufrührst, deine Gefühle belebst, dich erinnerst und damit quälst? Brauchst du das, um abzuschließen? Dann schreib ihn dir selbst, lege ihn weg, schau ihn nie wieder an, bis du eines Tages ihn ganz wegwerfen kannst. du solltest dich um deinen Seelenzustand kümmern und dafür sorgen, dass du gesund und unbelastet soweit möglich eine neue Arbeit antreten kannst. Ein Coaching wäre hilfreich, auch eine Selbsthilfegruppe denkbar!

MarcoAH 22.10.2013, 08:30

Hierzu wollte ich schreiben, dass ich diesen Brief mit einer Freundin schreibe, die sich im Anwaltsbüro gut auskennt. Sie geht mit mir den Brief durch, damit nichts falsches im Brief steht, was gegen mich verwendet werden kann.

Als nächstes habe ich schon im Großen und ganzen mit den Mobbingattacken abgeschlossen und konnte dieses ganz gut verarbeiten. Auch, dass ich weiss, wie ich hätte anders handeln können und auch weiss, wo auch meine Fehler lagen. Die Mobbingsituationen habe ich mit einem Bekannten analysiert. Ich habe mir Freizeitbeschäftigungen gesucht, die mir unendlichen Spaß machen, sehe positiv in die Zukunft. Ich werde keine Selbsthilfegruppe machen, da sich mein Seelenzustand gut erholt hat. Das habe ich einer befreundeten Psychotherapeutin mit zu verdanken. Eine neue Arbeit habe ich auch gefunden.

Es geht darum, dass der Vorstand weiss, was in der Firma passiert ist. Außerdem wollte ich diejenigen helfen, die in dieselbe Situationen kommen könnten. Wollte abhilfe schaffen, wenn jemand dieses Mobbing nicht so gut verarbeiten kann. Ich denke aber schon, dass es den Vorstand interessiert, was dort in der Firma passiert, was die Firma für Menschen beschäftigt.

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Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass du mit dem Brief etwas erreicht. Der Vorstand wird ihn lesen und dann vermutlich in den Papierkorb werfen.

Solange du ihnen nicht mit Rechtsmittel kommst, wird es sie kaum interessieren, was war, als du dort noch gearbeitet hast.

Natürlich kann es auch anders kommen und deine ehemaligen Kollegen müssen eine Aussage machen. Aber das sind dieselben, die dich damals gemeinsam fertig gemacht und daher werden sie sich wieder zusammen tun, um sich zu schützen.

Du bist einfach dann der Spinner, der nicht in den Betrieb gepasst hat.

MarcoAH 23.10.2013, 07:39

Es hat mehrere Gründe, warum mir die Idee kam. Zum einen, um andere "Opfer" zu schützen. Wenn die jetzt mit dieser Taktik durchgekommen sind, denken die "Täter", das nächste mal wieder durchzukommen.

Dabei wollte ich nur meine Arbeit verrichten. Denke aber, wenn es einen gewaltigen Vorgesetztenwechsel geben wird, der in dieser Firma für Ordnung sorgt, können sich einige Mitarbeiter richtig umschauen oder diese Mitarbeiter müssen sich gewaltig ändern. Und solange dieses vom Vorgesetzten geduldet wird, passiert nicht wirklich viel. Da zählt das Wort des Stärkeren mit der größten Klappe und nicht das Wort von demjenigen, der sich sehr bemüht und wirklich gut arbeitet.

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catchan 23.10.2013, 08:35
@MarcoAH

Ich glaube den Vorstand wird es kaum jucken, wenn du ihnen einen solchen Brief schreibst, solange nicht drinnen steht, dass du sie deswegen verklagst.

Das Einzige, was sie interessieren wird, ist der Umsatz, der geschrieben wird. Ob sich da ein ehemaliger Mitarbeiter wegen Mobbings beschwert wird ihnen mehr oder weniger egal sein.

Die damaligen Mitarbeiter werden so gut wie nichts zu befürchten haben.

Ich höre von immer mehr Firmen, deren Einstellung ist, dass wenn der Mitarbeiter weg ist, suchen wir halt eben einen Neuen und daher sich nicht gezwungen sehen den Arbeitsplatz besser zu gestalten. Wo der Mensch leider nur noch zu einer Nummer und zu Kosten wird.

Erhoffe dir nicht zuviel von dem Brief!

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Ich kenne deine Geschichte nicht, aber meine Erfahrungen über das Thema Mobbing sind folgende:

Entweder man wird durch Kollegen gemobbt oder man wird durch Vorgesetzte gemobbt.

Das ist jedem bekann, weil uralt.

Neuere Form des Mobbings:

Der Vorstand verlangt von seinen Führungskräften das sie mobben.

Wenn es dir hilft mit der Geschichte abzuschließen, dann schreibe einen Brief. Aber erwarte keine Gerechtigkeit oder Wunder.

LG

MarcoAH 22.10.2013, 05:41

Der Vorstand mobbte mit Sicherheit nicht. Die unteren Führungskräfte mobben. Daher ist es keine schlechte Idee, den Vorstand darüber zu informieren, was passiert ist.

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Ja Rache ist immer gut. Allerdings mach dich nicht schuldig der Verleumdung.

MarcoAH 22.10.2013, 05:36

Ich verfasse den Brief nicht alleine. Ich habe professionelle Hilfe von einem sehr guten Freund, der sich beruflich damit auseinandergesetzt hat. Daher wird mich keiner der Verleumdung anklagen können.

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